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Haushalt

18.07.2011

Sparsamkeit ist angesagt

Für den Ausbau der Babenhauser Straße in Osterberg sind im Gemeindehaushalt etwa 200000 Euro eingeplant.
Bild: Foto: arc/lor

Osterberger Etat kommt ohne neue Schulden aus. Aber auch keine Mindestzuführung

Osterberg Nach intensiven Vorberatungen segnete der Gemeinderat Osterberg den Haushalt fürs begonnene Jahr 2011 ab. Er umfasst ein Gesamtvolumen von 2508700 Euro und bietet im Vergleich zum Vorjahr weniger Spielraum für Investitionen. Die schwer einzuschätzende Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen gebiete sparsames und wirtschaftliches Haushalten, so die Kämmerin Claudia Pfisterer.

Das abgelaufene Haushaltsjahr 2010 konnte mit einem Soll-Überschuss von 263000 Euro abgeschlossen werden. Im neuen Haushaltsjahr 2011 wurde eine entsprechende Rücklagenentnahme in dieser Höhe veranschlagt zum Ausgleich des Investitionshaushaltes. Der Verwaltungshaushalt umfasst 1378300 Euro, der Vermögenshaushalt 1130400 Euro, wobei für Investitionen keine Kreditaufnahmen festgesetzt wurden. 78600 Euro werden vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt übertragen, die gesetzliche Mindestzuführungsrate von 129400 Euro wird somit nicht erreicht. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach Haushaltsplan wird auf 260000 Euro festgelegt. Die Grundsteuer A umfasst 400, die Grundsteuer B 395 vom Hundert und die Gewerbesteuer 330 vom Hundert.

Die Steuereinnahmen im Verwaltungshaushalt hätten sich teilweise besser entwickelt als im Planansatz erwartet, berichtete die Kämmerin. So konnten bei der Einkommenssteuer 35288 Euro Mehreinnahmen verzeichnet werden, insgesamt sind 305000 Euro eingeplant. Im Gegensatz dazu fällt die Gewerbesteuer um 69639 Euro geringer aus, die aktuellen Soll-Zahlen weisen jedoch wieder eine positive Tendenz auf. Fürs Jahr 2011 sind 120000 Euro an Gewerbesteuer angesetzt. Die Grundsteuer A sinkt um 267,41 Euro, wogegen die Grundsteuer B um 2762 Euro steigt. Zusammengerechnet werden 92000 Euro Grundsteuer veranschlagt.

An Kreisumlage hat Osterberg 287197 Euro zu zahlen, die geringeren Steuereinnahmen führen erst in den folgenden Haushaltsjahren zu geringeren Umlagebeträgen. Die Gewerbesteuerumlage beläuft sich auf 25800 Euro. Aufgrund der insgesamt geringen Steuerkraft kann im aktuellen Haushaltsjahr mit Schlüsselzuweisungen von 67191 Euro gerechnet werden.

Baumaßnahmen verschlingen etwa 700000 Euro

Der Vermögenshaushalt setzt sich unter anderem zusammen aus der Zuführung von 78600 Euro vom Verwaltungshaushalt, einer Rücklagenentnahme von 263000 Euro sowie Zuweisungen und Zuschüssen für Investitionen in Höhe von 435600 Euro. Dem stehen Baumaßnahmen gegenüber in Höhe von 700600 Euro sowie die Tilgung von Krediten in Höhe von 365000 Euro. Letztere beinhalten eine Sondertilgung des Darlehens für die Wasserverbindungsleitung Hochzone Weiler in Höhe von 235000 Euro, die nach Eingang der Zuschüsse geleistet werden soll.

Die Pro-Kopf-Verschuldung reduziert sich zum Jahresende in Osterberg von 1769 Euro auf 1412 Euro, vorausgesetzt der Zuschüsse für die Verbindungsleitung, um das Darlehen zurückzahlen zu können.

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