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Krumbach

19.05.2018

Drexels Krumbacher Hotelprojekt nimmt Gestalt an

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Die Umbauarbeiten des ehemaligen Laber-Gebäudes zu „Drexel’’s Parkhotel am Schloss“ haben begonnen. Voraussichtlich im November könnten die ersten Gäste einziehen.
Bild: Keck Architekten

Es geht los mit dem Umbau in der Karl-Mantel-Straße. Aus dem ehemaligen Kinderhaus Laber wird nun „Drexel’s Parkhotel am Schloss“. Wie der weitere Fahrplan aussieht.

„Jetzt geht es los, jetzt sieht man richtig was“, freuen sich Georg Drexel und Lebensgefährtin Andrea Riedl von „Drexel’s Landgut Adler“ in Edenhausen. Endlich konnten sie mit dem Umbau des ehemaligen Laber–Gebäudes in der Krumbacher Karl-Mantel-Straße zu „Drexel’s Parkhotel am Schloss“ beginnen.

Doch vorausgegangen waren schwierige und sorgenvolle Monate, in denen das Paar an der Grenze seiner Geduld angelangt war. „Fünf Mal mussten wir die Planungen wieder ändern“ klagt Drexel. „Es fehlte immer irgendwas oder passte nicht.“ Die ursprünglich geplanten Gauben waren zu massiv. Deshalb wurde umgeplant zu Dachfenstern.

Die Gebäudehöhe wurde moniert. Die Gesamthöhe musste um 1,50 Meter verringert werden. Wieder war eine neue Planung erforderlich. Das Amt für Denkmalschutz habe dem Vorhaben viele Steine in den Weg gelegt. Am Ende sei es noch um drei Stellplätze gegangen. Auch dafür habe der Bauherr wieder die gesamte Planung ändern müssen.

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Die ständigen Verschiebungen bedeuten für die Bauherren auch finanzielle Einbußen. Wäre es nach Plan gelaufen, hätte die ersten Gäste bereits ab Juni kommen können. So wird es nun voraussichtlich November, bis das Hotel seine Pforten öffnet. „Wenn es gut läuft. Das Sommergeschäft in diesem Jahr ist für uns verloren gegangen“, sagt Drexel. „Wir müssen zudem Personal einstellen, gute Mitarbeiter stehen nicht von heute auf morgen zur Verfügung“, ergänzt Andrea Riedl. Sie wird die künftige Geschäftsführerin im neuen Hotel sein.

Bereits im April 2017 wurde bekannt, dass Karl-Heinz Laber sein ehemaliges Kinderhaus in der Karl-Mantel-Straße an Georg Drexel verkauft, der den Umbau des Gebäudes zu einem Hotel plante. Drexel sagte damals, dass die Neugestaltung der Karl-Mantel-Straße und des Wasserschloss-Vorplatzes ein wesentlicher Anstoß für ihn gewesen sei, das Laber-Gebäude zu erwerben.

Geplant sind in dem neuen Hotel mit vier Geschossen 56 Zimmer mit rund 140 Betten.

Einzelzimmer, Doppelzimmer, Appartements mit Küche sowie große Suiten mit Dachterrasse und Blick auf das Schloss und den Park sind eingeplant. Einige Zimmer können mit Verbindungstüren zu Familienzimmern umgestaltet werden. Bodentiefe Fenster sind für alle Zimmer geplant, damit viel Licht in die Räume gelangt. Auch behindertengerechte Zimmer werden eingerichtet, die barrierefrei mit dem Rollstuhl erreichbar sind.

Ferner sind ein Frühstücksraum mit Dachterrasse, ein Kinderspielzimmer und ein Wellnessbereich mit Saunen vorgesehen. Für die Gäste soll ein Shuttle-Service eingerichtet werden, um von Krumbach nach Edenhausen zu fahren, wo sie essen können. „Wohnen in der Stadt – Feiern auf dem Land“, lautet das Motto, erklärt Drexel.

Die Rezeption kann mit dem Auto angefahren werden, betont Drexel. Im rückwärtigen Bereich des Grundstücks werden 40 Parkplätze eingerichtet. Die Stadt Krumbach plant derzeit weitere Parkplätze hinter dem Wasserschloss. Anlieger der Kapellengasse hätten Befürchtungen, dass auch die Parkplätze im Hof des Hotels über die Kapellengasse angefahren werden.

Drexel sagt dazu, dass die Anfahrt seines Hauses über die Karl-Mantel-Straße erfolgen wird. Fahrzeuge könnten im Hof wenden und wieder über die Karl-Mantel-Straße das Grundstück verlassen. Jedoch werde er nicht hinter jedem Hotelgast herschauen, ob er nicht über die Kapellengasse das Gelände verlässt, sagt er.

Drexel hat seit vielen Jahren Erfahrung als Hotelier. Vor rund 20 Jahren erwarb er das Memminger Parkhotel, ein Vier-Sterne-Haus, mit 160 Betten in 80 Zimmern.

In den vergangenen Monaten seien wegen der Verzögerung des Umbaus in Krumbach viele Gerüchte kursiert, erzählt Drexel kopfschüttelnd. Darunter auch das Gerücht, dass er das Hotel in Memmingen habe verkaufen müssen. „Es stimmt alles nicht“, betont Drexel.

Der Ärger der letzten Monate rückt allmählich in den Hintergrund. Jetzt freut sich das Unternehmerpaar darauf, dass es mit dem Umbau richtig loslegen kann.

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