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15.07.2020

Am Ende geht Alina Reh die Puste aus

Gespannter Blick auf die Zeit: Es hat nicht ganz gereicht.
Bild: Peter Hausner

Sechs Sekunden fehlen zum Rekord

Sie ging vom ersten Meter an „all in“. Doch der Mut von Alina Reh wurde beim Fünf-Kilometer-Straßenlauf in Berlin nicht belohnt. Im Ziel war die Langstrecklerin vom SSV Ulm 1846 in 15:22 Minuten zwar die Schnellste. Aber zum angepeilten deutschen Rekord über die selten gelaufene Distanz fehlten der 23-Jährigen am Ende sechs Sekunden. Die Bestmarke hatte die deutsche Marathon-Rekordlerin Irina Mikitenko vor 20 Jahren aufgestellt. Trösten durfte sich Alina Reh mit der weltweit zweitschnellsten Zeit des Jahres über die fünf Kilometer auf der Straße.

„Ich hatte eine Zeit unter 15 Minuten angepeilt und dachte, es flutscht“, sagte Alina Reh, die in einem gemischten Rennen antrat. Den ersten Kilometer absolvierte die Laichingerin in schnellen 2:53 Minuten. Vielleicht war das ein wenig zu offensiv. Auch bei der 3000-Meter-Marke (8:55) sah es noch nach der ersten „unter 15“ der Karriere für die U23-Europameisterin aus. Doch auf den letzten beiden Kilometern (3:10 und 3:17 Minuten) verließen dem Schützling von Trainer André Höhne die Kräfte. So war der Rekord nicht mehr zu schaffen. „Ich habe was riskiert, aber es ging nicht ganz auf“, sagte Alina Reh, die nach wie vor hohe Trainingsumfänge von durchschnittlich etwa 160 Kilometern pro Woche absolviert und zuletzt in Kienbaum östlich von Berlin trainiert hat.

In zwei Wochen soll es dann mit der ersten 14er-Zeit der Karriere klappen. Dann startet Alina Reh bei der Sparkassen-Gala in Regensburg erstmals in diesem Jahr über 5000 Meter auf der Bahn. Die kurze „Corona-Saison“ wird im September für die EM-Vierte über 10000 Meter beendet sein. Dann beginnt Alina Reh ihre Grundausbildung bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr. (az)

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