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Vöhringen

02.01.2019

Wenn die Michaelskirche zum Konzertsaal wird

Sie verwandelten die Kirche St. Michael in Vöhringen in einen Konzertsaal: Die Mitglieder der Singgruppe „Wir-r-sing“ hatten viel zu bieten.
Bild: Ursula Katharina Balken

Singgruppe „Wir-r-sing“ begeistert mit einem vielschichtigen Konzert in Vöhringen. Was es zu erleben gab.

Dieses Konzert der Singgruppe „Wir-r-sing“ war eine Premiere: Zum ersten Mal gaben die Sängerinnen und Sänger ein Konzert in der Vöhringer Pfarrkirche St. Michael. Die Zuhörer zeigten sich angetan vom vielschichtigen Programm, sodass nach jedem Beitrag der Beifall aufbrandete und am Ende sich die Besucher von ihren Plätzen für den Schlussapplaus erhoben. Ein Sympathiebeweis für das ansprechende Programm, das Chorleiterin Magda Cerna mit viel Fingerspitzengefühl zusammengestellt hatte.

Sängerische Qualitäten gepaart mit stimmlichen Nuancierungen bestimmten Lieder wie „Come and blow, winter wind“ von Joachim Fischer und „Luleise Gottessohn“, ein aus Polen stammendes Wiegenlied. Strahlend erklang das „Freue Dich Welt“ von Händel. „Sana, Sananina – praise the Lord“ erklang im besten Gospel-Sound. „Praise You“ von Elizabeth Goodine bot eine Überraschung. Mit jugendlich schöner Stimme, ohne Scheu vor den zahlreichen Zuhörern, sang die kleine Katharina Zell diese wunderschöne Melodie, während die nur wenig ältere Helen Sophie Schmitt vor dem Zelebrationsaltar die Musik in zarte Bewegungen umsetzte.

Vielfältiges Programm in Vöhringen

Wie vielfältig das Programm zusammengestellt war, konnten die Besucher dem wunderschönen Lied „Tebe Poem“ des russischen Komponisten Dmitri Bortniansky entnehmen, das wie „Rorando caeli defluant“ von Jan K. Vodnansky durch sein farbiges Klangvolumen auffiel. „Angels we have heard on high“ mit dem Refrain „Gloria in excelsis Deo“ wurde zur klingenden Freude über Christi Geburt. „Chiara é la notte“ bot den Solistinnen Greta Henn, Silvia Sieger, Katharina Zell und Helen Sophie Schmitt Gelegenheit, ihre jugendlich klaren Stimmen zum Klingen zu bringen.

Das italienische „Ave Maria“ von Giulio Caccini wurde zu einem musikalischen Dialog zwischen Solisten und Chor. Birgit Eisenhofer mit ihrem glasklaren Sopran und Silvia Sieger in der gleichen Tonlage sangen „Do you hear what I hear?“ von Regney/Shayne und berührten damit Herz und Gemüt der Besucher.

Kraftvolles Orgelspiel in der Kirche St. Michael

Dass Daniel Gräser virtuos das Instrument Orgel beherrscht, zeigten „Noel X – Grand Jeu et Duo“ von Louis Claude Daquin und eine beeindruckte Improvisation der heimlichen Nationalhymne der Schotten „High Cathedral“ von Roever/Korb. Gräser griff kraftvoll in die Manuale, zog alle Register und die emotionsvolle Komposition durchströmte den Kirchenraum, um zart und schlicht auszuklingen.

Nach der Eigenwerbung für den Chor, bei dem Vorsitzender Hans Georg Pabst es besonders gut meinte und auch auf die Homepage hinwies und dass neue Sänger immer willkommen sind, gab es noch eine Zugabe. Sie war Schlusspunkt eines Konzertes, das nicht überfrachtet war. Es traf den Nerv der großen Zuhörergemeinde.

Chorleiterin Cerna hat einen Chor geformt, der nahezu jedem Anspruch gerecht wird. Musikalisch ausgefeilt, mit den Instrumentalsolisten Daniel Gräser (Orgel und E-Piano) sowie Ulrike Petermann (Querflöte), die einmal mehr als versierte Solistin überzeugte, war das Konzert ein emotionaler Abschluss des alten Jahres und eine stimmungsvolle Begrüßung des neuen.

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