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21.05.2015

(om) war eine eigene Marke

Zerzaust die Haare und verschmitzt lächelnd: So kannten und schätzten die Kollegen ihren Otto Mittelbach. Am Sonntag ist er gestorben.
Bild: Meyke

Trauer um Otto Mittelbach

Später schrieb er unter dem Autorenkürzel (ch). Aber da war die ursprüngliche Abkürzung seines Namens an den Zeitungsartikeln schon längst ein Markenzeichen. „(om)“ stand für Otto Mittelbach. So hieß er in der IZ-Redaktion und so kannten ihn die Menschen in Illertissen und Umgebung als Vertreter ihrer Heimatzeitung. Die Illertisser Zeitung spielte eine große Rolle im Leben des Otto Mittelbach und er verkörperte die IZ. Seit 1958 war er Teil des Redaktionsteams, als hochmögender Musikkritiker geachtet, als Mann der klaren Worte in allen Sparten des Zeitungsjournalismus zuhause. Bis zuletzt hat er als „Mollo“ augenzwinkernd Glossen geschrieben. Am Sonntagabend ist unser (om) gestorben. Er war 89.

Seine Liebe gehörte der Familie, seiner vor zehn Jahren gestorbenen Frau Maria, den fünf Kindern sowie der Schar Enkel und Urenkel. Mittelbachs Leidenschaft war die Musik. Im Sudetenland geboren, saß der Unternehmersohn aus der ersten Komotauer Wurst- und Fleischkonservenfabrik lieber am Klavier. Nach Kriegsgefangenschaft und Vertreibung machte er die Musik zum Beruf; zuerst als Dirigent in Augsburg und Bobingen, wo er seine Frau kennenlernte. 1957 leitete Otto Mittelbach einen Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen und 1958 kam er als Musiklehrer ans Kolleg in Illertissen. Bis 1973 dirigierte er den MGV. Er leitete Chöre in Senden und war Chorregent von 1986 bis 2000 in St. Martin Illertissen. Er komponierte, forschte mit Hingabe in Archiven und entdeckte dabei den Illertisser Komponisten Johann Wilhelm Schäffer neu. Zudem war er 25 Jahre bei Ruku Leiter der Mahn- und Werbeabteilung.

Für seine Verdienste ist Otto Mittelbach 2014 mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. (rp)

Dienstag, 26. Mai, 14 Uhr, in St. Martin; anschließend Beisetzung auf dem Waldfriedhof

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