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13.07.2010

Familienbewusste Personalpolitik

Walter Pache, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Günzburg-Krumbach (Bildmitte) nimmt aus den Händen von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und dem Parlamentarischen Staatssekretär Petzer Hinze die Auszeichnung für familienbewusste Personalpolitik entgegen. Foto: Sparkasse
Bild: Sparkasse

Günzburg/Berlin Die Sparkasse Günzburg-Krumbach wurde vor Kurzem in Berlin mit dem Zertifikat "audit berufundfamilie" der gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgezeichnet. Familienbewusste Personalpolitik und eine Unternehmenskultur, die Verständnis für die familiären Bedürfnisse aufbringt, wurden hier besonders gewürdigt. Vorstandsvorsitzender Walter Pache erhielt aus den Händen von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze, die damit verbundene Urkunde. Voraus ging in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Auditorin Martina Arnold eine halbjährige Bestandsaufnahme und anschließende Zieldefinition hinsichtlich familienfreundlicher Maßnahmen in der Sparkasse.

294 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen haben in den zwölf Monaten das "audit berufundfamilie" beziehungsweise das "audit familiengerechte hochschule der berufundfamilie GmbH"- einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung - durchgeführt. Darunter ist auch die Sparkasse Günzburg-Krumbach, die dieses Zertifikat als eines der ersten Unternehmen im Landkreis und als vierte bayerische Sparkasse erhalten hat.

"Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz ist nicht nur wichtig für die Beschäftigten, sie zahlt sich auch für den Betrieb aus", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von ihrem Betrieb unterstützt werden, um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen, kehren früher aus der Elternzeit zurück, fallen seltener aus und arbeiten produktiver. Außerdem sind familienfreundliche Betriebe als Arbeitgeber attraktiver. Eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft ist ohne familienfreundliche Arbeitsbedingungen auf Dauer nicht möglich", so Schröder weiter.

Ziel des Audit bei der Sparkasse Günzburg-Krumbach ist laut Pache, die familienfreundliche Unternehmenskultur weiter zu verbessern und als Imagefaktor in der internen und externen Kommunikation zu nutzen. Der Prozess soll dazu beitragen, um die Diskussion über Werte und die Führungsgrundsätze strukturiert zu führen und in diesem Zuge entsprechende Rahmenbedingungen festzulegen.

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"In der einheitlichen Führungsleitlinie soll die menschenfreundliche Haltung im Unternehmen deutlich werden", stellt Pache weiter fest. Die Sparkasse will sich mit dem Prozess der Auditierung durch motivierte Beschäftigte weiter erfolgreich am Markt behaupten und als familienfreundliches Unternehmen platzieren.

Im Rahmen der variablen Arbeitszeit bestehen für alle Mitarbeiter bereits zahlreiche familienfreundliche Arbeitszeitmodelle. Die Sparkasse hat eine Teilzeitquote von über 30 Prozent mit sehr flexiblen Beschäftigungsmöglichkeiten bis hin zu Job- und Desk-Sharing. Laut Personal- und Projektleiter Fritz Zeller wird den Mitarbeitern bei familiären Notfällen mit Freistellungen, Beurlaubungen und gegebenenfalls auch durch Arbeitsortswechsel geholfen. Die finanzielle Unterstützung der Beschäftigten zur Betreuung ihrer Kinder im Kindergarten oder der Kinderkrippe wird sehr gerne angenommen. Die betriebliche Gesundheitsförderung, unterstützt durch eine aktive Betriebssportgemeinschaft mit zahlreichen Sparten und Veranstaltungen sowie das ständige Angebot von Rückenmassagen am Arbeitsplatz tragen zur Gesunderhaltung und somit zu einer sehr niedrigen Krankheitsquote bei.

Eigenes Portal geplant

Stolz berichtet Zeller davon, dass es inzwischen in der Sparkasse zu 100 Prozent üblich ist, dass auch die Väter bei Geburt eines Kindes die angebotenen zwei Partnermonate in Anspruch nehmen. Für die Zukunft plant das Unternehmen die Einrichtung eines Familienportals und die Bestellung von Familienbeauftragten als Ansprechpartner. Als weitere Ziele wurden im Rahmen des Audit die Ausweitung der flexiblen Arbeitsortsgestaltung aus familiären Gründen und die Schaffung von eigenen Kindertagesstätten-Plätzen in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie festgehalten. (pm)

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