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Edenhausen

01.12.2019

Alte Schule in Edenhausen ist ein Sorgenkind

Zum Dauerthema in den Bürgerversammlungen im Krumbacher Stadtteil Edenhausen ist der Zustand der ehemaligen Schule geworden. Die dringend notwendige Sanierung außen wie innen lässt noch immer auf sich warten, sodass das Gebäude zum „Sorgenkind“ geworden ist.
Bild: Werner Glogger

Bürger wollen eine Sanierung des Gebäudes. Wie das neue Baugebiet in dem Krumbacher Stadteil die Einwohnerzahl steigen lässt.

Die Sanierung des Krumbacher Schulzentrums bewegt auch die Gemüter in der Stadtteilgemeinde. Das zeigte sich deutlich bei der Bürgerversammlung im Saal des Gasthauses Günzer, bei der die Besucher neben einem ausführlichen Rechenschaftsbericht durch Bürgermeister Hubert Fischer in der Diskussionsrunde ihre Anliegen, Kritik oder Vorschläge zu verschiedenen Themen vorbringen konnten.

Dabei zeigte sich, dass auch das ehemalige Schulgebäude in Edenhausen seit Jahren zu einem Sorgenkind geworden ist und weiterhin die Frage im Raum steht: Wann wird die dringend notwendige Sanierung des stadteigenen Gebäudes in Angriff genommen. Mehrere Redner aus den Reihen der rund 50 Besucher befürchten, dass der jetzt schon desolate Zustand sich noch verschlimmert und speziell der Schützenverein, aber auch die Jugendgruppe ihr Domizil infolge des Zustandes oder Auflagen zum Brandschutz nicht mehr nützen können. Obwohl ein Arbeitskreis mit Vertretern der betroffenen Vereine und der Stadt Lösungen zur Behebung der Schäden ausgearbeitet hat, sei bisher nichts geschehen, wurde moniert.

Die Sanierung steht nicht auf der Prioritätenliste der Stadt Krumbach

Bürgermeister Fischer ergänzte, dass es schon zwei Mal einen Beschluss zu einer Sanierung gegeben habe, Priorität habe jedoch die Erfüllung der Pflichtaufgaben der Stadt, wie Schaffung von Kindergartenplätzen, Tagesbetreuung und Wohnungen, die staatlicherseits gefordert werden. Schon jetzt habe man in personeller Hinsicht Mühe zur Abwicklung aller Vorhaben. Hinzu kämen die gegenwärtig laufenden Überlegungen und Planungen zu einer vernünftigen Lösung bei der Sanierung des Sportzentrums. „Das Geld für die Reparaturen in eurer Schule wäre da, aber wir können nicht alles auf einmal bewerkstelligen“, sagte Fischer und schlug vor, dass die Vereine mit Eigeninitiative kleinere Reparaturen erledigen könnten, wobei sich die Stadt zur Übernahme der Materialkosten bereit erkläre. Den Vorwurf, die Stadt lasse die Vereine im Stich, ließ der Rathauschef nicht gelten.

Alte Schule in Edenhausen ist ein Sorgenkind

Bezüglich der Installation und dem Standort von Stelen auf dem örtlichen Friedhof hätte man sich mit Vertretern der Pfarrgemeinde absprechen können, wurde bedauert und darauf hingewiesen, dass nach den notwendigen Baumfällungen im Bereich der Grotte eine neu angelegte breite Schneise das Erscheinungsbild der Gebetsstätte nachteilig beeinflusse. Fischer will sich das ansehen.

In Frage gestellt wurde auch die Notwendigkeit eines weiteren Spielplatzes im neu erschlossenen Baugebiet „Höllschlucht“. Dazu äußerte sich Fischer, dass der Spielplatz Bestandteil des Bebauungsplanes sei und die Benutzung für die Kleinkinder gedacht sei, während der Platz an der Zeller Straße mehr den „Größeren“ vorbehalten sei. Eine „Umsiedlung“ und Ergänzung der entsprechenden Spielgeräte seien dazu vorgesehen.

Auch zum Projekt Sportzentrum haben die Edenhauser etwas zu sagen

Weitere Wortmeldungen betrafen wie erwartet die Sanierung des Sportzentrums in der Kernstadt, das der Bürgermeister in seiner Präsentation eingehend darstellte. Darin enthalten ist auch eine Chronologie, die unter anderem die mehrheitlich gefassten Beschlüsse von 2015 „Ersatzneubau Mehrzweckhalle“, 2016 „Ausgabeküche für 500 Essen“ und 2017 „kompletter Ersatzneubau (einschließlich Bad), die Androhung des Landrats-, Gesundheitsamtes zur Schließung und den 2019 eingereichten Förderantrag bei der Regierung von Schwaben enthält. „Damit wären doch eindeutige Fakten geschaffen, die eine Realisierung des Projekts ermöglichen. Die Stadt müsste doch zu den Beschlüssen stehen. „Warum jetzt die endlosen Debatten und Diskussionen, die den Zeitplan verzögern“, hinterfragte ein Bürger. Er stehe nach wie vor zu einem Ersatzneubau, so Fischer, aber man müsse auch andere Meinungen, wie sie jetzt verstärkt und auch im laufenden Bürgerbegehren geäußert würden, berücksichtigen. Zudem sei der Kostenanteil für die Stadt, wie er sich momentan ergäbe, erheblich. Da müsse mit den Nachbargemeinden, die die Sportanlagen mitbenutzten noch gesprochen werden, aber auch die in Aussicht gestellte staatliche Förderung sei nicht akzeptabel und man müsse darüber noch verhandeln. Im Rechenschaftsbericht informierte Fischer über Zahlen zu Einnahmen und Ausgaben im städtischen Haushalt, Projekte und Sanierungen, die abgeschlossen oder noch im Bau sind, Beschäftigtenzahl und Einwohnerstatistik. Demnach leben im Stadtteil aktuell 389 Einwohner, das ist ein Zuwachs von acht Personen. Dieser könnte sich mit dem Bau von Wohnungen im neuen Baugebiet „Höllschlucht“, in dem nach Bezug von acht Eigenheimen noch 26 Bauplätze zur Verfügung stehen, durchaus erhöhen, so Fischer. Er informierte weiter, dass nach Vorliegen der Endabrechnungen für die Erschließung des südlichen Teiles des Baugebietes im Frühjahr mit dem Verkauf der vier stadteigenen Grundstücke begonnen werde. Wünschenswert wäre, dass auch auf den Privatgrundstücken gebaut werden könnte, seien doch mit der bereits fertig gestellten Erschließung alle Voraussetzungen gegeben. Man wäre froh, wenn damit die Bemühungen der Stadt zur Schaffung von Wohnraum unterstützt würden, beschloss der Rathauschef seine Ausführungen zu diesem Thema.

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