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Vilgertshofen

25.10.2017

Die letzte Ruhestätte unter Bäumen

Auf dem kleinen Friedhof südöstlich von Vilgertshofen sollen künftig auch Baumbestattungen möglich sein.
Bild: Julian Leitenstorfer

Immer mehr Menschen im Landkreis wünschen sich alternative Bestattungsformen. Nach Landsberg und Thaining hat jetzt auch Vilgertshofen darauf reagiert.

Auf einer Tafel aus Kupfer erinnern Name, Geburts- und Sterbedatum an die Verstorbenen. Das Täfelchen ist an einem Baum befestigt. Auf der Wiese davor sind die Urnen begraben worden. Seit mittlerweile sechs Jahren können Verstorbene am Waldfriedhof in Landsberg so beigesetzt werden. Die Bestattungsform nennt sich „Beisetzung unter Bäumen“. Ab sofort sind solche Baumbestattungen auch auf dem kleinen Friedhof in Vilgertshofen möglich.

Die dafür notwendige Änderung der „Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Bestattungseinrichtungen“ hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befürwortet. Wie bereits berichtet, wird es am südöstlichen Ortsrand von Vilgertshofen künftig möglich sein, alternative Bestattungsformen wie eine anonyme oder eben auch eine Baumbestattung zu wählen. Ungefähr 100 Plätze werden dafür geschaffen, sagt Bürgermeister Albert Thurner auf Anfrage.

Einige Bäume sollen gefällt werden

Rund 20 mal 60 Meter groß ist der Friedhof, auf dem von den zurzeit dort stehenden 18 Bäumen sechs gefällt werden sollen, weil sie das mit der Planung beauftragte Büro als nicht erhaltenswert eingestuft hat. Stattdessen sollen acht neue Bäume gepflanzt werden. Die Bestattungsplätze rund um die Bäume werden jeweils 40 Zentimeter lang und breit sein. Außerdem wird die Möglichkeit angeboten, von der Gemeinde ausgegebene Gedenkschilder am Baum oder aber Abdeckplatten auf dem Boden anzubringen. Kosten werden die „Baumgräber“ genauso viel wie ein Urnengrab, nämlich 250 Euro. Ab Januar 2020 steigen die Gebühren dann auf 350 Euro und ab 2024 auf 450 Euro Nutzungsgebühr pro Jahr.

Der Gemeinderat hat sich darauf verständigt, ausschließlich Einwohner der Verwaltungsgemeinschaft Reichling, also aus Apfeldorf, Kinsau, Reichling, Rott, Thaining und Vilgertshofen eine alternative Bestattungsform zu ermöglichen. „Wir haben jetzt schon so viele Anfragen“, sagte Bürgermeister Thurner. Neben den alternativen Bestattungsformen werde es aber auch künftig herkömmliche Erdgräber in Vilgertshofen geben.

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