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Obergessertshausen

24.04.2019

Aichen plant drei neue Baugebiete

„Im Unterfeld“ von Obergessertshausen befindet sich mit rund 3,7 Hektar das größte vorhandene Baugebiet der Gemeinde Aichen. Es soll in zwei Etappen erschlossen und bebaut werden.
Bild: Karl Kleiber/Gemeinde Aichen

Der Gemeinderat in Aichen berät mit dem Planer über künftige Baugründe. Beim bestehenden „Kirchfeld“ befürwortet das Gremium einige Änderungen.

Bei der jüngsten Sitzung der Gemeinderäte beantragte Aichens Bürgermeister Alois Kling die Aufnahme von gleich zwei außerplanmäßigen Tagesordnungspunkten, die das Gremium auch genehmigte. Zum einen ging es um Änderungen im fast fertiggestellten Baugebiet „Kirchfeld“ auf der östlichen Anhöhe von Aichen, zum anderen über die Vorplanung von drei neuen Baugebieten in Aichen, Memmenhausen und Obergessertshausen. Zudem wurden Datenschutzbeauftragte nominiert.

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Baugebiete: Baugrund ist momentan überall sehr gefragt und Aichen hat das Bestreben, dass Bauwillige und junge Familien in der Gemeinde bleiben oder herziehen sollen, so Bürgermeister Kling zur Einführung in das Thema „Baugebiete“. Er hatte Eugen Riedler aus Langenneufnach, der in der Gemeinde schon öfters planerisch tätig war, eingeladen, um über die Vorplanung der Areale in den drei Ortsteilen zu diskutieren. In Aichen ist ein Gebiet am „Weiherweg“ am südlichen Ortsausgang vorgesehen. Das vorhandene Baugebiet „Im Oberfeld“ von Memmenhausen soll nach Norden erweitert werden.

Über ein zu bebauendes Areal „Im Unterfeld“ von rund 3,7 Hektar verfügt Obergessertshausen als größter Ortsteil. Dies ist in zwei Etappen zur Bebauung vorgesehen. Riedler erläuterte, dass er für jedes der Gebiete verschiedene Bebauungs-Varianten ausarbeiten werde. Er wolle nur wissen, wie groß die einzelnen Parzellen werden sollen, der Trend gehe zu kleineren Plätzen, die zwischen 500 und 700 Quadratmetern liegen. Er werde den Räten die Vorplanung zukommen lassen, diese können dann bis zu einer der nächsten Sitzungen ihre Vorbedingungen und Anschauungen einfließen lassen. Diese wurden bereits kürzlich in einem Arbeitskreis fixiert.

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Aichen: Baugebiet "Kirchfeld" bekommt Bäume und Granitstelen

Kirchfeld: Für das Baugebiet „Kirchfeld“ in Aichen beantragte Riedler eine Änderung an der engkurvigen Auffahrt zu diesem inzwischen bebauten Areal. Der vorhandene Bordstein sei zu niedrig, denn bei Schnee oder Eis könnten Fahrzeuge rutschen, diesen überfahren und die steile Böschung hinabstürzen. Als Abhilfe wären auf 16 Metern Länge Stelen aus Granit möglich, die bei einem Aufprall abbrechen und das Fahrzeug aufhalten. Man könnte auch große Granitsteine verbauen. Dazu müsste das Bankett verbreitert werden, damit Fußgänger bei drohender Gefahr einen Fluchtraum haben. Richtig wäre, so Riedler, eine Leitplanke, die sicher nicht zur Verschönerung des Neubaugebietes beitragen würde. Letztendlich einigte man sich auf große Granitsteine.

Im östlichen Teil des „Kirchfeldes“ wurde zur Wasserableitung eine Mulde ausgebildet, die auf einer Fläche von ungefähr 1250 Quadratmetern bepflanzt werden müsse. Vorgesehen sind pro Quadratmeter ein Strauch und insgesamt 15 heimische Bäume. Geschätzte Kosten: rund 13500 Euro. Auch hier war das Gremium einverstanden.

Gemeinderat bestellt Datenschutz-Beauftragte

Stellungnahme: Im Zuge der Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange wurde Aichen um eine Stellungnahme zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet Nord II“ der Gemeinde Eppishausen gebeten. Da dieser die Belange von Aichen nicht berühre, werde man keine Anmerkungen machen, hieß es in der Gemeinderatssitzung.

Datenschutz: Der Landkreis beabsichtigt, auf Kreisebene einen Datenschutz-Beauftragten zu bestellen, der von allen Kommunen des Kreises mitgetragen werden müsse. Da das Thema Datenrecht recht komplex sei, werde dieser auch die Kommunen beraten. Einstimmig beschloss das Gremium, Eleonore Elbs als Beauftragte und VG-Kämmerer Leo Sirch als Koordinator zu bestellen.

Umweltwoche: Der Bürgermeister informierte, dass auch heuer wieder in allen drei Ortsteilen die Umweltwoche erfolgreich durchgeführt wurde, wofür er sich bei den Sammlern bedankte.

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