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Dießen

15.03.2019

Die Bürgerinitiative beantragt einen freien Seezugang

Freien Zugang zum Ammersee in den Strandbädern in St. Alban und in Riederau (Foto) fordert die Bürgerinitiative Strandbad St. Alban und Riederau. Ihre Forderungen sollen jetzt mit einem entsprechenden Bürgerantrag bekräftigt werden.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Bis 2020 will eine Dießener Bürgerinitiative ein Konzept für zwei Badestrände. Mehr als 150 Bürger haben einen Brief an die Gemeinde unterschrieben. Die Antwort des Bürgermeisters reicht ihnen nicht.

Mit einem Bürgerantrag will die „Bürgerinitiative Strandbad St. Alban und Riederau“ erreichen, dass es künftig am Ammersee zwei frei zugängliche Badeplätze im Bereich der Gemeinde Dießen gibt. Der Antrag, der bei einem Treffen mit rund 30 Gleichgesinnten am Donnerstag formuliert wurde, soll in Kürze dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Eigentlich wollen sie nur schwimmen und sich am See erholen. Am besten bei jeder Witterung und zu jeder Jahres- und Tageszeit. Dafür haben die Dießener, die sich in der „Bürgerinitiative Strandbad St. Alban und Riederau“ engagieren, ganz unterschiedliche Gewohnheiten und Zeitfenster. In einer Gemeinde am See müsse es möglich sein, den See immer zu genießen, meinten der Sprecher der Initiative, Peter Augsdörfer, und Moderator Peter Bierl bei dem Treffen.

Lesen Sie dazu auch: „Eigentlich möchte ich doch nur baden“

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Wie Peter Augsdörfer im Gasthof am Kirchsteig nochmals zusammenfasste, hatte sich die Initiative bereits vor fünf Wochen mit einem offenen Brief, der von mehr als 150 Bürgern unterzeichnet worden war, an die Gemeinde gewandt. Darin wurde kritisiert, dass Dießen mit etwa 10.000 Einwohnern zwar die größte Gemeinde mit einem etwa acht Kilometer langen Uferabschnitt am Westufer des Ammersees sei, aber gleichzeitig als einzige Kommune im Fünfseenland über keinen frei zugänglichen Strand verfüge. Die schriftliche Antwort von Bürgermeister Herbert Kirsch im Namen des Gemeinderats sei jedoch in keiner Weise zufriedenstellend gewesen, so die Initiatoren.

In Utting liegt bereits ein ausführliches Gutachten zum Strandbad vor

Kirsch sei mit keinem Wort auf das Kernproblem – den fehlenden frei zugänglichen Badestrand – eingegangen. Stattdessen sei das Anliegen der Initiative auf die Frage nach Öffnungszeiten und Haftung für das Strandbad in St. Alban reduziert worden. Ein Teilaspekt, so Peter Augsdörfer, für den Verwaltung und Gemeinderat nach wie vor noch keine Lösung gefunden hätten, obwohl bereits seit Herbst 2017 bekannt sei, dass es dort Probleme gäbe. Stattdessen hadere man wenige Wochen vor Beginn der diesjährigen Badesaison noch mit der Frage, ob das Strandbad ohne Eintritt geöffnet oder Bademeister eingestellt werden sollen.

Anders in Utting. Dort habe die Gemeinde ein eigenes Rechtsgutachten erstellen lassen, das der rigiden Auffassung, an der in Dießen festgehalten werde, wonach Strandbäder ohne Aufsicht nicht betreten werden dürfen, widerspräche.Mit einem Bürgerantrag nach Paragraf 18b der Bayerischen Gemeindeordnung, über dessen Formulierung während der Versammlung lange und intensiv diskutiert wurde, möchte die Initiative nun erreichen, dass sich der Gemeinderat für einen freien und kostenlosen Strandzugang für alle ausspricht.

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