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Attenhausen

09.12.2019

Das sind die Themen, über die Attenhausen spricht

Die Stadt lässt Schüler und andere Fahrgäste, die den Omnibus benützen, nicht im Regen stehen. Am Halteplatz beim Bürgerheim bietet ein Bushäuschen Schutz vor den Witterungsunbilden.
Bild: Werner Glogger

In Attenhausen wurde bei der Bürgerversammlung vor allem über Verkehr, den Radweg nach Krumbach und ein Biberproblem diskutiert.

Die Bildpräsentation und ausführlichen Ergänzungen durch Bürgermeister Hubert Fischer boten in der Bürgerversammlung im Bürgerhaus in Attenhausen eine umfassende Möglichkeit, sich über den Jahresablauf in Zahlenstatistik, Projekte und sonstigem Geschehen im gesamten Stadtgebiet zu informieren. Gut 40 Stadtteilbürger verfolgten nicht nur die Ausführungen des Rathauschefs, sondern nahmen anschließend die Gelegenheit zu einer ausgiebigen Diskussion wahr. Zur Sprache kam unter anderem die Verkehrssituation innerorts wie auch in der Kernstadt, die Weiterführung des Radweges, der Wunsch auf längere Öffnungszeiten im Rathaus oder vom Biber verursachte Schäden.

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Attenhausens Bevölkerung ist um zwei Menschen gewachsen

Zunächst stellte Fischer das Bauvorhaben des Drogeriemarktes Müller auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Scheppach in einer Bildanimation vor. Dieses Projekt würde die innerstädtische Entwicklung wesentlich fördern und füge sich harmonisch in die umgebenden Gebäude ein“, war Fischer begeistert. Er hofft, dass Planung und Genehmigung zügig vorankommen. Das könnte sich auch positiv auf die Einwohnerentwicklung auswirken, denn seit 2012 geht durch Zuzüge und Geburten die Tendenz stark nach oben. Insgesamt sind es 13709 Einwohner, in Attenhausen leben mit einem Zugang von zwei aktuell 380 Personen. Fischer zeigte die Folgen auf, die durch eine solche Entwicklung in Bezug auf Infrastruktur, Wohnungsbau, Kindergartenplätze oder Schulen bewältigt werden müssen. In diesem Zusammenhang ging er auch auf die personelle Lage der Stadt ein, die derzeit sehr angespannt sei.

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So habe der Bauhof mit dezimierter Mannschaft ein umfangreiches Pensum an Arbeiten zu erledigen, das sich durch neue Baugebiete noch erweitert habe. Anhand einiger Beispiele zeigte Fischer, dass im Stadtgebiet 3683 Bäume, darunter 2878 Laubbäume, 427 Nadelbäume und 378 Obstbäume laufend zu kontrollieren und davon ausgehende Gefahren zu beseitigen sind. Ferner gibt es 850 Grünflächen auf 543517 Quadratmetern, die fünf bis 22 Mal (Schulsportplatz) gemäht werden müssen. Zur Verschönerung des Stadtbildes sind 650 Beete auf 137000 Quadratmetern mit Blumen, Sträuchern und Stauden bepflanzt. Ebenso prekär sei die Personalsituation in der Verwaltung, sodass einige Projekte vorläufig nicht in Angriff genommen werden können. In einem Sachstandsbericht gab Fischer einen detaillierten Überblick zur Entwicklung der geplanten Sanierung, bzw. Ersatzneubau des Schulsportzentrums.

Während zu diesem Thema keine Wortmeldungen erfolgten, gab es eine Anfrage, ob die Verkehrsführung am Krumbacher Ortseingang von Attenhausen kommend nicht entschärft werden könnte. Parkende Autos und die Engstelle seien Gefahrenstellen. Fischer meinte dazu, dass sich bei einem Parkverbot die Anlieger wiederum beschwerten. „Man kann es eben nicht allen recht machen.“

Eine Anliegerin monierte, dass in der Straße „Sommerseite“ zu schnell gefahren wird. Die Stadt wird dem Antrag zu einer Tempo-30-Zone entsprechen. Hingewiesen wurde auch auf den Zustand des ehemaligen Spielplatzes. Laut Stadtbaumeister Björn Nübel sei das Grundstück „zugemüllt“, man werde aber prüfen, etwas Vernünftiges daraus zu machen.

Rettungswagen irrtümlich auf Feldweg gelotst

Ferner solle auf der Ausgleichsfläche, die vor 15 Jahren bei der Anlage des Baugebietes nordwestlich von Attenhausen als Ökofläche ausgewiesen wurde, Blumen, Sträucher und Bäume angepflanzt werden, so ein Vorschlag. Ein Bürger wies darauf hin, dass in den Karten der Navis die Zufahrt zum Bürgermeister-Kunzmann-Weg nicht korrekt ersichtlich ist, fremde Fahrzeuglenker und sogar der Rettungswagen werden irrtümlich auf einen Feldweg gelotst. Nübel bedauerte, dass die Stadt hier nichts ändern könne.

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Nichts ändern werde sich auch an der Weiterführung des Radweges entlang der Straße von Krumbach nach Attenhausen, musste Fischer enttäuschen. Der Radweg könne nur in Verbindung mit der Neutrassierung der Straße realisiert werden, was sich als schwierig erweist, weil erforderliche Grundstücke nicht im Besitz der Stadt sind und der Staatswald tangiert werden müsste. Es könnte aber ein Ausbau innerhalb der nächsten zehn Jahre erfolgen. Zu überlegen wäre eine Gewichtsbegrenzung auf dieser Straße, um den Lkw-Durchgangsverkehr zu verhindern, sagte Fischer auf eine diesbezügliche Anfrage.

Zum Hinweis auf Schäden durch den Biber, antwortete Nübel, dass sich der Nager auch durch den mehrmaligen Rückbau seiner Staudämme nicht verjagen ließ. Man wolle aber andere Möglichkeiten prüfen. Wünschenswert wäre, so ein berufstätiger Bürger, eine längere Öffnungszeit im Rathaus. Fischer bot an, mit dem zuständigen Mitarbeiter einen Termin nach Geschäftsschluss zu vereinbaren, um dringende Angelegenheiten erledigen zu können.

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