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Aktion

15.05.2012

Heimatverein saniert „Galgenbrünnele“ im Stadtpark

Karl Hartmann (rechts), stellvertretender Vorsitzender im Thannhauser Heimatverein, hat ein Modell des „Galgenbrünneles“ nach einer alten Fotodokumentation erstellt. Das Modell wird künftig im Foyer des Rathauses ausgestellt. Links im Bild Bürgermeister Georg Schwarz und Manfred Göttner (Mitte), Vorsitzender des Heimatvereins.
Bild: Heimatverein Thannhausen

Weiterer Akzent zur Erhaltung alter Kulturstätten in Thannhausen

Thannhausen Der Heimatverein Thannhausen möchte mit der Sanierung des „Galgenbrünneles“ im Thannhauser Stadtpark einen weiteren Akzent zur Erhaltung alter Kulturstätten in Thannhausen setzen.

Bereits im Jahr 2010 gab es Diskussionen im Stadtrat, aufgrund immer wieder auftretender jugendlicher Randalierer im Stadtpark an der Mindelpromenade den Pavillon abzubrechen, zu versetzten oder zu schließen. Manfred Göttner, Stadtrat und Vorsitzender des Heimatvereins, plädierte heftig für den Erhalt des Pavillons, der einen hohen historischen Wert in unserer Stadt einnimmt. In den letzten Wochen hat nun der Heimatverein die Vorbereitungen für die Sanierung des Pavillons gestartet.

Karl Hartmann, stellvertretender Vorsitzender im Heimatverein, hat ein Modell des „Galgenbrünneles“ nach einer alten Fotodokumentation erstellt, heißt es in der Mitteilung des Vereins.

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Das Modell wurde im Rathaus Bürgermeister Georg Schwarz vorgestellt und wird im Foyer des Rathauses ausgestellt.

Geschichtliches: Mitten im Schwabenländchen, in der Nähe des alten kaiserlichen Reichsmarktes Thannhausen, sind es gleich drei Quellen, die Anspruch darauf erheben können, mit besonderer Heilkraft ausgestattet zu sein: das Galgenbrünnele, die Hohensteinquelle und das Mehlbrünnele.

Die Quellen wurden erstmals 1643, erschienen in der „Chroniko parvo Suevia und topographia Suevia“ von Martin Zeller, erwähnt. Die Quellen waren jedenfalls schon von alters her bei der Bevölkerung bekannt und ob ihrer Heilkraft geschätzt.

Das Thannhauser Heilwasser erwähnt

1821 erwähnt Kreismedizinalrat Metzler Augsburg in einem Buch über die Heilquellen Deutschlands auch das Thannhauser Heilwasser. Er schreibt, dass die schwäbisch-bayerische Hochebene nur wenig Heilquellen besitze, nämlich die Jodquelle in Sulzbrunn bei Kempten, die Adelheidsquelle beim Krumbad, eine Heilquelle in Klingenbad und eine Heilquelle in Thannhausen.

Um 1835 schreibt der Thannhauser Dr. Wilhelm Bauberger in seiner Doktorarbeit, Thannhausen besitze zwei Quellen, womit augenscheinlich der Mehlbrunnen und die nebeneinanderfließenden Galgen- und Hohensteinbrunnen gemeint sind. Dies beweist, dass sich die Thannhauser Quellen sich zu Beginn des vorigen Jahrhunderts schon einen Namen gemacht hatten.

Von der Stadt ein Pavillon errichtet

Leider wurde der Galgenbrunnen durch den Abbau von Bentonit (bei den Thannhausern bekannt unter dem Begriff „Tonchemie“) zerstört. Als Erinnerung an den Galgenbrunnen wurde an der Mindelpromenade von der Stadt Thannhausen ein Pavillon errichtet, der nun vom Heimatverein Thannhausen in seiner ursprünglichen Form aufgebaut und saniert wird. (pm)

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