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Landsberg

19.11.2018

Das Landsberger Jugendamt zieht um

Das Jugendamt am Landratsamt Landsberg zieht um. Der Landkreis hat Räume in der Altstadt angemietet.
Bild: Thorsten Jordan

Es wird einer der größten Umzüge in der Geschichte des Landratsamtes Landsberg. Der Landkreis will Büros für das Jugendamt in der Zederpassage anmieten.

Im Landratsamt Landsberg steht mal wieder ein Umzug an. Im Februar macht sich voraussichtlich das Amt für Jugend und Familie auf den Weg. Die Abteilung, die bislang in der Von-Kühlmann- und in der Spöttinger Straße 8 zu finden ist, wird sich künftig zum großen Teil in der Altstadt befinden: in der Zederpassage (Hauptplatz 155) und im Nachbargebäude Hintere Salzgasse 8. Zwar handelt es sich um zwei Adressen, tatsächlich ist es aber ein Objekt.

Fix ist das jedoch noch nicht, betont der Sprecher des Landratsamts, Wolfgang Müller. Denn einen unterschriebenen Mietvertrag gebe es derzeit noch nicht. Allerdings seien die Verhandlungen „weit fortgeschritten“. Beide Liegenschaften gehören der Stiftung „Zukunft Mensch“. Die Stiftung sei selbst auf den Landkreis zugekommen, berichtet Landrat Thomas Eichinger. „Sie wollte es gern an die öffentliche Hand vermieten und hat sich bei uns gemeldet.“

Die wirklich großen Büroflächen, bieten die Möglichkeit, 38 Mitarbeiter in der neuen Außenstelle – sie wird die Nummer 14 sein – unterzubringen, wie der Landrat sagt. Die neuen Räume böten Platz für mehr Einzelbüros, das sei insbesondere auch wegen des Datenschutzes ein Vorteil, meint Eichinger. Die Erreichbarkeit des neuen Standorts sieht man im Landratsamt als nicht besser oder schlechter wie an der Von-Kühlmann-Straße an.

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Im Industriegebiet hat das Landratsamt weitere Büros gemietet

Umziehen soll zum einen die wirtschaftliche Jugendhilfe. Diese Stelle wickelt die pädagogischen Maßnahmen mithilfe von Trägern ab (zum Beispiel ambulante Eingliederungshilfen, Schulbegleiter, Heiltherapien). Die Sozialen Dienste sollen ebenfalls in die Altstadt, daneben die Jugendhilfeplanung und die Amtsleitung. Ein Teil des Amts für Jugend und Familie wird jedoch im Haupthaus bleiben, erklärt Sprecher Wolfgang Müller. Dabei handelt es sich um die Mitarbeiter, die unter anderem Amtsvormundschaften und Unterhaltsvorschüsse bearbeiten. Kein Thema ist laut Landrat, einen Teil des Jugendamts in den Schönenberger-Turm ins Industriegebiet zu verlagern. Von solchen Überlegungen war dem LT aus den Reihen der Mitarbeiter berichtet worden. Dort gibt es zwar neu gebaute Büroflächen, doch die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsflächen gilt als nicht besonders gut.

Trotz dieser Einschränkung hat das Landratsamt im Schönenberger-Turm weitere Büroflächen angemietet. Dort unterhält das Landratsamt bereits eine Außenstelle für das Schulamt und die Lebensmittelkontrolle. Welche Bereiche des Landratsamts künftig noch in den Turm kommen werden, ist laut Eichinger noch nicht „spruchreif“.

Die Hochbauabteilung soll wieder ins Landratsamt zurückkehren

Die im Haupthaus frei werdenden Büroflächen dürften nicht lange ungenutzt bleiben. Landrat Eichinger will den kreiseigenen Hochbau wieder in die Zentrale holen. Dieser war bislang in der Spöttinger Straße 6 eingemietet. Dort sei der Mietvertrag jedoch gekündigt worden, ergänzt Wolfgang Müller. Dieses Sachgebiet, das sich um das Bauwesen des Landkreises kümmert, wolle er in seiner Nähe haben, sagt Eichinger. Es gehöre in die Zentrale wie das Bauamt, das Personalamt oder die IT. Und ansonsten sehe der neue Stellenplan des Landkreises im nächsten Jahr rund 20 neue Stellen vor, die auch untergebracht werden müssten.

Den für das Amt für Jugend und Familie genannten Umzugstermin Februar 2019 bezeichnet Thomas Eichinger derzeit noch als „sportlich“. Denn im Zederbräu-Anwesen müssten noch einige Vorarbeiten erledigt werden. Die reichten von Baumaßnahmen, über die Verkabelung bis hin zur vorherigen Untersuchung der Räume im Hinblick auf Umweltgifte, nachdem man bei letzteren bei einer anderen Liegenschaft schon mal schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Das Landratsamt hat rund 350 Mitarbeiter in Vollzeit

Der Umzug des Amtes für Jugend und Familie sei die bislang größte Verlagerung in seiner Amtszeit, erklärt Eichinger. Ähnlich groß wie die künftige Außenstelle in der Innenstadt sei nur die Außenstelle 13 in der Lechfeldstraße, wo unter anderem Asyl- und Ausländerangelegenheiten bearbeitet werden. Insgesamt gibt es in der Landkreisverwaltung rund 350 Vollzeitstellen, erklärt Eichinger.

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