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Stoffenried/Ellzee

25.11.2018

In Ellzee und den Ortsteilen werden die Bauplätze knapp

Die Weiherzulaufbrücke in Stoffenried ist nur bis zu 10 Tonnen tragfähig, angestrebt waren 30.
Bild: Emil Neuhäusler

Eine Brücke, die nicht hält, was sie halten sollte, ärgert den Bürgermeister. Die Nachverhandlungen laufen aber.

In allen drei Ortsteilen der Gemeinde Ellzee lädt Bürgermeister Karl Schlosser derzeit zur Bürgerversammlung ein. 42 Bürger kamen nun in das Vereinsheim Stoffenried, um sich über die neueste Entwicklung der Gemeinde zu informieren. Eine der Botschaften von Bürgermeister Schlosser war, dass eine sehr große Nachfrage nach Bauplätzen besteht. Kurioses hatte er vom Bau der Weiherzulaufbrücke in Stoffenried zu berichten.

Er könnte zurzeit jede Woche einen Bauplatz verkaufen, bekräftigt Schlosser. Aber trotz großer Anstrengungen der Gemeinde sieht es schlecht aus. Im Baugebiet Katharinenweg in Ellzee ist gar nichts mehr frei. Nicht viel besser sieht es mit Bauplätzen in Hausen aus, wo heuer ein Baugebiet erschlossen wurde. Von sechs Bauplätzen sind vier verkauft, einer reserviert und nur noch einer frei.

Bei auswärtigen Käufern besteht ein Bauzwang auf drei Jahre, bei einheimischen auf fünf Jahre, bemerkte Schlosser ergänzend. Der Quadratmeterpreis beträgt 79 Euro. Die sechs Bauplätze, die momentan in Stoffenried am Haldenweg entstehen, seien bereits alle reserviert. Die Erschließung findet im Frühjahr statt, die Quadratmeterpreise werden erst nach Vorliegen der Ausschreibung berechnet.

Da hier ein Teil der Straßenentwässerung in den Dorfbach geleitet wird, befürchtet eine Anliegerin eine erhöhte Hochwassergefahr. Doch Bürgermeister Schlosser konnte beruhigen: Weil ein Großteil des Straßenwassers versickert oder in eine andere Richtung geleitet wird, kommt eher weniger Wasser im Bach an. Moniert wurde von anderen Versammlungsteilnehmern, dass es ihrer Meinung nach durch ein zu enges Gitter beim Auslauf zum Rückstau im Weiher kommt und man diesen nicht mehr wie früher schon vor dem Regenereignis ein Stück weit auslaufen lassen kann.

Brücke hält nur zehn Tonnen Belastung aus

Von den rund zwei Millionen, die in diesem Jahr für Baumaßnahmen im Haushaltsplan vorgesehen sind, und für die die Gemeinde einen Kredit von 500000 Euro aufnehmen und die Rücklagen aufbrauchen musste, floss ein erheblicher Teil nach Stoffenried: 240000 Euro (Eigenanteil der Gemeinde rund 100000 Euro) in eine neue Freizeitanlage und etwa 100000 Euro in den Neubau der Weiherzulaufbrücke. Ärgerlich ist, dass die nun fertiggestellte Brücke, die ursprünglich auf eine Belastung von 30 Tonnen ausgeschrieben war, nur eine Belastung von zehn Tonnen aushält. Entsprechende Nachverhandlungen laufen noch. „Man will ja das haben, was man bestellt hat“, stellte Bürgermeister Schlosser fest.

Als nach den Ausführungen des Bürgermeisters die Bürger zu Wort kommen, zeigte ein Versammlungsteilnehmer kein Verständnis dafür, dass nach Reparaturen im Gehwegbereich der hellkörnige Spritzbelag, der ursprünglich auf die Teerschicht aufgebracht worden war, einfach weggelassen wird. Jetzt könne man sich überall über schwarze Flecken ärgern. Er findet dies umso trauriger, weil die Gemeinde ja ursprünglich dafür bezahlt habe. Bürgermeister Schlosser konnte ihm keine Hoffnung auf Besserung geben, dies sei allgemein so üblich.

Derselbe Bürger machte darauf aufmerksam, dass an anderer Stelle nach einer Kanalsuche einfach das Loch nicht mehr verschlossen wurde. Er nannte dies eine schlampige Arbeit. Hier versprach Bürgermeister Schlosser schnelle Abhilfe.

Diskussion über die Papiertonne

Ein weiterer Bürger hat festgestellt, dass die Papiertonne teilweise automatisch, dann wieder unter Zuhilfenahme eines Arbeiters geleert werde. Man wisse nicht mehr, wie man die Mülltonne richtig hinstellen soll. Schlosser will sich kundig machen und dann einen entsprechenden Hinweis im Mitteilungsblatt geben.

Auf eine rasante Zunahme von frei herumlaufenden Ratten aus dem Kanalnetz wurde anschließend hingewiesen. Die Gemeinde hole Angebote von Schädlingsbekämpfungsfirmen ein, erklärte der Bürgermeister. Außerdem könne man sich Ködermaterial bei ihm oder im Bauhof Ichenhausen holen.

Klarheit geschaffen werden muss noch, wie und wann die Glasfaserhausanschlüsse für ein schnelles Internet, also die Verbindung vom Hauptstrang zum Gebäude, hergestellt werden. Bei denjenigen, die für ihr Haus eine Wärmeleitung legen lassen, wird das Leerrohr für das Glasfaserkabel automatisch mit verlegt. Er könne es sich aber vorstellen, dass bald ein neues Zuschussprogramm des Staates aufgelegt wird, das auch das Einbringen der Hausleitungen fördert.

Geklagt wurde noch über zu schnelles Fahren vor allem an den Ortseinfahrten. Bürgermeister Schlosser verwies auf zwei Verkehrsdisplays, die vermutlich in Bälde angeschafft werden. Ansonsten bot er den Bürgern abschließend an, dass sie das ganze Jahr über beim Auftreten von Problemen jederzeit zu ihm kommen können.

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