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Gemeinschaftssitzung

15.02.2019

Standesamt: Kooperiert die VG Ziemetshausen bald mit der Mindelstadt?

Verwaltungsgemeinschaft Ziemetshausen regt an, mit der Stadt Thannhausen zusammen zu arbeiten, um Kosten zu sparen

Überwiegend um Zahlen ging es bei der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ziemetshausen unter Leitung von Bürgermeister Anton Birle. Geschäftsstellenleiter Leo Sirch gab zunächst das Rechnungsergebnis für 2018 bekannt. Demnach ist ein Ist- und Sollüberschuss von gut 76 000 Euro zu verzeichnen, der der Rücklage zugeführt wurde. Dem Verwaltungshaushalt wurden rund 40 000 Euro aus dem Vermögenshaushalt übertragen. Die Rücklagen betrugen zum Ende 2018 insgesamt rund 108 000 Euro. Die VG als Verwaltungsorgan ist somit schuldenfrei.

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Die örtliche Rechnungsprüfung für 2017 ergab keinerlei Abweichungen, der Verwaltung wurde einwandfreie Arbeit bescheinigt.

Die Gemeinschaftsversammlung hat den Haushalt für das laufende Jahr 2019 beraten. Für Investitionen sind 26 000 Euro vorgesehen. Von der Rücklagenentnahme in Höhe von rund 76 000 werden 50 300 Euro zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts herangezogen. Größere Investitionen sind für die nächsten Jahre nicht vorgesehen, so dass keine hohe Rücklage zu bilden ist. Die Verwaltungskostenumlage (rund 479 000 Euro) wird nach den Einwohnerzahlen der Jahresmitte 2018 errechnet. Das sind für Aichen rund 130 000 Euro (1151 Einwohner) und für Ziemetshausen rund 348 000 Euro (3075 Einwohner).

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Zum Thema Standesamt schlägt Manfred Krautkrämer eine Kooperation mit der Stadt Thannhausen vor. So könnte man Kosten für Schulungen und Lehrgänge eigener Standesbeamter ebenso sparen wie auch hohe Ausgaben für die Datenverarbeitung. Hans-Jörg Stuhler sieht dies aber skeptisch, denn, sollte Thannhausen deswegen eine weitere Person für das Standesamt einstellen müssen, würden die Kosten hierfür der VG Ziemetshausen zufallen und es wäre nichts gespart. Aichens Bürgermeister und VG-Vize Alois Kling warnt, dass eine solche Lösung für die Bürger in der VG nicht teurer werden dürfe. Zudem sei es die VG ihren Bürgern in den vielen Ortsteilen schuldig, ein gemeinsames Standesamt am Hauptsitz der VG vorzuhalten. Auch Anton Birle zeigt sich für eine Kooperation mit der Mindelstadt bezüglich Standesamt durchaus offen. Er wolle sich aber zunächst einmal darüber informieren, wie dies in Krumbach zwischen Stadt und Verwaltungsgemeinschaft praktiziert werde und wie es sich kostenmäßig niederschlägt. Nichtsdestotrotz konnte der Haushaltsplan für 2019 einstimmig verabschiedet werden.

Bezüglich eines gemeinsamen Datenschutzbeauftragten für den Landkreis muss auch die VG-Versammlung ihr Votum abgeben und hat sich einstimmig dafür entschieden.

Abschließender Punkt der Sitzung war die Erhöhung der Versicherungssumme der Kassenversicherung gegen Vermögenseigenschäden. Zu der momentan geltenden und in heutiger Zeit unzureichenden Versicherungssumme von 35 000 Euro nannte Vorsitzender Anton Birle eine allgemeine Empfehlung des Gemeindetags für eine solche. Diese liege zwischen 100 000 und 200 000 Euro. Nach kurzer Diskussion im Gremium, wo auch die Jahresbeiträge von jetzt knapp 3100 Euro zu dann 5580 Euro bei 200 000 Versicherungssumme genannt wurden, hat man sich einstimmig für den höheren Betrag entschieden.

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