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Landsberg

24.12.2018

Die Sonderbar ist in Landsberg einfach Kult

Wirtin Manuela Sauter (mit der Schumanns Bibel für Barkeeper) und Ex-Wirt Charlie Fischer.
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Wirtin Manuela Sauter (mit der Schumanns Bibel für Barkeeper) und Ex-Wirt Charlie Fischer.
Bild: Thorsten Jordan

Die bekannte Lokalität am Hellmairplatz in Landsberg hat Geburtstag. Seit 25 Jahren wird dort gefeiert. An Weihnachten gibt es ein „Christmas Bash“.

Jeder in Landsberg kennt sie – die Sonderbar am Hellmairplatz. Unter dem Motto „Kein bisschen leiser“ feiert sie jetzt am 25. Dezember ihr 25-jähriges Bestehen. Doch wie waren die Anfänge der bekannten Landsberger Bar und was hat sich seitdem verändert? Das Landsberger Tagblatt hat mit dem Gründer Charlie Fischer und der jetzigen Besitzerin Manuela Sauter darüber gesprochen.

Gegründet wurde die Sonderbar 1993 von Charlie Fischer und Christian Greinwald. Zuvor haben sie das Café Contrast in der Münchener Straße in Landsberg betrieben, das sie aber wegen vertraglicher Schwierigkeiten schließen mussten. Die heutige Sonderbar war damals der Malerkeller von Charlie Fischers Vater. Er erinnert sich, dass sie ein gutes Dreivierteljahr an dem Umbau gearbeitet hätten, wobei ihnen sein Vater Karl auch geholfen hätte. „Es war ja nur ein Keller. Wir mussten ihn komplett umbauen und einrichten“, sagt Fischer. Bei den Arbeiten habe man auch zwei zugeschüttete Kellerräume entdeckt, die zu Notausgang, Lager und Toiletten umfunktioniert worden sind.

Das ist Charlie Fischer, ein Porträt: Ein Mann, der wilde Mischungen liebt

Von Anfang an sei auch das Konzept da gewesen, eine Bar zu betreiben. „Ursprünglich wollten wir auch tagsüber aufmachen, aber da das Geschäft abends so gut lief, mussten wir das nicht“, sagt Fischer. So sei zum Beispiel bei der Eröffnung das Bier, das für eine Woche bestellt war, am ersten Tag weggegangen.

Erstmals Themenabende

Charlie Fischer: „Wir sind damals auch die Ersten in Landsberg gewesen, die Themenabende veranstaltet haben. Wie zum Beispiel zu Nikolaus.„Wir sind damals durch die Metro gerannt, um Nikolausmützen für die Gäste zu kaufen. Aber so viele wie wir gebraucht hätten, hatten die gar nicht.“ Aber auch die Halloween- und die Beachpartys seien legendär gewesen. Für die Beachpartys, die immer am Rosenmontag stattfanden, hätte man auf dem ganzen Boden Sand verteilt. „Wir haben dann alle Fenster zugemacht und gut geheizt, damit sich die Leute auch ausziehen“, erzählt Manuela Sauter. Und das hätten ihre Gäste dann auch gemacht. „Die Deko von damals haben wir sogar noch da“, sagt Sauter.

Eine Premiere in Landsberg sei damals auch die After-Wiesnparty mit entsprechender Deko und Bierfassanstoß gewesen. Die Idee dazu sei Charlie Fischer damals auf dem Oktoberfest gekommen. „Ich habe mir gedacht: Oh ja, wir machen auch in Landsberg mal ne After-Party.“ Da sie so erfolgreich gewesen sei, hätten sie beschlossen, gleich im Jahr darauf auch eine Warm-up- Party zu veranstalten.

Wechsel im Jahr 2009

Acht Jahre lang hat Charlie Fischer die Sonderbar zusammen mit Christian Greinwald betrieben, bevor sich ihre Wege trennten. 2009 hat dann Manuela Sauter die Bar übernommen. Sie hatte angefangen, dort als Bedienung zu arbeiten und habe irgendwann ihr Herz an die Bar verloren. „Zum 1. Januar 2009 bin ich dann in meine Selbstständigkeit gestartet. Ich feiere also zum 25. Bestehen der Sonderbar gleichzeitig auch mein zehnjähriges Jubiläum“, sagt Sauter. Über die Jahre und durch die gemeinsame Arbeit mit Charlie Fischer habe sie sehr viel von ihm gelernt und dann auch übernommen. Sie sei ihm unheimlich dankbar, dass er ihr sein „Baby“ überlassen habe und ihr die Chance gegeben habe, die Bar weiterzuführen. „Da bekomme ich heute noch Gänsehaut.“

Manuela Sauter und ihr Hobby: Die Wirtin lässt die Muskeln spielen

Manuela Sauter habe dann gleich zu Beginn Türsteher engagiert, um den Lärm vor der Bar zu reduzieren. „Wir wollen den Nachbarn das Gefühl geben, dass uns das nicht egal ist.“ Sauter hat die Burger wieder eingeführt sowie die Caipi-Abende am Donnerstag. Auch die Musik von früher würde noch gespielt werden. „Es gibt sogar noch die alten Playlisten“, meint die 46-Jährige. Ihr sei es wichtig, die alten Traditionen beizubehalten, aber gleichzeitig auch Modernes miteinzubringen. „Wir bieten jetzt mehr Veranstaltungen an, da die Konkurrenz und der Druck schon hoch sind.“

Eine Zeitreise durch 25 Jahre

So haben sie gerade zum 25. Jubiläum mehrere Veranstaltungen organisiert, wie am 21. Dezember einen Abend unter dem Motto „Sonderbar XXL.“ Manuela Sauter erklärt, dass in Anlehnung an die Zeitreise durch 25 Jahre, alle 30 Minuten eine neue Musikrichtung gespielt wurde. Aber auch direkt am 25. Dezember ist mit dem „Christmas Bash“ eine Party geplant. „Wir arbeiten jetzt öfter mit DJs oder auch Rebelz Sound zusammen, um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen.“ Jetzt, nach zehn Jahren, habe Sauter langsam wirklich das Gefühl, dass die Sonderbar ihre ist. „Aber ohne mein Team im Rücken wäre das alles nicht möglich“, sagt sie anerkennend. Manuela Sauter hat nicht vor aufzuhören und will noch viele neue Ideen reinbringen, ohne dabei die Tradition der Sonderbar zu verlieren.

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