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Krumbach

03.05.2019

Bekommt Krumbach bald eine Montessori-Kita?

Ist die Errichtung eines Montessori-Kindergartens in Krumbach möglich? Unser Bild zeigt das Titelblatt des Montessori-Elternbuchs. 

Eine neue Interessengemeinschaft in Krumbach sucht noch weitere Unterstützer. Sie wollen eine Kita nach der Montessori-Pädagogik gründen.

In Krumbach fehlen Kindergartenplätze – dem entgegenwirken will die Montessori-Interessensgemeinschaft. Die Eltern versuchen weiterhin, einen Kindergarten in Krumbach zu realisieren. „Erste Gespräche mit der Stadt Krumbach sind positiv verlaufen“, heißt es in der Mitteilung der Montessori-Interessengemeinschaft. „Zur Umsetzung der Idee fehlen jetzt Unterstützer des Projekts, die ein wenig Zeit einbringen können. Preislich unterscheidet sich eine Montessori-Einrichtung nicht von anderen Kindergärten“, betont die Interessengemeinschaft.

In den vergangenen Monaten seien bereits erste wichtige Planungsschritte unternommen und wichtige Kontakte geknüpft worden. Die Interessensgemeinschaft könne nicht nur auf die Unterstützung des Montessori-Landesverbandes zurückgreifen. Auch die Stadt Krumbach habe in ersten Gesprächen positives Interesse bekundet und würde einen Montessori-Kindergarten begrüßen und unterstützen.

Montessori-Einrichtungen seien nicht teurer als andere

Montessori bedeutet, das Selbstbewusstsein und die Entfaltung des eigenen Willens zu stärken und Kindern bedürfnisorientiert und liebevoll aktives Lernen zu ermöglichen. Montessori-Kindergärten arbeiten nach dem Motto „Hilf mir es selbst zu tun.“ Der Kindergarten wird dabei so gestaltet, dass die Kinder selbstständig Tätigkeiten ausführen können. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass Bastelmaterialien auf Kinderhöhe verstaut sind oder eine Küche auf Kinderhöhe zur Verfügung steht. Die Kinder sollen so Selbstständigkeit erlangen.

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Die Montessori-Pädagogik geht davon aus, dass Kinder in so genannten „sensiblen Phasen“ bestimmte Dinge lernen wollen, etwa erste Zahlen oder Buchstaben, handwerkliche Fähigkeiten, kreative Arbeiten, … Die Kinder haben daher immer Zugang zu Materialien aus verschiedensten Themenbereichen und wählen diese selbstständig aus. So soll bereits im Kindergarten die Freude am Lernen vermittelt werden. Die Erzieherinnen begleiten die Kinder dabei respekt- und liebevoll, beobachten viel, leiten nur auf Nachfrage an.

Entgegen häufiger Vorurteile sei ein Montessori-Kindergärten nicht teurer als andere Kinderbetreuungseinrichtungen. Lediglich ein Jahresbeitrag im Montessoriverband von etwa 120 Euro pro Familie sei zusätzlich aufzubringen.

Elternarbeit ist in Montessori-Einrichtungen üblich

Zur Umsetzung des Kindergartens sucht die Initiative nun weitere Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und sonstige Interessenten, die ein wenig Zeit investieren können. Es gibt vielfältige Aufgaben für verschiedenste Interessensbereiche.

Wie in vielen Kindergärten ist es auch in Montessori-Kinderhäusern üblich, dass die Familien sich einbringen. 40 Arbeitsstunden pro Jahr und Familie müssen in der Regel geleistet werden. Dabei kann zwischen zahlreichen Aufgaben, von kleinen Reparaturarbeiten, über die Mitarbeit im Elternbeirat bis zum Besorgen von neuen Materialien gewählt werden. Eltern, die sich jetzt bei der Gründung des Kindergartens einbringen, können die geleisteten Stunden im ersten Kindergartenjahr ihres Kindes anrechnen lassen. (zg)

Nähere Informationengibt es bei Daniela Pauker unter 0176/34745999 oder per Mail: danielapauker@gmx.de.

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