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Neuburg/Kammel

19.10.2020

Verzögerungen drohen für das Baugebiet „Mühlweg“ in Neuburg

An der Straßenkreuzung Edelstetter Straße/Hauptstraße im Neuburger Ortsteil Langenhaslach soll ein Fußgängerüberweg gebaut werden.
Bild: Dieter Jehle

Plus Drei Schreiben von Rechtsanwälten zur geplanten Häuserzeile im Nordwesten des Ortsteils Langenhaslach liegen dem Bürgermeister vor.

Das Interesse am Baugebiet „Mühlweg“ in Langenhaslach ist groß. „Wir werden jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um das Baugebiet schnellstens zu realisieren“, sagte Bürgermeister Markus Dopfer. Doch es könnte Verzögerungen geben. Dem Rathauschef liegen drei Schreiben von Rechtsanwälten vor. Über deren Inhalt wurde öffentlich nichts bekannt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich diese gegen das geplante Baugebiet aussprechen.

In Langenhaslach sind zehn Bauplätze geplant

Die geplante Häuserzeile am nordwestlichen Ortsausgang in Langenhaslach umfasst zehn Bauplätze. Der Bebauungsplan ist mittlerweile rechtskräftig. Jetzt stellte Planer Thomas Friderich Möglichkeiten der Straßenerschließung vor. Dopfer schränkte jedoch ein, dass Einzelheiten in den nächsten Wochen mit den Anliegern diskutiert werden sollen. Die Markträte sprachen sich mehrheitlich für eine Straßenbreite von sechs Metern aus. Einen Gehweg mit einer erforderlichen Mindestbreite von 1,50 Meter wird es nicht geben. Es werde sonst für den Kraftfahrzeugverkehr zu eng. Abwechslung in die Erschließungsstraße soll eine Mittelrinne aus Granitsteinen mit Entwässerungsfunktion bringen. Des Weiteren sind kombinierte Grün- und Parkflächen vorgesehen. Wo und wie viel dieser Flächen platziert werden, ist noch offen. Ein Ergebnis soll die Anliegerversammlung bringen. Telekom und Vodafone zeigten hinsichtlich Glasfaserleitungen kein Interesse. Erdgas Schwaben würde nur eine Leitung verlegen, wenn die künftigen Anlieger mitziehen. Nach der Anliegerversammlung möchte Dopfer noch im November den Beschluss zur endgültigen Straßenplanung fassen. Im Februar nächsten Jahres soll die Ausschreibung folgen. Ein Monat später ist die Auftragsvergabe geplant. Friderich sieht eine Bauzeit von rund sechs Monaten vor. Demnach könnten die ersten Häuser noch vor Weihnachten 2021 hochgezogen werden.

Gegen den Bebauungsplan „Kraftfahrzeugabstellplatz am Oberrohrer Weg“ der Stadt Thannhausen erhoben Neuburgs Markträte keine Einwände. Mit diesem schafft die Nachbarstadt die Möglichkeit zum vorübergehenden Abstellen von Kraftfahrzeugen für einen Autohändler.

Neuburg/Kammel: Mobilfunkantenne wird modernisiert

In Neuburg darf ein Bauinteressent in der Gartenstraße ein Einfamilienhaus mit Garage errichten. Das Gebäude wird mit einem Walmdach versehen. Marktrat Max Hildebrand bedauerte, dass das Gebäude nicht im schwäbischen Baustil errichtet wird. Ebenfalls in Neuburg in der Straße „Am Nußgraben“ wird ein bestehendes Wohnhaus abgerissen. Auf dem Grundstück werden zwei mit Garagen verbundene Einfamilienhäuser errichtet. Das westliche der beiden geplanten Gebäude steht giebelständig zur Straße. Die Giebelrichtung des Nachbargebäudes verläuft in Ost-West-Richtung. Eine Zimmerei baut in Neuburg an eine bestehende Abbundhalle eine Spenglerei an. Erforderliche Befreiungen von dem Bebauungsplan wurden erteilt. In Lagenhaslach darf in der Kirchsteigstraße eine Unterstellhalle in der Größe 20 x 8,40 Meter aufgestellt werden. Ein Bauwilliger darf in der Attenhauser Straße in Edelstetten auf dem bestehenden Dach zwei Dachgauben errichten und eine Treppe anbauen. Auf dem Areal ist zudem ein Melkstand mit Laufhof und Abkalbebereich vorgesehen. Bei der Biogasanlage zwischen Langenhaslach und Edelstetten wird eine landwirtschaftliche Lager- und Maschinenhalle mit Werkstatt errichtet.

Auf dem Glockenturm des Schlosses Neuburg wird das Unternehmen Telefónica Germany die bestehende Sende- und Empfangsstation für Mobilfunk modernisieren. Für Nutzer des Mobilnetzes von O2 soll dadurch die Verbindung verbessert werden. In diesem Zusammenhang bemängelt Willi Bozenhard die schlechte Mobilfunkverbindung in Halbertshofen.

Bus für die Schulkinder des Ortsteils Halbertshofen auf Prüfstand

Grundschulkinder aus Halbertshofen werden künftig direkt von der Christoph-Rodt-Grundschule mit dem Bus nach Halbertshofen gebracht. Diese freiwillige Leistung lässt sich der Markt Neuburg jährlich rund 3000 Euro kosten. Bisher mussten die Schüler am Neuburger Kindergarten aussteigen und von dort etwa einen Kilometer nach Halbertshofen laufen. Johannes Huber forderte, den Busverkehr innerhalb des Marktes Neuburg gänzlich auf den Prüfstand zu stellen, da ihm die Kosten hoch erscheinen. „Wir werden ohnehin den gesamten Busverkehr analysieren und kostenmäßig prüfen“, sagte der Rathauschef.

Bürgermeister Markus Dopfer berichtete von einem Gespräch mit Pfarrer Michael Kinzl und den Leiterinnen der Kindertagesstätten in Neuburg und Langenhaslach. Für die Zukunft kristallisiert sich ein weiterer Bedarf an Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen heraus. „Wir sind am Anschlag“, so Dopfer. In einem nächsten Schritt stehen Gespräche mit den zuständigen Stellen der Diözese Augsburg an.

Mit den Bauarbeiten an der Straßenkreuzung Edelstetter Straße/Hauptstraße in Langenhaslach soll es noch Ende Oktober losgehen. Laut Bürgermeister Markus Dopfer wird die Straße vollständige gesperrt, der Verkehr großräumig umgeleitet. „Innerhalb von Langenhaslach ist mit erheblichen Beeinträchtigungen zu rechnen“, warb der Bürgermeister bereits jetzt um Verständnis. Auf Wunsch vieler Langenhaslacher Bürger erhält der Kreuzungsbereich einen Fußgängerüberweg.

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