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Weil

19.08.2020

Die Finanzen bereiten der Gemeinde Weil große Sorge

In Weil stehen mehrere Großprojekte auf der Agenda. Unter anderem wird derzeit ein neuer Kindergarten gebaut.
Bild:  Thorsten Jordan

Plus Bürgermeister Christian Bolz informiert über die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Was die Folgen für die Projekte in Weil bedeuten.

Schon bei der Verabschiedung des Haushalts in der Gemeinde Weil hatte Kämmerin Gabriel Notz die Finanzlage der Gemeinde als „angespannt“ eingestuft und forderte, im Interesse einer Haushaltskonsolidierung, die Ausgaben weitestgehend auf die Pflichtausgaben zu beschränken. Dann kam auch noch die Corona-Krise dazu. Nun hat Bürgermeister Christian Bolz den Gemeinderat über die aktuelle Entwicklung der Gemeindefinanzen informiert.

Die Schulden von Weil steigen auf 4,1 Millionen Euro

Ende März hat die Gemeinde Weil den Haushalt für das laufende Jahr mit einem Gesamtvolumen von 13,2 Millionen Euro verabschiedet. Um die geplanten Investitionen, beispielsweise für die Pflichtaufgaben wie das Feuerwehrwesen, die Wasserversorgung sowie die Erschließung von Bauplätzen und den Kindergartenneubau schultern zu können, wurde eine Kreditaufnahme von 1,9 Millionen Euro vorgesehen. Damit verbunden sei voraussichtlich ein Schuldenanstieg in diesem Jahr auf etwa 4,1 Millionen Euro.

Speziell ging es in Bolz’ jetzigen Ausführungen um die Einnahmensituation vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Bürgermeister richtete den Blick auf die Einnahmen aus der Einkommensteuerbeteiligung. „Uns werden allein hier voraussichtlich etwa 500.000 Euro bis zum Ende des Jahres fehlen.“ Ursprünglich waren im Haushalt 2,6 Millionen Euro an Einnahmen aus der Einkommensteuer kalkuliert worden. Hochrechenbar seien diese Einnahmen deshalb, da sie quartalsweise mit der Gemeinde abgerechnet würden.

Bürgermeister Bolz blickt besorgt auf die kommenden Monate

So habe sich bereits bei der Rate des ersten Quartals eine Einnahmelücke von rund 110.000 Euro ergeben. Obwohl sich für diesen Zeitraum die Pandemie noch nicht bemerkbar gemacht habe. „Ich mache mir große Sorgen über die Einnahmeentwicklung für die Gemeinde im Herbst und Winter“, sagte Bolz, zeigte sich aber trotzdem optimistisch, was die Finanzierung laufender Großprojekte betrifft.

„Der Neubau des Kindergartens, die Feuerwehrhäuser in Geretshausen und Weil sowie die Beschaffung der Einsatzfahrzeuge stehen auf soliden Füßen“, meinte er und „die Neuverschuldung war schon einkalkuliert.“ Allerdings müssten freiwillige Leistungen auf den Prüfstand und andere Projekte, wie beispielsweise Straßenbaumaßnahmen geschoben werden. Sowie die Gemeinde alle ihre künftigen Ausgaben und geplanten Projekte hinterfrage, müsse dies aber auf allen kommunalen Ebenen erfolgen, beispielsweise auch beim Landkreis, führte der Bürgermeister aus und zielte dabei vor allem auf die Entwicklung der Kreisumlage in den kommenden Jahren ab.

Künftig will Bürgermeister Christian Bolz vierteljährlich über die Entwicklung des Gemeindehaushalts berichten.

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