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Illertissen

03.01.2019

Pfarrer fordert mehr Zusammenarbeit der Pfarreien

Beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Illertissen lies Stadtpfarrer Andreas Specker das vergangene Jahr Revue passieren.
Bild: Regina Langhans

Der Neujahrsempfang in St. Martin ist traditionell der Erste in der Vöhlinstadt. Was heuer dabei geboten war.

Der öffentliche Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft (PG) Illertissen nach dem Jahresanfangsgottesdienst in St. Martin ist in der Stadt traditionell die erste Gelegenheit, um gemeinsam aufs neue Jahr anzustoßen. So waren der Einladung Bürgermeister Jürgen Eisen, seine Stellvertreter Gabriele Weikmann-Kristen, Wolfgang Ostermann und Thomas Reiner, Dienstältester des evangelischen Kirchenvorstands und viele andere gefolgt.

Pfarreien sind zum Teil gut vernetzt

Dass das festliche Anstoßen mit Sekt und Orangensaft wegen des Regenwetters nicht – wie geplant – erstmals im Brunnenhof bei Carillonmusik stattfand sondern wiederum im Pfarrsaal, tat der zu Gesprächen aufgelegten Gesellschaft keinen Abbruch. Wegen des ursprünglich im Freien geplanten Aufenthalts hatte Stadtpfarrer Andreas Specker seinen Jahresrückblick bereits in der Kirche gehalten. Und dabei den vor zehn Jahren gegründete Zusammenschluss der fünf Pfarreien zum Ausgangspunkt seiner Betrachtungen gestellt. Wie sehr sind die Gemeinden inzwischen miteinander vernetzt? „Die Ministranten geben dafür bestes Beispiel, sie sind ständig in Kontakt.“ Als sichtbares Beispiel dafür würden bei gemeinsamen Gottesdiensten auch Messdiener aller fünf Pfarreien ministrieren. Und den Festgottesdienst anlässlich des Zehnjährigen hätte ein gemeinsames Ensemble der Kirchenchöre Jedesheim und Illertissen gestaltet.

Es soll nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen

Darüber hinaus würden aber einzelne Gruppen in den Pfarreien oft ihr „eigenes Süppchen kochen“, sagte Specker. Und ergänzte: Wir brauchen nicht alles doppelt anbieten, indem mehrere das Gleiche machen.“ Vielmehr lohne es sich, die Energien mit Überlegung einzusetzen beziehungsweise sich auszutauschen und Schwerpunkte festzulegen. Specker ermunterte dazu, sich vor Ort zu engagieren, wo wirklich etwas bewegt werden könne, anders als vielleicht in größeren Verbänden. Bischof Konrad habe einmal gesagt, die Gläubigen bräuchten nur auf den Zug aufzuspringen, sich aber nicht um das Ziel zu sorgen.

Specker: „In Ihren Gemeinden können sie etwas bewirken.“ Wenngleich sich durch die Zusammenschlüsse der Pfarreien die Gemeinschaften vergrößerten, die Zahl der Gläubigen würde zurückgehen.

Zu den wichtigen Ereignissen des zurückliegenden Jahres zählte Specker auch die zweitägige Visitation des Bischofsvikars Bertram Meier und die Wahl der Pfarrgemeinderäte. In einer Klausurtagung hätten sie sich auf ihre Aufgaben eingestimmt. Der kirchliche Alltag könne jedoch nicht Innehalten oder eine Besinnungspause einlegen: „Es geht weiter mit Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen.“ Specker wünschte sich eine Gemeinschaft, „die tiefer geht, als die bloße Freundschaft es tut“.

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