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Illertissen

13.01.2020

TSV-Halle: Anfang 2021 könnte es mit dem Neubau losgehen

Die Jahnhalle des TSV Illertissen soll durch einen Neubau ersetzt werden – doch seit Monaten hörte man in der Stadt nichts mehr von dem Projekt. Beim Neujahrsempfang des TSV erklärte Vorsitzender Ulrich Hartmann jetzt, warum sich das Projekt verzögert hat.
Bild: Wilhelm Schmid (Archivfoto)

Plus Beim Neujahrsempfang des TSV Illertissen berichtet der Vorsitzende über die Pläne für einen Hallenneubau. Nun ist klar, warum seit Monaten nichts mehr über das Projekt zu hören war.

Nach langen Verzögerungen sollen in wenigen Wochen neue Verträge zum Hallenbauprojekt des TSV 1862 Illertissen spruchreif sein. Wie mehrfach berichtet, will der Verein sein bisheriges Gelände samt der alten Halle und der Tennisanlage an der Jahnstraße verkaufen, eine neue Sporthalle bauen und die Tennisplätze auf ein neues Areal verlegen. Beim Neujahrsempfang in der Erhard-Vöhlin-Mittelschule (Bericht folgt) hatten die zahlreichen Besucher mit Spannung erwartet, was der Erste Vorsitzende Ulrich Hartmann zum aktuellen Stand des wohl größten Vorhabens in der mehr als 150-jährigen Vereinsgeschichte erklären würde. Und er enttäuschte die Erwartungen nicht.

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Einleitend bat Hartmann um Verständnis, dass seit der Mitgliederversammlung im Mai 2019 nichts mehr öffentlich bekannt gegeben worden sei. Man habe jedoch keine laufenden Verhandlungen gefährden wollen, führte Hartmann aus. Dann informierte er zu den vier Teilbereichen des Projekts. Beim ersten, dem Verkauf des TSV-Grundstücks samt der Turnhalle und den Tennisplätzen an der Jahnstraße, habe der ursprüngliche Käufer keinen Betreiber für sein Projekt „Betreutes Wohnen“ gefunden. Deshalb habe er sich zurückgezogen und der unterschriftsreife Vertrag seit Ende April 2019 nichtig geworden. Bis Oktober zogen sich die Gespräche mit weiteren Interessenten hin, ehe „der Knoten platzte“ und der notarielle Vertrag mit einem neuen Käufer könne nun erstellt werden. Details, so der Vorsitzende, werde er aber erst nach Unterschrift bekannt geben. Leider habe man somit ein Jahr verloren. Aber es sei „ein Silberstreifen am Horizont“ zu erkennen.

Neue Halle des TSV Illertissen: Architekt kann erst jetzt mit der Arbeit beginnen

Zum zweiten Teilbereich „Hallenbau“ berichtete Ulrich Hartmann, er sei bereits zur Unterschrift des Erbpachtvertrages für das Baugrundstück beim Notar gesessen. Dort hätten sich aber buchstäblich in letzter Minute „ungeklärte Formalien“ herausgestellt, die schließlich „unüberwindbar“ geworden seien. Dem Vernehmen nach handelte es sich dabei um alte Erbrechtsbestimmungen, die im November 2019 zum endgültigen Aus für den Vertrag geführt hatten. Man stehe seither, so Ulrich Hartmann, in regem Austausch mit der Stadt Illertissen, um als „Plan B“ ein stadteigenes Grundstück für 99 Jahre in Erbpacht zu bekommen. Auch hier könne aber, so der Vorsitzende, Näheres erst bekannt gegeben werden, wenn alles „in trockenen Tüchern“ sei.

TSV-Halle: Anfang 2021 könnte es mit dem Neubau losgehen

Für den dritten Teil des Vorhabens, die Hallenplanung, sei zwar schon im Sommer 2019 ein Architekt ausgewählt worden. Dieser könne aber erst jetzt mit der Arbeit beginnen, weil nun der Zuschnitt des neuen Grundstückes feststehe. Im Dezember habe der Verein dem Architekten den Planungsauftrag erteilt. Auch kenne man erst seit Kurzem den Erlös für das bisherige TSV-Gelände. Dieser wiederum stellt die Finanzierungsgrundlage für den Hallenbau dar.

Beim vierten Thema, der Verlegung der Tennisplätze, habe der Verein zunächst ähnlich wie beim Hallen-Neubau die Zusage für die Pacht eines Grundstückes gehabt. Als die Verantwortlichen daraufhin die erforderlichen Genehmigungen positiv abgeklärt hatten, sei auch hier die ursprüngliche Zusage zurückgezogen worden. „Wir stehen an der Grundlinie bereit für den Aufschlag, wissen aber noch nicht genau, wohin dieser gehen soll“, veranschaulichte Hartmann die Lage im Bereich Tennisplätze. Auch in dieser Angelegenheit könne er zu neueren Verhandlungen nichts Konkretes berichten, um diese nicht zu gefährden.

Vorsitzender des TSV Illertissen: "Es sieht wieder sehr gut aus"

Der Erste Vorsitzende fasste zusammen: Man habe insgesamt mehrere „Wirkungstreffer“ zu verkraften gehabt, nun aber sehe es „wieder sehr gut aus“. Wenn alles wie jetzt erhofft laufe, könnten die Verträge in den einzelnen Teilbereichen des großen Vorhabens – Verkauf des bisherigen Geländes, Hallen-Planung und -Neubau sowie Tennisplatz-Verlegung – bereits im kommenden Februar „unter Dach und Fach“ sein. Dann sollen die Pläne für die Halle bis Ende 2020 genehmigungsreif sein und Anfang 2021 könne mit dem Neubau der Halle begonnen werden.

Bürgermeister Jürgen Eisen versicherte beim Neujahrsempfang, dass die Stadt darum bemüht sei, Lösungen zu finden. „Beim Baywa-Baugebiet haben wir drei Jahre lang Eidechsen gejagt“, tröstete Eisen den TSV-Vorstand wegen der Verzögerungen bei der Hallenplanung.

Beim Faschingsumzug in Illertissen hatte die Polizei einiges zu tun. Mehr dazu lesen Sie hier:

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