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Krumbach

30.08.2016

Die Faszination des guten alten Märchens

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3 Bilder
Die Hexe hat mit Hänsel und Gretel einen hinterlistigen Plan.
Bild: Claudia Bader

Der Theaterverein Krumbach bringt Hänsel und Gretel auf die Bühne. Dabei spielen auch moderne Elemente eine Rolle.

Das gute, alte Märchen hat trotz aller Unterhaltungselektronik seine Faszination nicht verloren. Wenn man es mit modernen Elementen, Kinderliedern und Opernmelodien geschickt aufpeppt sowie mit Können und viel Liebe zum Detail in Szene setzt, entsteht eine fesselnde Aufführung. Wie die Inszenierung des Grimmschen Märchenklassikers „Hänsel und Gretel“ durch den Theaterverein Krumbach. In gelungenem Zusammenspiel machten die Akteure die Spannung hautnah erlebbar.

Der Theaterstadel beim Heilbad Krumbad gleicht einem geheimnisvollen Märchenwald. Zwischen einer ärmlichen Hütte auf der einen und dem Hexenhäuschen auf der anderen Seite ist es in den Kronen der mächtigen Bäume aber ungewohnt still. Denn die herrschsüchtige Hexe (Martina Schätzthauer) hat den Vögeln des Waldes das Singen verboten. Nur der kluge Rabe Kolk (Walter Paul) und die gutmütige Taube (Emmi Gemsa) lassen sich von ihren Befehlen kaum einschüchtern. Auf der Suche nach etwas Essbarem finden Hänsel (Gabi Fetschele) und Gretel (Marie Grygarova) im Wald viele Pilze. Daraus bereitet die Mutter (Gisela Reichhard) der hungrigen Familie eine leckere Mahlzeit. Zum Nachtisch schmecken die von den Kindern im Garten der Buchenhofbäuerin (Inge Merk) geklaubten Äpfel. Die geldgierige Bäuerin hat das allerdings bemerkt und findet darin einen Grund, die arme Familie, die die Miete nicht bezahlen kann, noch früher aus dem Haus zu jagen. Denn seit einem Unfall kann Hänsel und Gretels Vater (Erwin Streicher) nicht mehr arbeiten.

Um ihren Eltern das Leben leichter zu machen, laufen die Kinder in den Wald. Als sie müde sind, werden sie vom Sandmännchen (Tamara Gemsa) sanft in den Schlaf geleitet. Auf der Jagd nach noch mehr Geld lässt sich die Buchenhofbäuerin von der Hexe überlisten und im Backofen in eine Katze verwandeln. Um Hänsel und Gretel anzulocken, hat die Zauberin ihr Häuschen durch Zauberei mit Lebkuchen dekoriert. Glücklicherweise können die Kinder mit Hilfe des schlauen Raben aber die bedrohliche Situation abwenden. Geschickt bringen sie den Zauberstab an sich und befehlen dem Backofen, die Hexe für immer verschwinden zu lassen. Die Katze wird wieder in die Buchenhofbäuerin – allerdings jetzt mit einem guten und großzügigen Herzen – zurückverwandelt. Nachdem die Taube den Eltern den Weg zum Hexenhaus gezeigt hat, ist die Familie wieder glücklich vereint. Fröhlich kehrt sie in ihr Haus zurück, das die Bäuerin ihnen samt Apfelbaum schenkt.

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Dass diese Aufführung den begeistert applaudierenden Premierenbesuchern so gut gefallen hat, lag nicht nur daran, dass das Grimmsche Märchen mit modernen Elementen (Roller, Nordic-Walking-Stöcken) sowie Melodien, die die jeweiligen Stimmungen trafen, bereichert wurde.

Wer bisher geglaubt hat, Hänsel und Gretel müssten von Kindern gespielt werden, hat seine Meinung wahrscheinlich geändert. Denn unter Regie von Gisela Reichhard haben die Akteure, darunter zwei Bewohner des Dominikus-Ringeisen-Werks, in ihrem „handgemachten Theater“ gekonnt bewiesen, dass man sich auch als Erwachsener in der Welt der Märchen jung und unbeschwert fühlen kann. Hinter den Kulissen trugen Dagmar Sautner (Souffleuse) und Michael Reichhard (Technik) und nicht zuletzt Erwin Streicher, der ein zauberhaftes Bühnenbild geschaffen hat, zum Gelingen der Aufführung bei. Weitere Aufführungen von „Hänsel und Gretel“ finden am Freitag, 2. September, um 19 Uhr aufgeführt sowie am Sonntag, 4. September, um 16 Uhr statt. Denn das Stück ist durchaus auch für Kinder gedacht.

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