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Krumbach

06.12.2018

Die Bautätigkeit boomt in Krumbach

Das Krumbacher Hallenbad ist auch durch seine besondere Dachkonstruktion vielen bekannt. Der Stadtrat entschied sich bekanntlich mehrheitlich für einen Neubau. Die Sanierung des Krumbacher Schul- und Sportzentrums war ein wichtiges Thema bei der Krumbacher Bürgerversammlung.
Bild: Peter Bauer

Von Großprojekten wie den Schulsanierungen bis hin zu privaten Vorhaben. Bürgermeister Fischer stellt umfangreiches Zahlenwerk vor.

Mit einem imposanten Zahlenwerk aus Haushalt, Einwohner und Bautätigkeit durch die Stadt, Landkreis, Gewerbetreibender und seitens privater Investoren wartete Bürgermeister Hubert Fischer bei der Bürgerversammlung für die Kernstadt Krumbach auf. Doch bei aller Freude über das Wachstum gelte es, die zunehmenden Aufgaben zu bewältigen, blickte Fischer in die Zukunft. Schade, dass nur rund 30 Besucher ihr Interesse an den vielfältigen Themen durch ihre Anwesenheit bekundeten. Entsprechend gering war der Bedarf an Diskussionsbeiträgen, bei denen Anregungen, Kritik aber auch Lob zum Ausdruck kamen.

Der schon mehrfach genannten Entwicklung der Einwohnerzahlen nähert sich der Rekordhaushalt von 38,6 Millionen Euro den magischen 40 Millionen Euro, fast einer Verdoppelung seit 1997. Im Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) beläuft sich der Ansatz von Steuern und Zuweisungen auf 18 Millionen Euro, dank steigender Mehreinnahmen bei Gewerbesteuer (5,9 Millionen Euro), in der Einkommensteuerbeteiligung (7,3 Millionen Euro) und Schlüsselzuweisungen (2,7 Millionen Euro) belaufen sich die voraussichtlichen Mehreinnahmen auf rund 1,4 Millionen Euro. Parallel zu den Einnahmen ist bei der Kreisumlage in 2019 eine Steigerung von bisher 5,9 Millionen Euro auf sieben Millionen Euro zu erwarten.

Wie sich Sparmaßnahmen in den Einzelplänen des Verwaltungshaushaltes auswirken, verdeutlichte Fischer anhand seiner Übersichten aus Allgemeiner Verwaltung, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Schulen, Kulturpflege, soziale Sicherung, Gesundheit, Sport, Erholung, sowie Bauwesen und Verkehr. Mit einigen Ausnahmen erzielten die Einnahmen ein Plus, wogegen die Ausgaben durchwegs unter den Ansätzen liegen. Trotz dem erweiterten Aufgabengebiet in allen Bereichen der Stadt stiegen die Beschäftigtenzahlen nur moderat von 127,39 auf 129,52 Vollzeitstellen.

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Krumbach profitiert massiv von der Niedrigzinsphase

„Wir haben viel vor, können aber nicht alles in Investitionen umsetzen“, sagte Fischer zu dem im Vermögenshaushalt (er gibt Aufschluss über die Investitionen) ausgewiesenen Betrag von 12,3 Millionen Euro. Man wolle auch die 2,63 Millionen Euro Rücklagen nach 230.000 Euro Entnahme in 2017 als Sockelbetrag erhalten. Günstig sei auch die Schuldenentwicklung verlaufen, wenngleich in 2017/2018 Kreditaufnahmen im Kernhaushalt der Stadt, für die Wohnanlage Hopfenweg und bei den Stadtwerken genehmigt sind. „Massiv“ profitiere die Stadt von der gegenwärtigen Niedrigzinsphase bei den Krediten. Zum großen Komplex „Bauen“ listete Fischer anhand von Bildmaterial eine ganze Reihe von städtischen Maßnahmen auf.

Kindergartensanierung Billenhausen und -erweiterung Niederraunau, Dorfgemeinschaftshaus Billenhausen, Ausbau Oberes Gründlingsfeld, Neubau Karl-Mantel-Straße, Sanierung Kolpingstraße, Umfeld Wasserschloss, Radweg Waltenhausen mit Abzweig nach Niederraunau, Baugebiete Hohenraunau Ost, „Höllschlucht“ Edenhausen, Am Ziegelweg oder den Neubau Mehrfamilienhaus am Hopfenweg, ferner Gewerbegebiete Bleicher Berg und „Langgwand“.

Nach Sanierung des Gymnasiums, Neubau der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) und Erweiterung des OP-Bereiches und Installation einer MRT-Abteilung bei der Kreisklinik durch den Landkreis als Bauherr werden diese Objekte sicherlich ein Aushängeschild für die Stadt als Schulstadt“, resümierte Fischer.

Die Perspektiven für die Bahn

Erfreulich sei die Bautätigkeit von privater Seite, Gewerbe oder Baugenossenschaft und eine ganze Reihe von Veranstaltungen machen die Stadt lebens- und liebenswert. Zu allem Positiven gebe es aber auch Sorgen, denn neben Überlegungen zum weiteren Verfahren der Altlasten in der Deponie Reute und den geplanten Sanierungen der Bahn an den innerstädtischen Übergängen und nördlich von Hirschfelden gäbe es noch keine klaren Konzepte. Wohl zu einer der größten Maßnahmen in den kommenden Jahren wird die „Sanierung Schulzentrum, Hallenbad Mehrzweckhalle“, wobei sich die Gründe dafür jetzt schon in laufenden Störfällen, die nur umständlich und mit hohem Kostenaufwand zu beheben sind, abzeichnen.

Gegenwärtig arbeite die Verwaltung an der Auslotung von günstigen Finanzierungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit der Regierung von Schwaben, so der Bürgermeister am Ende seines Rechenschaftsberichtes.

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