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Regionalliga Südwest

18.08.2017

Zwei Mann und wenig Worte

Sven Ackermann unterstützt Tobias Flitsch nach Kräften, ist bei den Ulmern aber auch noch Trainer der U19.
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Sven Ackermann unterstützt Tobias Flitsch nach Kräften, ist bei den Ulmern aber auch noch Trainer der U19.

Tobias Flitsch ist bei den Spatzen jetzt erst einmal mit Unterstützung von Sven Ackermann Kommandogeber. Er verrät vor dem Spiel in Mainz wenig von seinen Plänen

Spiel eins nach Stephan Baierl, und dann gleich ein ganz wichtiges. Nach drei Niederlagen zum Auftakt der neuen Saison in der Regionalliga Südwest hat der Trainer des SSV Ulm 1846 Fußball am Dienstagabend, wie berichtet, zum Wohl der Mannschaft seinen Job aufgekündigt und nun steht die Mannschaft unter Druck. Sie tritt morgen um 14 Uhr bei Aufsteiger TSV Schott Mainz an, ein für die Spatzen ziemlich unbeschriebenes Blatt. Wie die Ulmer haben die Mainzer noch keinen Punkt auf ihr Konto gebracht und werden versuchen, dies gegen die verunsicherten SSV-Kicker zu ändern, um nicht selbst frühzeitig den Anschluss zu verlieren. Das droht der Ulmer Mannschaft, die morgen und sicher noch etwas länger von Baierls Co-Trainern Tobias Flitsch und Sven Ackermann betreut wird, auch. Eine Niederlage bei den Mainzern, deren Motto „Blaues Herzblut – breite Brust“ lautet, wäre fatal. Fürs Selbstvertrauen der Spieler wäre eine solche Gift und am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) steht die schwere Hausaufgabe gegen die TSG 1899 Hoffenheim II auf dem Programm.

Es ist kaum zu vermuten, dass die Ulmer in Mainz mit breiter Brust auflaufen. Aber sie müssen sich ohne Ende reinhängen, müssen zeigen, dass Baierls Rücktritt den gewünschten Effekt bringt, dass sie das Fußballspielen nicht verlernt haben. Die Mannschaft besitzt durchaus Potenzial, in der Liga eine gute Rolle zu spielen. Sollten die dazu nötigen Impulse von Trainer Baierl zuletzt gefehlt haben, so können nun neue kommen.

Welche, das bleibt abzuwarten. Thomas Flitsch, der zusammen mit Sven Ackermann das Team betreut, aber letztlich der Kommandogeber ist, auch weil sein Kompagnon noch Trainer der U19 ist, gibt sich höchst bedeckt. „Wenn ein Wechsel stattfindet, wird zunächst viel mit den Spielern kommuniziert“, erklärte er gestern. „Das Team muss funktionieren, wir brauchen Punkte. Und das Team will sie auch.“ Flitsch verrät, dass er seine eigene Fußball-Philosophie habe, ohne sie zu erklären. Statt dessen sagt er: „Man muss erst an den kleinen Stellschrauben drehen.“ An welchen verrät er ebenfalls nicht. Wie auch der Sportliche Leiter Lutz Siebrecht dazu erläutert, wolle man den Mainzern nicht verraten, was man vorhat. So erfährt man nichts zur Taktik am Samstag und nichts dazu, ob es bei der Mannschaftsaufstellung Änderungen gebe. Nur so viel macht Tobias Flitsch deutlich: „Klar, dass wir auswärts keine fünf Gegentore bekommen dürfen. Wir müssen vorne anfangen zu verteidigen. Alle Spieler geben Gas, alle wollen in Mainz dabei sein.“ Immerhin äußert sich Flitsch zur Torhüterfrage: „An Holger Betz lag es nicht, dass es für uns drei Misserfolge gab. Es ist wichtig, in so einer Phase einen routinierten Torhüter zu haben.“

Für Flitsch, Ackermann, Siebrecht und Sportvorstand Anton Gugelfuß ist klar: „Unser Fokus ist nur auf die Partie am Samstag gerichtet, alles andere blenden wir erst einmal aus.“ So wird auch über den Gegner wenig gesagt. Flitsch berichtet, dass er von diesem Videos gesehen und festgestellte habe, dass Mainz in den beiden bisherigen Partien mit unterschiedlichem Spielsystem operiert habe. „Wir haben Respekt vor dem Gegner und sind gut vorbereitet“, so der Interimstrainer. Man wird sehen. Gespielt wird auf Kunstrasen und auf dem haben die Spatzen noch trainiert.

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