Newsticker

Söder warnt vor einer Lockerung der Corona-Regeln über Silvester
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Tiefe Bässe, Rhythmus und mitreißende Musik

Babenhausen

30.12.2017

Tiefe Bässe, Rhythmus und mitreißende Musik

In besonderer Besetzung lieferte das Ensemble and Drums“ im Theater am zwei mitreißende Konzerte. Das Bild zeigt (von links) Michael Müller, Stephan und Florian .

Das Ensemble „2Low and Drums“ begeistert in Babenhausen das Publikum. Was die Gruppe so besonders macht.

Zuerst spielte nur das Schlagzeug den Rhythmus. Nach und nach kamen weitere Klangfacetten dazu, die sich dank der Loop-Station – eines Tonbands zur unveränderten Wiederholung einzelner Sequenzen – langsam zum Orchester formierten. Das bildete die ideale Basis, auf der Eufonium und Tuba die Melodie des Ohrwurms „Stand by me“ mit Variationen und Raffinessen zum besonderen akustischen Erlebnis machten. Die zahlreichen Besucher der beiden Konzerte des Ensembles „2Low and Drums“ im Theater am Espach in Babenhausen durften viele weitere Höhepunkte genießen.

Gemeinsam mit Stephan Hutter aus Wangen (Perkussion und Keyboard) haben sich die beiden Profimusiker Michael Müller (Eufonium) aus Winterrieden und Florian Hatzelmann (Tuba) aus Oberroth vor fast drei Jahren zum Ensemble formiert. Nachdem sie bereits im Jahr 2015 mit mitreißenden Klangerlebnissen begeistert hatten, übertrafen sie diesmal die Erwartungen des Publikums bei Weitem. Bereits der Name „2Low and Drums“ verrät die besondere Besetzung des Ensembles. Denn die Kombination aus Tuba – als tiefstes Blechblasinstrument – mit dem klanglich etwas höher liegenden Eufonium ist selten. Die „2“ steht dabei entweder für die beiden Musiker, kann aber ebenso mit dem englischen Wort „to“ (deutsch: zu) übersetzt werden. Das Wort „low“ bedeutet „tief“ und soll die Tonlage von Eufonium und Tuba ausdrücken. Komplettiert wird das Ensemble mit den Drums, dem Schlagwerk.

Ob beim Popsong „Happy“ von Farrow Willliams, Michael Jacksons „Human Nature“ oder im Ohrwurm „Don’t worry, be happy“ waren die Musiker mit ganzer Präsenz auf der Bühne, spielten ihre Instrumente weit über das übliche Klangfundament hinaus und ließen ihrer Spielfreude ungezügelten Lauf. Auch im spannungsgeladenen Medley aus Filmmelodien („Mission Impossible“, „James Bond“ oder „Fluch der Karibik“) lieferten die drei eine super Show. Sie ließen erkennen, wie vielseitig ihre Instrumente sein können, wenn sie so gefühlvoll, farbig und mitreißend gespielt werden.

Nachdem Michael Müller und Florian Hatzelmann in einem Solo ihre „Tornado-Zungen“ gefordert hatten, zeigte sich das Trio auch in Songs wie „Face“ von George Michael, „Shape of you“ von Ed Sheeran oder „Knights of Cydonia“ von Muse witzig, überraschend und geradezu umwerfend. Mit einer Vielzahl an technischen Effekten zeichneten die Musiker fantastische Stimmungsbögen und Harmonien auf.

Das, was scheinbar leicht und locker von der Bühne kam, entsprang bewundernswertem Können. Dabei ließen die drei keine Routine spüren, sondern musizierten mit virtuoser Technik. Der Spaß, den sie selbst hatten, übertrug sich bei jedem Stück auf das Publikum. Der als Zugabe präsentierte Popsong „Fix you“ der britischen Band Coldplay klang vielen auf dem Heimweg nach.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren