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06.07.2010

Die kleinste Kleinigkeit will geprobt sein

Die kleinste Kleinigkeit muss sitzen, um später im Turnier Eindruck zu machen: Roman Roell (auf Suerte) im Fachgespräch mit Ruth Hecking (rechts). Fotos: leit

Landsberg Noch kann man nur ahnen, wo in der großen Arena auf Schloss Kaltenberg ab Freitag die überdimensionale Tafel der König-Artus-Trilogie stehen wird, noch Bedarf es einer gehörigen Portion Insiderwissen, um König Artus oder etwa Lancelot unter den muskelgestählten Darstellern zu erkennen, die derzeit dem ersten Teil der Artus-Trilogie noch den Feinschliff geben. Doch die Vorbereitungen für den Auftakt der Kaltenberger Ritterspiele (9. bis 25. Juli) laufen auf vollen Touren, das Gelände rund um das Schloss nimmt bereits wieder Formen an und lässt derzeit schon erahnen, dass sich dort bald über 400 Händler in ihren Marktständen präsentieren werden, Musikanten, Handwerker, Gaukler und Akrobaten mittelalterliches Treiben wieder zum Leben erwecken.

Dann wird es auch für TV- und Radiomoderator Roman Roell wieder jenes prickelnde Gefühl geben, das sich immer dann einstellt, wenn sich über Zehntausend Augenpaare auf ihn richten und seinen Erzählungen folgen - in diesem Jahr eben von König Artus, seiner Königin Guinevra und ihrer unglücklichen Liebe zu Lancelot, von Morgana, der Zauberin und Mordred, dem Schwarzen Ritter, der von der Tafelrunde ausgeschlossen wird und fortan auf Rache sinnt.

Gestern Nachmittag war jedoch von dieser Spannung noch nichts zu spüren. Roman Roell taucht, dem Wetter entsprechend, in Bermudas und im T-Shirt auf, gut gelaunt und sucht nach Ruth Hecking, die gerade in ihrem Schneider-Container von den Rittern der Tafelrunde belagert wird. Klar, dass jeder von der attraktiven Landsbergerin als Erster sein Gewand in Empfang nehmen möchte. Ruth Hecking steht erstmals in Diensten der Königlichen Hoheiten. Für sie ist ein Traum in Erfüllung gegangen, es ist ihr eine Ehre, wie sie sagt, die Kostüme - nicht nur der Ritter und Knappen - sondern auch die der Hauptpersonen Königin Guinevra, König Artus und eben von Merlin Roman Roell entworfen und gefertigt zu haben.

Dann, nachdem ihm doch während der kostümbedingten Verwandlung in den legendären Merlin der Schweiß auf die Stirn tritt, entschwindet Roman Roell in die Arena und durchmisst auf dem Schimmel "Suerte" die 75 mal 30 Meter große Arenafläche, um den "Fall" seines Gewandes zu testen.

Die kleinste Kleinigkeit will geprobt sein

Erstmals wird ein Großteil der Dialoge live gesprochen

Er findet es auch gut, dass in diesem Jahr erstmals die Dialoge der Hauptpersonen nicht als Play-back eingespielt, sondern live von den Darstellern gesprochen werden. Für Ute Niffka, Darstellerin der Zauberin Morgana, als professionelle Schauspielerin keine Neuigkeit, aber dennoch eine Herausforderung: "Es ist einfach etwas anderes, wenn man im Unterschied zu Theater oder Bühne in der Arena steht und auch die Möglichkeit hat, auf die Reaktionen des Publikums spontan einzugehen."

Ute Niffka ist seit 2005 bei den Ritterspielen mit dabei, sorgte als "Die Pest" für Aufsehen und freut sich, mit Morgana wieder eine geheimnisvolle Figur darstellen zu können - die in diesem Moment gebraucht wird, denn Merlin ruft nach ihr: Die Proben müssen weitergehen, bis zur Premiere am Freitag um 20 Uhr (Geländeöffnung: 16 Uhr) ist nicht mehr viel Zeit.

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