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Theater

12.11.2014

So viel Liebe

Große Aufregung im Wohnzimmer der Familie Richter: Kinderbuchautorin Anna Brettschneider (Bärbl Strobel, links) steht kurz vor der Vertragsunterzeichnung mit Harry Frey (Markus Lecheler, Mitte) und Paul Richter (Franz Keller, rechts). Was Inneneinrichter Alex Sievers (Wolfgang Allstätter) und Hausfrau Marion Richter (Jutta Blösch) daran so in Panik versetzt, sind die vielen Geheimnisse, die alle im Haus zu verbergen haben.
Bild: Jakob

Bei der DJK Breitenthal wird geschmust, geküsst und ein kleines bisschen gezwickt: „Oimal isch koimal“ heißt das aktuelle Stück

So viel Liebe war selten auf der Bühne: Gleich drei glückliche Paare liegen sich am Ende in den Armen – wenn’s auch nicht unbedingt die gleichen Pärchen sind, wie man zu Beginn des Stückes vermuten könnte. Es wird geherzt, geschmust, geküsst, neckisch gezwickt und voller Körpereinsatz gezeigt dieses Jahr bei der Theaterabteilung der DJK Breitenthal. Und das nicht nur einmal, denn: „Oimal isch koimal“, sagt schon der Titel des diesjährigen Lustspiels.

Ray Cooney und John Chapman sind die Urheber der Komödie mit dem Originaltitel „Move over, Mrs. Markham“. Deren englischer Humor wurde von Monika Hirschle ins Schwäbische übertragen und auf die Bühne im Vereinsheim gebracht. Die besticht auch dieses Jahr mit liebevollen Details – nicht nur mit der „unsichtbaren Wand“ zwischen Wohn- und Schlafzimmer, auf die Abteilungsleiter Klaus Schlosser zu Beginn der Premiere aufmerksam machte. Urban Jakob und sein Bühnenteam sowie Tontechniker Lukas Schlosser haben weitere Finessen wie eine tatsächlich funktionierende Telefonanlage installiert. Und im Souffleurkasten nimmt Susanne Wohlhöfler dieses Jahr bei insgesamt acht Aufführungen Platz.

So kann die Geschichte ihren turbulenten Verlauf nehmen im Hause des Kinderbuchverlegers Paul Richter (Franz Keller), der sich in seinen Wohn- und Verlagsräumen gleich mehreren Problemen stellen muss: Da ist der herrlich überdrehte Inneneinrichter Alex Sievers (Wolfgang Allstätter), der andauernd Entscheidungen über taubenblaue Vorhänge und tomatenrote Kissen haben will. Richters Frau Marion (Jutta Blösch) hat den Designer engagiert – und bringt ihn jetzt selbst nicht mehr los, obwohl sie sich eigentlich für einen Ball chic machen möchte. Dienstmädchen Silvia (Brigitte Häußler) ist dabei auch keine große Hilfe, im Gegenteil: Sie plant ein Schäferstündchen mit Alex, wenn die Herrschaft abends auf den Ball geht.

Doch genau das ist das Problem – denn die „sturmfreie Bude“ möchten auch Richters Geschäftspartner Harry Frey (Markus Lecheler) und dessen Frau Gerlinde (Monika Kober) nutzen. Freilich nicht miteinander, sondern mit der flotten Telefonistin Christa Anders (Margit Jakob) beziehungsweise dem feschen Verehrer Walter Kienast (Philipp Kober). Entschieden zu viele Liebespaare für ein Schlafzimmer, wie die Protagonisten im Laufe der beiden Akte feststellen müssen.

Ein gefundener Liebesbrief, den Paul Richter und sein Freund Harry falsch interpretieren, bringt weitere Verwicklungen ins Liebeschaos. Und dann taucht auch noch die Kinderbuchautorin Anna Brettschneider (Bärbl Strobel) auf und mit ihr die Chance auf den ganz großen Geschäftsdeal für die beiden Verleger. Doch damit der Deal nicht platzt, darf die prüde Autorin nicht erfahren, was im Hause Richter gerade so vor sich geht. Schließlich hat sie sich gerade von ihrem bisherigen Verlag getrennt: „Früher hatt ich meine Bücher bei Weltbild. Aber, seit die da des Pornozeugs anbieten, pass ich da nicht mehr hin.“

Wie Paul und Harry es schaffen, dass am Ende natürlich ein Happy End steht und wer in welchen Armen endet, sei an dieser Stelle nicht verraten. Schließlich gibt es noch eine Reihe weiterer Aufführungstermine für „Oimal isch koimal“ im Breitenthaler Vereinsheim, an denen dieses Geheimnis gelüftet wird. Verraten kann man aber, dass der Theaterabend wieder großen Spaß macht – dank des großen komödiantischen Talents der Breitenthaler Mimen, die sich wieder ganz demokratisch gemeinsam an die Regie gemacht haben. Aber auch dank der professionellen Maske von Gertrud Jenuwein, Claudia Marz und Anna Jakob – auch sie tragen mit liebevollen Details dazu bei, dass in diesem Jahr ganz viel Liebe auf der Breitenthaler Bühne zu spüren ist.

sind am Freitag, 14. November (20 Uhr), Samstag, 15. November (20 Uhr), Sonntag, 16. November (19 Uhr), Freitag, 21. November (20 Uhr), Samstag, 22. November (20 Uhr) und Sonntag, 23. November (19 Uhr). Kartenvorverkauf Montag bis Freitag von 17 bis 18.30 Uhr unter Telefon

0162/4849667 (keine SMS). Infos www.djkbreitenthal.de

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