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Krumbach

15.04.2019

Eine musikalische Reise zwischen Krumbach und dem Orient

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2 Bilder
Beim traditionellen Frühjahrskonzert machte der Musikverein Krumbach unter souveräner Leitung von Lukas Weiss das Zu-hören zum Erlebnis.
Bild: Claudia Bader

Einmal mehr zeigt der Musikverein Krumbach seine musikalische Klasse. Welche musikalischen Höhepunkte die Zuhörer begeisterten.

Sie führten authentisch und mitreißend durch die mystische Welt des Vorderen Orients, vereinten symphonische Blasmusik ge-konnt mit Klezmer, der Volksmusik des jiddisch sprechenden Volkes, und brachten das Musical „Les Miserables“ effektvoll in Klängen und Rhythmen näher. Und bei ihrem Frühjahrskonzert hatten die Musiker der Stadtkapelle Krumbach noch viel mehr zu bieten. Unter souveräner Leitung von Lukas Weiss zeigte sich das Orchester als fulminanter Klangkörper, der technisch brillant, sensibel und einfühlsam musiziert und das Zuhören zum Erlebnis machte.

Traditionell gehörte die Bühne zum Auftakt der Jugendkapelle, den eigentlichen „Stars“ des Abends. Schließlich haben sie bei den zurückliegenden Wertungsspielen mit 97 Punkten ein Spitzenergebnis eingeheimst, verriet Vorsitzender Tobias Ehrmann. Unter einfühlsamer und zugleich fordernder Leitung von Marina Beer versprühten die Mädchen und Buben mit „The Olympic Spirit“ in der gut gefüllten Mehrzweckhalle des Simpert-Kraemer-Gymnasiums den olympischen Geist. Mit „The witch and the saint“ brachten die Jungmusiker das zuvor von Moderator Michael Baier gekonnt erläuterte dunkle Kapitel des Mittelalters und das Schicksal zweier ungleicher Zwillingsschwestern akustisch näher. Voll in ihrem Element zeigte sich der Nachwuchs auch in „Pompej“, einer Komposition, in der Mario Bü-ki den Ausbruch des Vesuvs in Tönen und Klängen beschreibt. Auch mit dem „Police Academy March“ als Zugabe erntete der Nachwuchs anerkennenden Applaus des Publikums.

Von der ersten bis zur letzten Note toppräsent

Bereits im „Venezia Marsch“ von Gaetano Fabiani zeigte sich die Musikkapelle Krumbach als Blasorchester, das von der ersten bis zur letzten Note toppräsent ist und eine mitreißende Spielfreude entwickelt. Nach diesem fulminanten Auftakt bot die heroische Ouvertüre „Resplendent Glory“ von Rossano Ga-lante majestätische und üppige Melodien sowie strahlende Fanfaren der Blechbläser. Als weiteres virtuoses Werk der Höchst-stufen-Kategorie durfte das Publikum die „Yiddish Dances“ genießen. Komponist Adam Gorb lässt in diesem faszinierenden Paradestück mit wechselnden Musikcharakteren zwei Welten effektvoll aufeinander prallen, wobei nicht nur ausgezeichnete Klarinettensoli Glanzpunkte setzten. Brillante Flötenkadenzen eröffneten die Komposition „Arabesque“ von Samuel R. Hazo. Auch in diesem dynamischen Tongemälde zogen Dirigent und Orchester sprichwörtlich alle Register, vereinten sich zu einem geschmeidigen Klangbild mit Esprit.

Nuanciert und meisterhaft vermittelte die Stadtkapelle in der auf dem gleichnamigen Musical basierenden Komposition „Les Misérables“ die Botschaft, das Hoffnung immer siegt. Unter souveräner Leitung von Lukas Weiß saß auch im lebhaften Paso Doble „Amparito Roca“ jeder Einsatz punktgenau. Nach solch immensen Höchstleistungen von Dirigent und Orchester wollte der Applaus nicht enden. Als Zugabe entfalteten der „Apollo-Marsch“ sowie die gemeinsam mit der Jugendkapelle präsentierte „Highland Cathedral“ üppiges Klangvolumen.

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