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Feuerwehrübung

02.10.2019

Drohne im Kampf gegen Dachstuhlbrand im Mutterhaus

Einen spektakulären Überblick über die Feuerwehrübung am Mutterhaus Ursberg bot die Drohne des Katastrophenschutzes Günzburg.
Bild: UG ÖEL Günzburg

Fünf Feuerwehren und eine Spezialeinheit üben den Ernstfall im Pflegeheim in Ursberg

Es ist Nacht und es brennt im Dachstuhl des Mutterhauses der St. Josefskongregation in Ursberg. Besonders betroffen ist der Nordflügel. Hier befindet sich die Pflegestation für die betagten Schwestern. Die Station muss genauso wie das gesamte, riesige Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert evakuiert werden. Die besondere Herausforderung für die Feuerwehr: Die bettlägerigen Schwestern möglichst schnell und trotzdem sicher in die Obhut der Sanitäter zu übergeben. Gleichzeitig kann der Dachstuhlbrand nur mithilfe von schwerem Gerät bekämpft werden. Drehleitern und Wasserwerfer kommen zum Einsatz.

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Die erforderliche enorme Wassermenge wird unter anderem mit zwei Schlauchleitungen von je 650 Metern aus dem Mindelkanal in den Klosterhof gepumpt. Neben der Schwestern- und Werkfeuerwehr des Dominikus-Ringeisen-Werks sowie den Wehren aus Bayersried, Oberrohr, Mindelzell und Thannhausen, kommt eine Drohne der Katastrophenschutzeinheit der „Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung“ UG ÖEL aus Günzburg zum Einsatz. In aller Hektik bewahrt sie im wahrsten Sinne den Überblick und hilft, den Einsatz zentral vom Einsatzwagen aus zu koordinieren.

Ein Schreckensszenario, das sich niemand vorstellen will, das andererseits aber von Feuerwehren und Bewohnern des Mutterhauses durchgespielt und geübt werden muss. Denn so ähnlich könnte es im Ernstfall ablaufen, der kürzlich abends im Klosterhof in Ursberg simuliert wurde. Dabei waren 135 Feuerwehrfrauen- und männer im Einsatz. „In dieser Übung zeigte sich wieder einmal, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen der Schwestern- und Werkfeuerwehr sowie den Freiwilligen Feuerwehren ist, gerade bei Objekten in dieser Größe“, sagte anschließend Michael Joas, der Kommandant der Schwestern- und Werkfeuerwehr. „Die Ortskunde der internen und die Schlagkraft der umliegenden Feuerwehren sind bei solchen Szenarien von großer Bedeutung. Gerade die Unterstützung einer Drohne ist bei dieser Einsatzgröße für die Einsatzleitung eine sehr gute Erweiterung. Sie ist wie ein ‚drittes Auge’.“

In der Schwestern- und Werkfeuerwehr am größten Standort des Dominikus-Ringeisen-Werks engagieren sich 31 aktive Frauen und Männer sowie drei Schwestern. Sie haben etwa 50 bis 70 Einsätze im Jahr. Alleine 9000 automatische Rauchmelder sind in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Ursberg verbaut. (zg)

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