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Krumbach

23.01.2020

Neugestaltung des Krumbads: Das ist alles geplant

Eine neue Kneipp-Anlage: Geschäftsführer Peter Heinrich zeigt, wo sie im Innenhof des Krumbad entstehen soll.
Bild: Peter Bauer

Plus Auch 2020 wird im Krumbad gebaut. Welche neuen Akzente das Heilbad bei Krumbach setzen möchte und wie die Bilanz für 2019 ausfällt.

17. Mai: Es ist Sebastian Kneipps Geburtstag. 1821 wurde der legendäre Pfarrer an diesem Tag in dem kleinen Dorf Stephansried im Unterallgäu geboren. Krumbad-Geschäftsführer Peter Heinrich spricht immer wieder von diesem Tag, der im Jahr 2020 auch für das Krumbad ein besonderer sein soll.

Am 17. Mai soll die neue Kneipp-Anlage im Innenhof des Bades offiziell eingeweiht werden. Geplant sind ein neues Kneipp-Tretbecken sowie ein neues Kneipp-Armbecken, etwas weiter nördlich davon soll ein Brunnen, der bereits in früheren Zeiten im Krumbad aufgestellt war, einen Platz finden. Neu gestaltet werden die Außenanlagen. Peter Heinrich rechnet damit, dass mit den Arbeiten eventuell bereits im Spätwinter begonnen werden kann.

Die Umgestaltung des Innenhofs ist ein weiterer Schritt für die stetige Weiterentwicklung des Krumbads. Für das Jahr 2019 konnte Geschäftsführer Heinrich einmal mehr solide Zahlen vorlegen. 2019 übernachteten 28505 Gäste im Krumbad, dies waren rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr 2018. Es gab etwas weniger Anreisen (3873 waren es im Jahr 2018, 3607 im Jahr 2019), was zu einer insgesamt etwas erhöhten Verweildauer geführt hat. Der Umsatz lag in den vergangenen Jahren stabil bei etwa vier Millionen Euro. Heinrich rechnet damit, dass es eine leichte Steigerung geben wird. Genaue Zahlen würden derzeit noch nicht vorliegen.

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Derzeit arbeiten 33 Therapeuten im Krumbad

Das größte Projekt im Bereich des Krumbads in den vergangenen Jahren war bekanntlich der Neubau des Therapiepavillons, dabei wurden rund zwei Millionen Euro investiert. Wiederholt hat Geschäftsführer Heinrich hervorgehoben, dass der Bereich Therapie weiter an Bedeutung gewinnen werde. Es sei jedoch zunehmend schwierig, Therapeuten zu finden. Umso mehr freut er sich, dass es gelungen sei, zuletzt drei neue Kräfte zu gewinnen. Mittlerweile sind im Krumbad 33 Therapeuten beschäftigt. Neu eingestellt wurde eine Sporttherapeutin, was dem Krumbad auch im Bereich der Prävention neue Möglichkeiten eröffne.

Hier ist der bisherige Kneipp-Platz auf dem Gelände des Krumbads zu sehen. Ein bisschen versteckt lag er im Hang, wie uns Peter Heinrich einmal zeigte.
Bild: Peter Bauer (Archiv)

Schon seit längerer Zeit plant das Krumbad eine Neugestaltung der Außenanlagen. Zunächst war daran gedacht, ein Förderprogramm des Freistaats zu nutzen. Doch dieser Weg habe sich für das Krumbad als nicht zielführend herausgestellt, so geht das Bad das Projekt Innenhofgestaltung in Eigenregie an. Der Akzent mit dem neuen Kneipp-Becken, das vom Hang im Westen des Bads in den Innenhof verlagert wird, ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt. Denkbar ist die Einrichtung einer Schlammtretgelegenheit im Hangbereich, später, in einem weiteren Schritt, ist auch ein Barfußpfad denkbar. Nun konzentriert sich das Krumbad zunächst auf die neue etwa fünf auf zweieinhalb Meter große Kneipp-Anlage, die voraussichtlich etwa 50000 bis 55000 Euro kosten wird.

Krumbad arbeitet an der Parkplatzsituation

Vor dem Innenhof befindet sich seit einigen Wochen eine Schranke. Die Fahrer von Rettungs- oder Feuerwehrfahrzeugen hätten einen Schlüssel, mit dem sich die Schranke rasch öffnen lasse, falls dies notwendig sei. Durch die Schranke sei aber gewährleistet, dass der Hof nicht durch dort unbefugt abgestellte Fahrzeuge blockiert werde.

Geplant ist, so Heinrich, die Einrichtung von zwei Kurzzeitparkplätzen für gehbehinderte Menschen, die Therapiemöglichkeiten im Krumbad nutzen. Installiert werden soll im inneren Bereich des Krumbads ferner ein Radabstellplatz.

Seit 1986 lebte Pater Theo Schmidkonz im Krumbad, wo er am 2. Januar 2018 im Alter von 91 Jahren gestorben ist. In seinem ehemaligen Wohnbereich sollen acht Hotelzimmer in diesem Jahr neu eingerichtet werden. Geklärt werden müssten laut Heinrich noch Details in Sachen Brandschutz. Die besondere Atmosphäre im Krumbad – das ist auch die Präsenz von Schwestern der St.-Josefskongregation. Schwester Monika, für viele der „gute Geist“ im Krumbad, starb im vergangenen Juli im Alter von 78 Jahren. Die St.-Josefskongregation möchte aber am Konvent im Krumbad festhalten. Derzeit befinden sich dort nach Auskunft von Peter Heinrich vier Schwestern, in absehbarer Zeit sollen es wieder fünf sein.

Überlegungen zum Wohlfühlbereich im Krumbad

Der Kräutergarten wurde zuletzt von einem ehrenamtlich tätigen Helferkreis, den „Krumbader Kräuterhexa“ umgestaltet. Bald soll es eine neue Beschriftung der Kräuter geben. Anni Böck, die sich lange Zeit um den Kräutergarten gekümmert hat, fertigt weiter die Stempel für die Kräuterstempelmassage und schmückt nach wie vor die Adelheidsfigur im Innenhof.

Erste Überlegungen gibt es im Krumbad für die Weiterentwicklung des Wohlfühlbereichs, zu dem beispielsweise Anwendungen wie Rasulbad und Massage gehören. „Wohlfühlen“ statt „Wellness“ bleibt weiterhin der Weg, den das Krumbad gehen will. Modern in seinen Einrichtungen, aber doch einer besonderen Tradition verpflichtet, die bis zum legendären Anfang im Jahr 1390 zurückreicht.

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