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Neuburg

08.05.2019

Neuburg braucht bald einen neuen Bürgermeister

2020 wird Schlögl nicht mehr bei der Bürgermeisterwahl antreten.
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2020 wird Schlögl nicht mehr bei der Bürgermeisterwahl antreten.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Rainer Schlögl will bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr für das Amt kandidieren. Was seine Gründe sind und was er sich für die Zeit danach bereits vorgenommen hat.

Fast 20 Jahre lang begleitet Rainer Schlögl die Marktgemeinde Neuburg – seit 2001 als Kämmerer und seit 2008 als Bürgermeister. Doch nun steht eine Veränderung an – sowohl für ihn, als auch für Neuburg: Schlögl will zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr als Bürgermeister antreten.

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Den Grund für diese Entscheidung gibt es mit zwei Worten an: „Das Alter“. Zum Zeitpunkt der Wahl wäre er 63 Jahre alt. „Zwei weitere Jahre im Amt zu bleiben wären kein Problem. Doch bei sechs Jahren sieht die Sache anders aus“, sagt er. Gleichzeitig sei er der Meinung, dass es nach seiner 12-jährigen Amtszeit nicht schaden würde, einen neuen Kurs einzuschlagen. „Die Zeit in Neuburg war sehr schön, viel hat sich bewegt.“ Unter Schlögl als Bürgermeister wurden mehrere Großprojekte realisiert. 2008 etwa konnten erstmals Schüler die Christoph-Rodt-Grundschule besuchen. Als weiteres Großprojekt nennt Schlögl das Bürgerheim mit Feuerwehrhaus in Wattenweiler, das vergangenes Jahr eingeweiht wurde.

Neuburger Dorferneuerung in der Planungsphase

Doch in Zukunft dürfte seinen Nachfolgern nicht langweilig werden. Die Dorferneuerung von Neuburg befindet sich noch in der Planungsphase, das Projekt wird die Marktgemeinde auf Jahre beschäftigen. „Bevor es losgehen kann, müssen noch viele Details geplant werden. Außerdem sollen sich die Bürger daran beteiligen“, sagt Schlögl. Seinem Nachfolger will der Noch-Bürgermeister seine Freiheit lassen: „Ich habe nicht vor, ständig in den Sitzungen zu sein oder meinem Nachfolger reinzureden.“ Schlögls Interesse wird Neuburg aber weiterhin gelten. Er will sich auch in Zukunft über die Geschehnisse informieren und hin und wieder dem Rathaus einen Besuch abstatten.

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Wie es bei Schlögl weiter geht

Doch wie geht es bei dem 62-Jährigen ansonsten weiter? Langweilig werde ihm nicht, wie er sagt. Viele Dinge seien in seinem Zuhause in Kleinkötz während seiner Zeit als Bürgermeister liegen geblieben: „In Hof und Garten gibt es einige Dinge, die ich schon lange erledigen will.“ Schlögl ist in Kleinkötz aushilfsweise als Torwarttrainer aktiv. Er könne sich vorstellen, sich auch im sozialen Bereich ehrenamtlich zu engagieren: „Allerdings mache ich mir darüber frühestens in einem Jahr Gedanken. Bis dahin gibt es noch viel zu erledigen.“ Rainer Schlögl ist in der Region fest verwurzelt. Er kam 1957 in Kleinkötz zur Welt und wuchs dort auf. Nach seiner Schulzeit in Krumbach bewährte er sich bei verschiedenen Stationen, etwa bei der Bundeswehr oder beim Finanzamt Günzburg. Auch nach Ichenhausen führte ihn sein Weg – dort war er, wie später in Neuburg, Kämmerer.

Schlögl ist einer von insgesamt 15 Bürgermeistern im Landkreis, die zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr kandidieren wollen. Das Alter spielt bei vielen von ihnen eine Rolle – immer wieder wird dabei auch erwähnt, dass einer jüngeren Generation mit neuen Ideen Raum gegeben werden soll. Welche Personen das konkret sind, wird sich zeigen.

In zahlreichen Kommunen in der Region wird es bei den Bürgermeisterwahlen massive Veränderungen geben:

Kommunalwahl: Viele neue Gesichter in den Rathäusern

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