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Deisenhausen

10.05.2020

Überdachte Bühne für Deisenhauser Dorffest

Bei den ausscheidenden Gemeinderäten bedankte sich Bürgermeister Norbert Weiß mit einem Aquarell. Ihm selbst überreichte Zweiter Bürgermeister Franz Durm einen Geschenkkorb.
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Bei den ausscheidenden Gemeinderäten bedankte sich Bürgermeister Norbert Weiß mit einem Aquarell. Ihm selbst überreichte Zweiter Bürgermeister Franz Durm einen Geschenkkorb.
Bild: Emil Neuhäusler

Fahrbahn von Nordhofen zur B16 wird vollflächig saniert. Deisenhausens Bürgermeister und langjährige Gemeinderäte mit Urkunden, Bildern und Galileo-Thermometern verabschiedet.

Interessante Bauanträge behandelte der Gemeinderat Deisenhausen in seiner letzten Sitzung der am 1. Mai zu Ende gegangenen Amtsperiode vor.

Für den kleinen Ortsteil Nordhofen lag der Antrag auf Nutzungsänderung mit Sanierung eines landwirtschaftlichen Hofes zur gastronomischen Nutzung und den Einbau von zwei Wohneinheiten vor. Angesprochen wurde der Immissionsschutz, der jedoch, wie Bürgermeister Norbert Weiß mitteilte, vom Landratsamt geprüft wird. Da sich das Anwesen nach der Sanierung gut in die dörfliche Architektur einfügt, gab es bei der Abstimmung nur eine Gegenstimme.

Zu Nordhofen ergänzte Bürgermeister Weiß, dass die Sanierung der dortigen Kapelle abgeschlossen ist. 60000 Euro fielen für die gelungene Restaurierung an. Weiß bedankte sich für die große Eigenleistung, die von den Nordhofern erbracht wurde. Zudem gab es vom Gemeindegremium einstimmig grünes Licht für die vollflächige Sanierung der Fahrbahn von Nordhofen zur B16. Die Straße wird von der Firma Babic mit rund 25 Tonnen Asphaltmischgut vorprofiliert, dann wird eine einlagige Splittabstreuung aufgetragen.

Begrüßt wurde vom Gemeinderat mit großer Mehrheit, was der Vereinsring Deisenhausen vorsieht. Der möchte nämlich an der Südseite der ehemaligen Schule eine überdachte Bühne für das Dorffest anbringen. Gedacht ist an ein nach vorne offenes Pultdach. Außerdem müsste das Gelände auf Höhe des Gebäudeeingangs aufgeschüttet werden. Voraussetzung ist die Zustimmung der Gemeinde, die Eigentümerin des Vorplatzes und des Gebäudes ist. Die Gemeinderäte begrüßten die Idee, da sie zur Steigerung der Attraktivität des Dorflebens beitrage. Außerdem könne die neue Örtlichkeit auch vom Dorfladen genutzt werden. Gemeinde und Vereinsring müssen sich jetzt nur noch auf eine schöne architektonische Gestaltung einigen.

An der Gemarkungsgrenze

Erlaubt wurde weiterhin die teilweise Wiederverfüllung eines Baggersees an der Gemarkungsgrenze von Deisenhausen, Breitenthal und Nattenhausen. Dabei sollen auf einer Fläche von 400 bis 500 Quadratmetern im nordwestlichen Bereich des Sees zur Steigerung der Habitatvielfalt strukturreiche Flachwasserzonen und naturnahe Uferbereiche entstehen. Der Gemeinderat stimmte dem zu, es müsse jedoch darauf geachtet werden, dass durch die Anfahrt des Auffüllmaterials entstehende Straßenschäden abschließend ausgebessert werden.

Nichts sprach gegen die Errichtung einer Trafostation zur Sicherung der Netzversorgung im Lerchenweg in Oberbleichen durch das LEW Verteilernetz. Im Zuge der Kabelarbeiten sollen die wuchtigen Bäume, deren Wurzeln den angrenzenden Straßenbelag beschädigt haben, durch kleinere Pflanzen ersetzt und der Gehweg neu hergerichtet werden.

Schließlich wurde noch die Firma Corwese mit der Durchführung der Markterkundung und des Auswahl- und Förderverfahrens zum Ausbau der Breitbandversorgung im Rahmen der bayerischen Gigabitrichtlinie beauftragt.

Deisenhausens Bürgermeister Norbert Weiß verabschiedete in der Gemeinderatssitzung die ausscheidenden Mitglieder des Gemeinderats und erinnerte in einem Rückblick an die größeren Projekte und Vorhaben, bei welchen die einzelnen Gemeinderatsmitglieder in ihrer Zeit im Gemeinderat mitgewirkt und die Verantwortung mitgetragen haben. Das größte Projekt war der Abschluss des innerörtlichen Hochwasserschutzes. Es sei ein beruhigendes Gefühl, meinte Bürgermeister Weiß, dass das Gewerbegebiet nun „trocken“ sei. Weiß bedankte sich beim Gemeinderat und hob hervor, dass dieser stets als gemeinsames Ziel das Wohl der Gemeinde vor Augen hatte.

Zusätzlich ein Aquarell

Sechs Jahre lang gehörten Markus Bruckner, Andreas Singer und Wolfgang Steffan dem Gemeinderat an. Seit zwölf Jahren dienen in dieser Funktion Martha Heiligmann, Bernhard Mayer und Marlies Thoma den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde. Bernhard Kohn und Franz Durm fungierten seit 18 Jahren als Gemeinderat, Durm davon 13 Jahre als Zweiter Bürgermeister, wofür er von Weiß besondere Anerkennung erhielt. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit überreichte Bürgermeister Weiß an alle ausscheidenden Mitglieder eine Urkunde und ein Galileo-Thermometer. Für diejenigen, die zwei und mehr Perioden dem Gemeinderat angehörten, gab es zusätzlich ein Aquarell, gefertigt von einer heimischen Künstlerin. Dargestellt sind das Rathaus sowie die Kirche des Orts-teils, aus dem das jeweilige Gemeinderatsmitglied stammt.

Am längsten, insgesamt 36 Jahre, stand jedoch Bürgermeister Norbert Weiß im Dienst der Gemeinde. Sechs als Gemeinderat, sechs als Zweiter Bürgermeister und 24 Jahre als Erster Bürgermeister. Franz Durm meinte als Laudator, dass es den Sitzungsrahmen sprengen würde, wenn man alle Projekte, die unter der Führung von Weiß verwirklicht wurden, aufzählte. Dass die Gemeinde trotz der großen und vielen Investitionen finanziell hervorragend dastehe, sei ein besonderer Verdienst des „Denkers und Lenkers“ Weiß. Dieser könne eine solide Gemeinde an seinen Nachfolger übergeben. (neu)

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