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Illertissen

23.10.2017

Sie dienen Hilfsbedürftigen seit vier Jahrzehnten

Seit 40 Jahren aktiv: Der Illertisser Lions-Club.
Bild: Zita Schmid

Der Lions-Club Illertissen hat seit seiner Gründung viel erreicht. Darauf wurde nun zurück geblickt.

Sie tun seit vier Jahrzehntes Gutes: Der Lions-Club Illertissen hat in der voll besetzten Schranne sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Die Mitglieder hätten sich einst dem Motto verschrieben, „anderen das Leben leichter zu machen“, betonte Bürgermeister Jürgen Eisen in seiner Laudatio. Aus diesem Verantwortungsgefühl heraus, habe der Club Beeindruckendes geschaffen.

Was seid ihr für ein seltsamer Club, der Bücher auf Bierbänken verkauft? Diese Frage sei ihm einmal von einem jungen Jahrmarktbesucher gestellt worden, erinnerte sich Clubpräsident Christopher Rau in seiner Rede. Die Antwort habe den jungen Mann derart beeindruckt, dass er schließlich auch Bücher für den guten Zweck kaufte, sagte Rau und lachte. Eine Definition des Tuns der Lions-Club-Mitglieder gab der Präsident auch in der Schranne: Die Gemeinschaft Gleichgesinnter habe das Ziel, benachteiligten Menschen zu helfen. Und zwar unter dem Leitsatz: We serve, wir dienen. Einen Einblick, wie sich dieses ehrenamtliche Helfen, in vier Jahrzehnten entwickelt hat, gaben in der Schranne sechs anwesende Gründungsmitglieder. Sie sind bis heute aktiv und wurden für ihren treuen Einsatz ausgezeichnet (eigener Bericht folgt).

Ohne derart engagierte Menschen könne der Club in seiner heutigen Form nicht existieren, sagte Professorin Barbara Brandstetter vom Lions-Campus-Club Neu-Ulm. Die Akademikerin führte als Moderatorin durch das Programm.

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Der Club sei damals etwas Neues gewesen und habe die Möglichkeit geboten, sich sozial zu engagieren, erinnerte sich so Rainer Oberdorfer-Bögel. Doch dazu habe man Geld gebraucht, um es als Spende weitergeben zu können. Aktionen mussten her: Und so wurden beispielsweise vor der Apotheke von Gründungsmitglied Reinhart Rüger aus stolzen 30 bis 40 Litern Teig zum Jahrmarkt Waffeln gebacken und für den guten Zweck verkauft

Dankbarkeit, Freude und dabei die „strahlenden Augen“ der jungen Leute, wenn sie ihre Heimat aus der Vogelperspektive betrachten konnten – davon berichtete Wolfram Schwenzel. Zusammen mit dem Luftsportverein Illertissen organisiert er seit den 1980ern jährlich einen Flugtag für junge Menschen mit Behinderungen.

Der Lions-Club ist eine weltweite Bewegung mit vielen Partnerschaften: Jörg Michahelles blickte zurück auf die Verbindung mit dem Club in Hinterbrühl bei Wien, die bald nach der Gründung geschlossen wurde. Fritz Unglert erzählte von musikalischen Events, die er organisiert hatte. Götz Marquardt war der Ideengeber für den Bücherverkauf.

Jeder eingenommene Cent werde als Spende verwendet, berichtete Schatzmeister Wolfgang Karger. Es gebe zahlreiche Projekte, von der „stillen Familienhilfe“ für hilfsbedürftige Menschen in der Region bis zum Bau von Brunnen für sauberes Trinkwasser in Afrika. Eine Hilfe, die, „damals wie heute nötig und wichtig ist“, sagte die stellvertretende Landrätin Sabine Krätschmer.

Viel Applaus erhielten das Bläserensemble der Stadtkapelle und Magier und Bauchredner Perry Paul.

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