1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Eine besondere Rückkehr nach Rom

31.03.2010

Eine besondere Rückkehr nach Rom

Rom/Maria Vesperbild Rom - das ist für Prälat Dr. Wilhelm Imkamp, Wallfahrtsdirektor in Maria Vesperbild, so etwas wie ein Fixpunkt seines Lebens. In Rom studierte er, in Rom empfing er die Priesterweihe. Nun war er zu einem besonderen Anlass wieder in Rom zu Gast. In der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom stellte er ein Buch über das Grabtuch von Turin vor, verfasst vom Journalisten und Historiker Paul Badde. Das Buch ist im Pattloch-Verlag erschienen. Der Verlag sei auf ihn zugekommen und habe ihn um eine Buchvorstellung gebeten, berichtet Imkamp im Gespräch mit unserer Zeitung. Und er habe das natürlich gerne übernommen. Imkamp würdigte die Publikation, die die richtigen Fragen stelle und die richtigen Antworten gebe.

"Authentisches Zeugnis"

Imkamp betonte, dass es sich beim Grabtuch mit dem Abbild eines gekreuzigten Mannes um ein authentisches Zeugnis der Auferstehung Christi handele. Er würdigte die Entscheidung Baddes, auf eine intensive Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Thesen bezüglich der Herkunft des Tuches zu verzichten. Imkamp sagte, dass dies vielfach "forensische Spielereien" seien. Imkamp weiter: "Der Neugier verhüllt sich das Antlitz weiterhin, der liebenden Öffnung zeigt es sich." Das Grabtuch von Turin ist noch bis zum 23. Mai öffentlich zu sehen. Papst Benedikt XVI. möchte am 2. Mai die Reliquie aufsuchen.

Imkamp ist seit 1988 Wallfahrtsdirektor in Maria Vesperbild. Die Verbindungen zu Rom sind aber nach wie vor sehr intensiv. Anfang 2008 beispielsweise hat Papst Benedikt Imkamp für fünf weitere Jahre als Konsultor der Selig- und Heiligsprechungskongregation berufen. Imkamp gehört damit zum Kreis von über 70 Gelehrten, denen die Prüfung des Aktenmaterials für Heiligsprechungsprozesse nach historischen und theologischen Gesichtspunkten anvertraut ist. Der promovierte Dogmenhistoriker gilt als Spezialist auf dem Gebiet der Privatoffenbarungen und mystischer Phänomene. Imkamp ist seit 1983 Konsultor der Kongregation.

Imkamp wurde 1951 in Kaldenkirchen/Niederrhein geboren. Bereits das theologische Studium führte ihn nach Rom. Er studierte an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und empfing dort 1976 die Priesterweihe. 1988 kam der promovierte Dogmenhistoriker nach Maria Vesperbild. Er ist korrespondierendes Mitglied der päpstlichen Theologen-Akademie Rom, Konsultor der Heiligensprechungskongregation, Mitarbeiter am Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte und Komtur des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Immer wieder waren auch hochkarätige Theologen aus Rom in Maria Vesperbild zu Gast, wie beispielsweise im Jahr 2002 Salvatore Fisichella, Rektor der Lateranuniversität.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
weihnachtsfeier_csu_2.JPG
Landkreis

Die CSU feiert am Ende eines politisch schwierigen Jahres

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen