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Pürgen

02.07.2018

Der Dorfweiher in Pürgen bietet einen trüben Anblick

Einen trüben Anblick bietet der Pürgener Dorfweiher, auf dem sich ein großer Algenteppich ausgebreitet hat.
Bild: Frauke Vangierdegom

Auf dem Gewässer hat sich ein Algenteppich ausgebreitet. Was jetzt helfen soll.

Ein Dorfweiher sollte ein Blickfang in einer Gemeinde sein und jedem, der an seinem Ufer steht, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Der Dorfweiher in Pürgen allerdings kann damit derzeit so gar nicht dienen. Ein grüner Algenteppich hat sich ausgebreitet und umwuchert die im vergangenen Jahr gepflanzten Seerosen. „Mit drei Mann waren wir zuletzt zu Gange und haben sechs Kubikmeter Algen aus dem Weiher gefischt“, sagt Zweiter Bürgermeister Gerhard Straus auf Nachfrage unserer Zeitung. Zwei Wochen später habe es aber schon wieder genauso ausgeschaut wie vorher.

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Die Fontäne kostet viel und bringt nichts

Die im Frühjahr 2017 angeschaffte Wasserfontäne, die genau diesem Algenwuchs Einhalt gebieten sollte, funktioniert derzeit nicht. „Der Ansaugstutzen ist schon wieder mit Algen verstopft“, sagt Straus, der die jüngste Sitzung des Gemeinderats leitete. Damit aber nicht genug. Die Wasserfontäne, die mit Einbau und Elektroinstallation rund 4000 Euro gekostet habe, scheint das Algenwachstum sogar noch zu beflügeln. „Außerdem frisst der Sprudler viel Strom und bringt nichts“, heißt es aus den Reihen der Gemeinderäte. Im vergangenen Jahr habe die Wasserfontäne in Sachen Strom mit rund 700 Euro zu Buche geschlagen.

Als sich die Gemeinde dazu entschlossen hatte, dem Algenwuchs mit einer Wasserfontäne entgegenzutreten, war man davon ausgegangen, mit einem höheren Sauerstoff-eintrag in den Weiher Abhilfe schaffen zu können. Einen Belüfter dieser Art gibt es auch im Weiher am Kreisseniorenheim in Vilgertshofen. Der leiste, so argumentierte seinerzeit der Vorsitzende der Dorferneuerung Ekkehard Linke gegenüber dem Gemeinderat, gute Dienste.

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Das eingeleitete Wasser könnte das Problem sein

In Pürgen vermutet man jetzt, dass eine stärkere Belüftung keine Wirkung zeigt, weil der Dorfweiher nur mit Grund-, Straßen- und Regenwasser befüllt werde. Das führe zu einer mikrobiologischen Überdüngung des Weihers. Problematisch sei zudem, dass es kaum Beschattung für das Gewässer hinter dem Pürgener Rathaus gibt.

Doch die Flinte ins Korn werfen und die Situation hinnehmen wollen die Gemeinderäte nicht. „Irgendetwas müssen wir machen“, so die einhellige Meinung. Jetzt soll ein biologisches Streumittel helfen, den Algenbewuchs einzudämmen, die Kosten dafür lägen bei rund 1000 Euro. Sobald Bürgermeister Klaus Flüß aus seinem Urlaub zurück ist, wolle man sich der Sache intensiver widmen.

Es gäbe vielleicht noch eine andere Möglichkeit...

Die Wasserpumpe, die eine Fontäne von bis zu eineinhalb Meter erzeuge, werde aber weiterhin im Dorfweiher bleiben. „Viele Radler kommen hierher, um die Attraktion zu sehen“, sagt Zweiter Bürgermeister Straus. Allerdings sollen die Einsatzzeiten deutlich reduziert werden. Und wenn auch das biologische Mittel nicht hilft? „Dann müssen wohl wieder Enten her“, sagt Gerhard Straus unserer Zeitung und schmunzelt.

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