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Aletshausen

01.03.2018

Entwurf für die Bebauung „Gaismarkt-Tobel“ gebilligt

Da seit Längerem ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus im Bereich „Tobel“ (rechts im Plan) im Ortsteil Gaismarkt der Gemeinde Aletshausen vorlag, ließ man den Bebauungsplan „Gaismarkt Tobel“ (rote Flächen) aufstellen. Der Entwurf wurde nun bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vorgestellt und von diesem einstimmig gebilligt.
Bild: Grafik: Kling Consult

Aletshauser Gemeinderat stimmt der Planzeichnung zu.

Das Bayerische Innenministerium hat im Juli 2017 ein Gesetz erlassen, das den Gemeinden ermöglicht, im vereinfachten Verfahren Bebauungspläne aufzustellen. Dies nutzte die Gemeinde Aletshausen und beauftragte das Büro Kling Consult, einen solchen für das Ortsteil-Gebiet „Gaismarkt Tobel“ aufzustellen. Da zu diesem Zeitpunkt der Gemeinde für den „Tobel“ bereits ein Bauantrag vorlag, nutzte man diese günstige Möglichkeit. „Wenn man schon einen Bebauungsplan (BBP) aufstellt, sei es von Vorteil, neben der Flurnummer 328/3 auch benachbarte gemeindliche Grundstücke in diesen aufzunehmen“, hieß damals die Devise.

Nun haben Dr. Susanne Wolf und Viktoria Grolik von Kling Consult das Projekt per Power Point vorgestellt und noch offene Fragen geklärt. Das neue Baugebiet befindet sich im Süden und Südwesten des Weilers. Es sieht vier Parzellen zur Bebauung vor. Es sind maximal zwei Vollgeschosse zulässig. Bei Häusern mit Sattel- oder Walmdach mit einer Neigung von mindestens 35 Grad muss das oberste Vollgeschoss im Dachgeschoss liegen. Die Gebäudehöhe darf 10,5 Meter nicht überschreiten.

Als Dachform sind für Hauptgebäude Walm-, Krüppelwalm, Sattel- oder Zeltdach erlaubt. Die zulässige Kniestockhöhe beträgt für Häuser mit Sattel- oder Walmdach 1,5 Meter. Einzel-Dachgauben dürfen maximal zwei Meter breit sein. Die Länge aller Gauben darf ein Drittel der jeweiligen Hauslänge nicht überschreiten. Pro Wohnung sind auf dem privaten Grundstück mindestens zwei Stellplätze auszuweisen.

Gemessen von der Gelände-Oberkante dürfen Zaunsockel nur 15 Zentimeter Höhe haben. Für die vorgeschriebene Ortsrand-Eingrünung ist pro fünfzig Quadratmeter Fläche ein Baum zu pflanzen und auch dauernd zu erhalten. Gepflanzt werden dürfen nur heimische Stauden und hochstämmige Obstbäume. Grün- und Gartenflächen sind mit kräuterreichem Wiesen-Saatgut einzusäen.

Die Gelände-Oberfläche der Grundstücke ist grundsätzlich zu erhalten. Veränderungen sind nur soweit zulässig, als sie beim Bau von Gebäuden und Terrassen zwingend erforderlich sind. Aufschüttungen und Abtragungen sind an die Straßen-Oberkante anzupassen.

Der Gemeinderat billigte einstimmig den detailliert vorgestellten Entwurf.

Schöffen-Vorschlagsliste Eva-Maria Duscher, 29, Protokollführerin im örtlichen Gemeinderat, wurde für diese Liste vorgeschlagen und von den Gemeinderäten einstimmig nominiert. Bürgermeister Duscher war wegen persönlicher Beteiligung am Beschluss ausgeschlossen. Weitere Personen wurden nicht vorgeschlagen.

Höchstfrist für Erschließungsbeiträge Die Gemeinden sind verpflichtet, für die erstmalige endgültige Herstellung von Erschließungs-Anlagen, Beiträge zu erheben. Der Bayerische Landtag hat das Recht, Erschließungs-Beiträge zu erheben, zeitlich begrenzt. Demnach dürfen Erschließungs-Beiträge nur bis zu 25 Jahren nach Beginn der erstmaligen Herstellung erhoben werden. Diese Regelung tritt jedoch erst 2021 in Kraft, sodass die Gemeinden bis dahin noch die Möglichkeit haben, bereits begonnene, aber noch nicht endgültig hergestellte Anlagen fertigzustellen und abzurechnen. Bürgermeister und VG-Verwaltung wurden deshalb per Beschluss beauftragt, die Akten zu prüfen und den Gemeinderat über das Ergebnis der Untersuchungen zu informieren.

Feuerstellen Die Rettungs-Leitstelle Krumbach gab laut Duscher Anfang Februar bekannt, keine Meldungen mehr über geplante Feuerstellen im Außenbereich an die Leitstelle zu richten. Werde ein Feuer bei der Leitstelle gemeldet, wird die dafür zuständige Feuerwehr automatisch alarmiert. Somit müssen Bürger, bei denen ein Feuer gemeldet wird und die somit das Ausrücken der Feuerwehr verursachen, selbst für diese Einsatzkosten aufkommen. Der Bürgermeister rät deshalb allen Waldbesitzern, das Verfeuern von Astmaterial ganz einzustellen und dieses stattdessen häckseln zu lassen.

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