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Frauenhandball

18.11.2019

VfL-Damen ballern Freising weg

Die Günzburgerin Lena Götz stellte die Abwehr der Gäste immer wieder vor Probleme und erzielte beim 36:19-Sieg zehn Tore.
Foto: Ernst Mayer

Der Höhenflug der Günzburgerinnen in der Bayernliga geht weiter. Nach zähem Start bringt ein Wechsel Schwung ins Spiel und der Angriff zeigt sich unersättlich

Mit einem in der Höhe nie erwarteten 36:19 (15:10) gegen die HSG Freising-Neufahrn haben die Handballerinnen des VfL Günzburg ein neues Kapitel in ihrem eigenen Aufstiegsmärchen geschrieben. Das Günzburger Handballpublikum honorierte den aktuellen Höhenflug in der Bayernliga. 300 Zuschauer säumten die Nordtribüne der Rebayhalle.

Dabei begann das Spiel erst einmal zäh. Die Gäste warteten mit einer defensiven Deckung auf. Die VfL-Spielerinnen vom Fernwurf-Dienst, Martina Jahn und Lena Götz, hatten anfangs ihr Visier noch nicht genau genug eingestellt und scheiterten ein paar Mal. Das nutzte die HSG in einer umkämpften Anfangsviertelstunde. Das 5:5 durch Sophie Raupach dokumentiert das auf dem Spielbericht.

Dann kam Alena Harder auf das Feld. Der kleine Wirbelwind brachte Schwung in das Günzburger Angriffsspiel und markierte selbst die 9:6-Führung. Da auch Selina Schlund mit insgesamt vierzehn Torwartparaden immer besser ins Spiel kam, erlangten die Schwäbinnen mehr und mehr Spielvorteile. Die Seiten wurden bei einem gerechten 15:10 gewechselt.

Ehe sich die Oberbayerinnen versahen, gerieten sie nach der Pause voll in die Günzburger Angriffsmaschine. Und es sollte noch schlimmer für die HSG werden. Hinten erinnerte nichts mehr an die schwächere Abwehrleistung zuletzt im Schwabenderby gegen Haunstetten. Vorne schepperte es, hinten stand die Mauer. Innerhalb von sieben Minuten jagten die VfL-Handballsprinterinnen zu einem 22:12.

Das war nicht nur ein deutlicher Vorsprung, sondern auch ein schwerer Wirkungstreffer. Die Spielerinnen aus Freising und Neufahrn wirkten konsterniert, es war die Vorentscheidung. Aus den Wurfproblemen der Anfangsviertelstunde waren bei Günzburg derweil die richtigen Schlüsse gezogen. Martina Jahn sollte insgesamt sieben Mal treffen, Lena Götz gar zehn Mal. Die HSG spielte nur noch mit und schien das Ende herbeizusehnen. Doch auch fünf Minuten vor dem Ende, beim Stand von 32:18, hatte das VfL-Team noch Lust auf mehr. Drei mal Nina Porkert und einmal Tanja Stoll setzten den Deckel auf den 36:19-Sieg.

Damit setzt sich die Mannschaft in der oberen Hälfte einer interessanten zweigeteilten Tabelle fest. Der obere Teil geht von der HSG Würm-Mitte mit einem Minuspunkt bis hinunter zum Achten Haspo Bayreuth mit 8:10 Punkten. Der VfL mit vier Minuspunkten verfolgt in dieser Wohlfühlzone der Tabelle die Spitzenreiter. Der Neunte, die HSG Fichtelgebirge, führt die Gruppe der Abstiegskämpferinnen mit 4:12 Punkten an. Sie reicht bis zum 14. TSV Haunstetten. (zg)

VfL Günzburg Schlund, Gremmelspacher; Götz (10/1), Leis, Harder (2), Kubasta, Stoll (2), Engelmann (2), Schütte (1), Sperandio (2), Christel (3), Jahn (7/2), Porkert (7)

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