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Asch

02.06.2019

Asch erlebt ein überwältigendes Musikfest

Ein beeindruckendes Bild bietet bei den Bezirksmusikfesten immer der Gemeinschaftschor. Rund 1500 Musiker aus 40 Kapellen stellten sich dazu auf der Festwiese in Asch auf.
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Ein beeindruckendes Bild bietet bei den Bezirksmusikfesten immer der Gemeinschaftschor. Rund 1500 Musiker aus 40 Kapellen stellten sich dazu auf der Festwiese in Asch auf.
Bild: Thorsten Jordan

1500 Musiker aus 40 Kapellen aus dem Fuchstal und dem Ostallgäu kommen zum Bezirksmusikfest. Sie genießen vier Tage voller Höhepunkte.

Mit einem Gemeinschaftschor und einem Umzug durch das Dorf erlebte das 62. Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes in Asch am Sonntag weitere Höhepunkte. Überwältigt zeigte sich Robert Mayer, der Vorsitzende des ausrichtenden Musikvereins: „Das hätten wir uns nicht träumen lassen“, meinte er. Bei sämtlichen Abendveranstaltungen war das Festzelt fast bis auf den letzten Platz gefüllt und teilweise musste man sogar vorzeitig wegen Überfüllung schließen. Den Erfolg habe man aber vor allem auch den 350 Helfern mit ihrem großen Einsatz zu verdanken, fügte Mayer hinzu.

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Die Bezirksdirigentin gibt den Stab an den Ministerpräsidenten ab

Am Gemeinschaftschor am Mittag nahmen rund 1500 Musiker aus 40 Kapellen teil. Die unübersehbare Menge spielte zunächst unter Leitung von Bezirksdirigentin Monika Fleschhut den Coburger. Es folgte der Schwabenhymnus. Den Laridah-Marsch dirigierte Ministerpräsident Markus Söder, der empfahl aber, dabei sicherheitshalber nicht auf ihn zu schauen.

Mehr zum Söder-Auftritt lesen Sie hier: Der Ministerpräsident beweist Taktgefühl beim Bezirksmusikfest

Asch erlebt ein überwältigendes Musikfest

Eigens für seine Ascher Freunde geschaffen hatte Freek Mestrini das Stück „Blasmusik ist Heimat“, gleichzeitig das Motto der Festtage. Zum Abschluss gab es die Bayernhymne, beim Musikergruß hoben die Teilnehmer ihre Instrumente in die Höhe.

Beim Festumzug mit etwa 2000 Teilnehmern zogen die Zuschauer angesichts der Hitze die Schattenplätze am Straßenrand vor. Angeführt wurde er von Mitgliedern des Reit- und Fahrvereins hoch zu Ross und mit ihrer Standarte. Vorsitzender Simon Hefele und Alexander Kneißl hatten es organisiert, dass die 15 Festwagen bis auf eine Ausnahme von Gespannen gezogen wurden. Unter den Musikern stachen die Mitglieder der Tänzelfestkapelle aus Kaufbeuren mit ihren Uniformen heraus. Die Kapelle aus Osterzell wurde vom Verein Festtagsg’wand begleitet, dessen Mitglieder Trachten aus der Zeit von 1820 bis 1860 trugen, die Damen mit dem „Frauenrädle“ auf dem Kopf.

Die Maibaumfreunde kommen mit einem Ochsengespann

Zahlenmäßig stark vertreten waren die Abordnungen des Sportvereins, des Kindergartens mit Carola Neseker und der Schule mit Rektorin Eva-Maria Klein, deren Festwagen auch an den Namengeber der Mittelschule Johann-Baptist-Baader erinnerte. Tütchen mit Kräutersalz und Blumensamen verteilten die Ascher Gartenfreunde. Ein Ochsengespann zog den Wagen des Maibaumvereins Leeder, den naturgemäß ein Maibaum schmückte. In wochenlanger Arbeit hatte der Ascher Veteranenverein ein großes Modell der Stockkapelle gebastelt. Ihre „Brettln“ dabei hatten die Mitglieder des Skiclubs. Eine ganze Waldlandschaft mit Tieren präsentierte die zahlenmäßig kleine Abordnung der Jagdgenossenschaft.

Mit einem Sechsspänner vertreten war der Festwirt vom Allgäuer Brauhaus, auf dem Wagen befanden sich 54 Bierfässer. Durchaus willkommen war es, dass eine Begleiterin Kostproben des Gerstensafts verteilte. Die zahlreichen Ehrengäste, angeführt vom Ministerpräsidenten Markus Söder, hatten den Umzug zunächst von der Ehrentribüne aus verfolgt, auf der Katharina Fietz moderierte. Dann be-stiegen die Damen die Ehrenkutsche, zu Fuß gefolgt von den Herren. Danach schloss sich der Festwagen der Ehrenmitglieder des Vereins an, unter ihnen Gründungsmitglied Johann Gleich. Beschlossen wurde der Zug von der Musikkapelle Eggenthal, bei der das Musikfest im kommenden Jahr stattfindet.

Vom Atmen und Musizieren

Am Vormittag hatten rund 300 Gläubige vor dem Ascher Haus der Begegnung den Festgottesdienst gefeiert. Dekan Oliver Grimm ging dabei auf die lebenswichtige Bedeutung des Atmens für den menschlichen Körper ein, was auch Grundlage für das Musizieren sei. Der Heilige Geist sei der Atem Gottes, der nicht nur der christlichen Kirche ihr Leben schenke, sondern auch den Menschen über das Tier erhebe, meinte er weiter. Umrahmt wurde der Gottesdienst durch die Blaskapelle Markt Leeder, die anschließend zum Frühschoppen aufspielte.

Gleichzeitig mit den Veranstaltungen auf dem Festplatz mit Schiffsschaukel und Schießbude wurden in der Fuchstalhalle die Wertungsspiele abgehalten. Für den äußeren Ablauf und die Bewirtung der Gäste sorgten Mitglieder der Blaskapelle Markt Leeder. Zur Musik der „Radlerband“ klang das Ascher Musikfest aus.

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