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Handball-Bayernliga

22.11.2019

Kann Günzburg so weitermachen?

Frieder Bandlow ist nicht nur erfolgreichster Torjäger beim VfL Günzburg. In der gesamten Bayernliga hat kein Spieler bisher öfter getroffen als der Jugendnationalspieler. Bisher war er in neun Spielen 63 mal erfolgreich.
Foto: Ernst Mayer

Nach dem Sieg im Spitzenspiel steht für den VfL die nächste Bewährungsprobe an. Ob das Team oben bleibt, hängt von zwei Faktoren ab

Groß war die Freude beim VfL Günzburg über den Sieg im Spitzenspiel gegen Coburg. Nach einer durchwachsenen Vorsaison ist man wieder wer in der Handball-Bayernliga. Wie lange die Freude währt, wird sich am Samstag zeigen, wenn der VfL um 18 Uhr beim TV Erlangen-Bruck gastiert.

Denn hier wartet bereits die nächste schwere Aufgabe auf die Spieler von Trainer Gábor Czakó. „Brooklyn United“, wie sich die Erlanger selber nennen, spielte lange in der höchsten bayerischen Liga. In der Saison 2017/2018 schafften die Franken dann dank einer enorm dominanten Saison ungefährdet den Aufstieg in Liga drei. Unvergessen blieb hier die Machtdemonstration in der Günzburger Rebayhalle, als der VfL sang- und klanglos mit 34:42 aus der eigenen Halle geschossen wurde.

Nach einem kurzen Zwischenspiel in der Dritten Liga folgte vergangene Runde für die Erlanger der direkte Wiederabstieg. Zudem verließ der bis dahin beste Spieler Steffan Meyer „seine“ Mannschaft in Richtung des Ligakonkurrenten Regensburg. Obschon dies ein denkbar harter Schlag für den TVE war – ihre gute Laune und Spielfreude ließen sie sich davon nicht verderben.

Zudem haben sie genug andere Hochkaräter in ihrem Kader. Ohne Frage profitieren sie dabei von der Nähe zum Bundesligisten HC Erlangen und der Universität in Erlangen selbst. Trotzdem ist der Gegner am Samstag alles andere als ein Söldnerverein. Der TV Erlangen-Bruck überzeugt seine Spieler durch die Freude am Handballspiel selbst. In die aktuelle Runde sind sie stark gestartet, stehen zwei Punkte – aber auch mit einem Spiel weniger – hinter den Weinroten und werden alles daransetzen, Günzburg als erster Verfolger des Tabellenführers abzulösen.

Obschon die Leistungen der vergangenen Wochen die Donaustädter ins Rennen um die Tabellenspitze gebracht haben, sieht Trainer Gábor Czakó seine Mannschaft auch am Wochenende wieder als Außenseiter. Aktuell stellen die Günzburger zwar die beste Abwehr der Liga, dies sei allerdings nur zu Teilen der individuellen Klasse zu verdanken. Hauptsächlich lebt der Abwehrverbund von der überragenden kämpferischen Einstellung eines jeden Spielers. Doch nur ein paar Prozente weniger reichen hier oftmals aus, um dem Gegner Tür und vor allem Tor zu öffnen.

Das Günzburger Sorgenkind – die Angriffsleistung – scheint nun endlich zu alter Stärke gefunden zu haben. Nach einem holprigen Start überzeugt insbesondere die rechte Angriffsseite um Frieder Bandlow, mit 63 Treffern in neun Spielen aktuell bester Torschütze der Liga, immer mehr.

VfL-Trainer Czakó sieht allerdings noch einiges an Verbesserungsbedarf. So krankt das Umschaltspiel nach einem Ballgewinn noch immer an vermeidbaren und zu leichten Fehlern und allzu oft schleichen sich Phasen in das Günzburger Spiel ein, in denen vorne nicht viel zusammengeht. Allerdings sind die Fortschritte hier mittlerweile deutlicher zu erkennen. Im Trainingsbetrieb in dieser Woche liegt der Fokus somit auf der Bewahrung der Qualität des Abwehrverbunds und einer erneuten Verbesserung des Angriffs.

Dennoch haben die Günzburger am Samstag eine durchaus realistische Chance, weiterhin im Kampf um die Sonnenseite der Tabelle mitzumischen. Möglich wird das allerdings nur, wenn die Einstellung hinten wieder zu 100 Prozent passt, und im Angriff an den Fortschritten, die bislang in dieser Saison erzielt wurden, konsequent angeknüpft wird. (zg)

Der VfL Günzburg setzt nach Erlangen einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 13.45 Uhr an der Rebayhalle. Anmeldungen bei Dieter Pohl unter Telefon 0171/5853972.

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