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Vöhringen

09.01.2019

Wer könnte in Karl Jansons Fußstapfen treten?

Karl Janson ist Bürgermeister der Stadt Vöhringen.
Bild: Stadt Vöhringen

Die Vöhringer CSU denkt schon über die kommende Wahl des Bürgermeisters nach. Was sagt eigentlich der jetzige Rathauschef dazu?

Wird die Vöhringer CSU bei den 2020 anstehenden Kommunalwahlen einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt schicken? Diese Frage wird durch Spekulationen genährt, die CSU-Ortsverbandsvorsitzender Markus Prestele beim Dreikönigs-Treffen seiner Partei losgetreten hat. Es geht laut Prestele um die Kernfrage, ob der jetzige Bürgermeister Karl Janson eine fünfte Wahlperiode anstreben wird oder nicht.

Prestele versprach bei dem Treffen, die Mitglieder rechtzeitig über aktuelle Planungen zur Stadtratsliste zu informieren und sie auch zum Thema Bürgermeisterkandidat zu unterrichten. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte Prestele: „Nachdem sich Herr Janson bisher noch nicht klar geäußert hat, ob er zu den Wahlen 2020 erneut als Bürgermeisterkandidat antreten oder sich in den verdienten Ruhestand verabschieden wird, kann ich die Frage nach einem möglichen CSU-Kandidaten nicht beantworten.“ Aber Prestele betonte auch, dass sich die Vöhringer CSU mit diesem Thema durchaus schon befasst hat. Die CSU sei für zwei Varianten vorbereitet. Mehr wolle er aber im Moment nicht preisgeben. Eine etwas sibyllinische Aussage, was aber heißen könnte: Die Partei rechnet mit einer erneuten Janson-Kandidatur und räumt einem eigenen Kandidaten dann wenig Chancen gegenüber dem Amtsinhaber ein und verzichtet auf die Benennung eines eigenen Bewerbers. Oder aber sie hat einen geeigneten Mann oder eine geeignete Frau in petto, der oder die dann den Hut in den Ring werfen wird.

Spekuliert wird, dass der 44 Jahre alte Michael Neher als möglicher Kandidat in Frage kommen könnte. Der Rechtsanwalt habe als Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat an Profil gewonnen und deshalb Chancen, heißt es.

Spekulationen: Und was sagt der Bürgermeister dazu?

Bürgermeister Karl Janson hielt sich auf Anfrage bedeckt: „Ich werde mich zu diesem Zeitpunkt nicht äußern.“ Der Stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende, Wilfried Maier, sagte zu dem Thema: „Wir haben uns konkret bisher keine Gedanken über eine Stadtratsliste noch über einen Bürgermeisterkandidaten gemacht.“ Aber, so Maier: „Wenn jemand gegen Janson antritt, wird er es schwer haben.“

Peter Kelichhaus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Vöhringer Stadtrat, äußerte sich diplomatisch: „Wir werden diese persönliche Entscheidung Bürgermeister Janson überlassen, ob er in eine neue, sechsjährige Amtsperiode gehen will oder nicht“, sagte er. Janson war 1996 von der Vöhringer Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) als Kandidat benannt worden.

Trotz aller Spekulationen: Amtsinhaber Janson kann sich mit seiner Entscheidung noch Zeit lassen. Wenn die Kommunalwahlen voraussichtlich am Sonntag, 15. März 2020 stattfinden, muss 52 Tage vorher die Bewerbung um eine Kandidatur bei der Stadt eingereicht werden. Das wäre dann der 23. Januar 2020, 18 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wäre Janson 65 Jahre alt. Da wäre eigentlich das Rentenalter erreicht. Er könnte aber wieder antreten, weil sich ein Bürgermeisterkandidat nach einer Änderung des Gemeinde-und Landkreis-Wahlgesetzes bis zum 67. Lebensjahr um ein Amt bewerben kann – vorausgesetzt er kann vor dem 1. Mai seinen 67. Geburtstag feiern. Ein dann gewählter Bürgermeister bliebe wie üblich sechs Jahre im Amt. So die Aussage von Stefan Hatzelmann, Fachbereichsleiter für kommunales Wahlrecht am Landratsamt.

Wahlen: Karl Janson trat 1996 zum ersten Mal an

1996 trat Janson zum ersten Mal an, um Nachfolger von Erich Josef Geßner zu werden. Er hatte zwei Gegenkandidaten – Hans Gutter von der CSU und Werner Zanker von der SPD. Gutter fiel beim ersten Urnengang raus. So kam es zur Stichwahl zwischen Janson und Zanker, die Ersterer für sich entscheiden konnte. Bei der Wahl 2002 gab es keinen Gegenkandidaten für Janson, wohl aber 2008. Da wurde Susanne Salzmann von der CSU, jetzt Stadträtin in Neu-Ulm und im Kreistag vertreten, ins Rennen geschickt – allerdings ohne Erfolg. 2014 war es der parteilose Stefan Heiß, der ins Rathaus wollte und abblitzte. Janson ist bei der Bevölkerung beliebt, heißt es in Vöhringen. Er nähme sich den kleinen Gruppen und Vereinen an, ohne die großen zu vernachlässigen.

Politisch ging es auch beim Dreikönigstreffen zu: Markus Ferber macht sich in Vöhringen für Europa stark

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