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Riederau

26.02.2016

Den Pavillon taufte sie als Kind „die Rakete“

Carina Eickmann, hier zu sehen vor den historischen Umkleiden und mit ihrem Logo, führt jetzt das Strandbad in Riederau.
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Carina Eickmann, hier zu sehen vor den historischen Umkleiden und mit ihrem Logo, führt jetzt das Strandbad in Riederau.
Bild: Thorsten Jordan

Die neue Pächterin Carina Eickmann holt Kultur ins Strandbad

Die neue Pächterin für das Strandbad Riederau heißt Carina Eickmann. Die 55-Jährige aus Riederau liebt den Ort und die Architektur des kleine Pavillons von Kindheit an: „Ich habe das Gebäude, als Achtjährige wegen der Betonpfeiler ’die Rakete’ getauft.“

Carina Eickmann wuchs in Nördlingen auf, hatte aber familiäre Beziehungen zum Ammersee und verbrachte hier als Kind viel Zeit. Seit 20 Jahren lebt sie am See. Beruflich war die neue Pächterin bisher in der Werbung tätig – sie beschäftigte sich mit Werbung für Gastronomiebetriebe.

Jetzt in der zweiten Lebenshälfte zurück zugehen zu den Wurzeln, dazu hatte Carina Eickmann große Lust, wie sie erzählt. Und diese liegen in der Gastronomie: „Meine Großeltern und Eltern waren Konditorei- und Kaffeehausbesitzer.“ Und ihr Traum sei es, genau dieses Strandbad, mit dem sie viel verbindet, zu betreiben. „Wir sind auch mit dem Architekten Heinz Kloepfer befreundet, der sich für den Pavillon so viel ich weiß von Strandhütten in Acapulco inspirieren ließ.“ Kloepfer hatten den Pavillon 1968 entworfen.

Den Pavillon taufte sie als Kind „die Rakete“

Bis tropische Stimmung einkehrt, müssen die Temperaturen steigen und einiges getan werden: Noch ist der Pavillon ausgeräumt und die Maler sind am Werk. Eickmann ist der Gemeinde dankbar dafür, dass diese den Pavillon sanieren lässt. Aufmachen will Carina Eickmann ab Anfang April. Schwimmer und Badende können bei schönem Wetter von 9 bis 20 Uhr das Bad nutzen, die Gastronomie darf bis 22 Uhr geöffnet sein.

„Entspannen, Erholen und Spaß haben“, sind die Schlagwörter, mit denen die Werbefachfrau ihr Konzept für Riederau überschrieben hat. Das Plus hier auf der Westseite ist für Eickmann, dass es ein Platz sein kann zum Runterkommen. Auf der von der Abendsonne beschienenen Westseite, wie beispielsweise der Herrschinger Promenade, sei dies zumeist nicht möglich. „Da geht es fast immer turbulent zu.“

Den Gast will sie mit Speisen mit regionalem Bezug bewirten „mit kleinem Blick über die Alpen gen Süden.“ Die Karte soll überschaubar sein: „Es wird kein Restaurant, sondern Bistro mit frisch belegten Broten, Panini, Quiche aber auch Fisch aus dem Ammersee und frisch zubereiteten Salaten.“ Wenn es mal kühler ist, steht dann eine heiße Suppe auf dem Menüplan. Und natürlich gibt es Kaffee und Kuchen, freilich nicht die üppige Buttercreme-Torte, sondern Backwaren „wie bei Tante Erna.“ Bewältigen will die neue Pächterin dies alles mit einer Rumpfmannschaft von vier Personen, die in der Saison auf rund ein Dutzend Mitarbeiter aufgestockt wird.

Das Strandbad soll auch Raum für Kultur bieten: Carina Eickmann stellt sich Ausstellungen vor, hat schon mit dem Heimatverein über Lesungen im Strandbad gesprochen und kann sich eine Musikpalette „zwischen Boarischem und Jazz“ vorstellen. Und es sollen auch Feste möglich sein: Wer will, kann hier den Kindergeburtstag, einen runden Geburtstag oder Hochzeit feiern. Östlich des Pavillons bietet sich dafür eine kleine Fläche an, während der restliche Bereich weiterhin den Badegästen zur Verfügung stehen wird.

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