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Stadtrat

21.02.2018

Kritik an Netzgeschwindigkeiten

Mit dem Breitbandausbau in Krumbach sind die Stadträte nicht zufrieden.

Ratsmitglieder diskutieren den Krumbacher Flickenteppich der Internetanbieter

Nicht ganz zufrieden zeigten sich einige Stadträte in der Sitzung am Montagabend über die Entwicklung des Breitbandausbaus in Krumbach. Nicht überall komme die in der Planungsphase anvisierte DSL-Geschwindigkeit tatsächlich in den Haushalten an, wurde moniert. Stefan Natterer, in der Stadtverwaltung Breitbandpate für den Ausbau des DSL-Netzes, ging in seinem Sachstandsbericht über den laufenden Breitbandausbau auf die Diskrepanzen ein.

Der Breitbandausbau ist in Krumbach und Billenhausen auf zwei Säulen gestellt, erklärte er. Die eine ist der eigenwirtschaftliche Ausbau durch Netzbetreiber, die andere der geförderte Breitbandausbau durch den Freistaat Bayern. Letzterer, der zuverlässig DSL-Geschwindigkeit per Glasfaserkabel bis ans Gebäude bringt, erfolgt durch Smart-ONE in kleineren Teilbereichen von Krumbach und Billenhausen. Diese Maßnahme kostet rund 170 000 Euro (Eigenanteil der Stadt rund 50 000 Euro) und soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Im eigenwirtschaftlichen Interesse baut derzeit die Telekom in Krumbach und Niederraunau ihr Netz aus und verspricht bald Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit pro Sekunde im Download, wovon in Krumbach etwa 3000 Haushalte profitieren. Natterer verschwieg nicht, dass die derzeitigen Bemühungen für die Zukunft nicht ausreichend sein werden. Die Technik entwickle sich rasant weiter und immer höhere Internet-Geschwindigkeiten seien gefragt.

Stadtrat Marcus Härtle (UFWG) meinte, dass seiner Meinung nach die Bestandsaufnahme der „Istversorgung“ im Jahr 2015 durch die Firma Corvese nichts wert gewesen sei. Damals seien bei seinem Anwesen 30 Mbit pro Sekunde und mehr diagnostiziert worden, obwohl bei ihm nur rund ein Drittel davon ankäme. Natterer klärte auf, dass dies schon seine Richtigkeit habe, da die von Corvese angesetzte Geschwindigkeit an der genannten Stelle zwar nicht von Härtles Anbieter, aber von anderen Anbietern zur Verfügung gestellt werde. Aus diesem Grund kam hier und in vielen anderen Teilen der Stadt eine Förderung des Breitbandausbaus durch den Staat nicht infrage. Dies erklärte auch die Frage von Stadtrat Claus Brückmann (CSU), dem es fragwürdig vorkomme, dass andere Gemeinden viel Geld aus dem 4,8 Millionen Fördertopf des Staates erhielten, Krumbach aber nicht. Von den fünf Netzbetreibern, die in der Stadt Internet anböten, würden die Grenzen, die der Staat als Limit für die Förderung angesetzt habe, übertroffen, mit der Folge, dass nur geringe Zuschüsse flössen und der große Wurf über Glasfaserkabel nicht erfolgen könne, erklärte Natterer.

Bevor weitere Schritte für ein noch besseres Internet überlegt würden, sollen die „echten“ Messungen nach Fertigstellung der laufenden Bauarbeiten abgewartet werden, kam der Stadtrat abschließend überein. (neu)

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