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06.12.2007

Tag der offenen Tür rund um den Stall von Bethlehem

Ludwig Waldvogel war einer der bekanntesten Krippenschnitzer- und bauer im Landkreis Günzburg. Auf 80 Quadratmetern und mit rund 350 Figuren hat er im ehemaligen Kuhstall seines landwirtschaftlichen Anwesens in Aletshausen das Geschehen um die Geburt Christi und dessen Lebensweg dargestellt. 1995 starb Ludwig Waldvogel, doch sein Erbe lebt weiter.

Alexander Waldvogel ist aber nur einer von 16 Ausstellern, die am Wochenende etwas besonderes bieten. Fast jede Darstellung hat so ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Stil. Da wäre zum Beispiel Walter Thoma, dessen Krippe vor allem durch das Wurzelwerk beeindruckt. Fast alle seine "Bausteine" stammen aus Österreich, gesammelt im Flussbette des Lechs, im wunderschönen Lechtal. Belebt wird die Krippe mit Figuren des bekannten Schnitzers Kögel aus Jettingen.

Ein anderes Beispiel ist Eugen Miller. Er hat erst vor acht Jahren mit dem Schnitzen begonnen. Inzwischen hat er längst über den Eigenbedarf hinaus produziert und sich einen Platz im mittelschwäbischen Krippenparadies gesichert.

Hier ist die Familie Gänzer schon länger zuhause. Josef und Sohn Karlheinz Gänzer gelten seit Jahren als beliebte Haltestationen bei den jährlichen Krippenfahrten. Acht Krippen präsentieren sie am Wochenende im Vereinsheim, jede für sich eine Besonderheit. So etwa die Schnee-Krippe, die Baumpilze-Krippe oder die typisch schwäbische Eckkrippe mit mehreren "Etagen", auf denen mit sogenannten "Bachenen" der Lebensweg Christi von der Geburt bis zur Auferstehung dargestellt wird. Besonders wertvoll sind die Figuren des Schnitzers Rupert Wildbihler aus Krumbach aus der Zeit um die Jahrhundertwende. "Man hat früher auch schon mal mit Kartoffel bezahlt", weiß Karlheinz Gänzer aus der Überlieferung, wie die ersten Figuren auf den Hof gekommen sind.

An Vielfältigkeit mangelt es der Krippenausstellung also nicht. Dazu kommt noch, dass Christbaumschmuck in verschiedenen Variationen bewundert werden kann, wie etwa bemalte Kugeln aus der Zeit um 1900, die in Besitz von Renate Schmucker sind oder die Klosterarbeiten von Maria Gänzer.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist am Samstag ab 16 Uhr und am Sonntag ab 14 Uhr geöffnet. An beiden Tagen kann den Krippenschnitzern Zenta Wohlfarth und Eugen Miller über die Schulter geschaut werden. Der Eintritt ist frei.

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