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Egling

06.04.2020

Egling hat zwei Millionen Euro Startkapital für 2020

Die Gemeinde Egling geht mit rund zwei Millionen Euro Startkapital ins Jahr 2020.
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Die Gemeinde Egling geht mit rund zwei Millionen Euro Startkapital ins Jahr 2020.
Bild: Thorsten Jordan

Warum die Gemeinde Egling heuer einige Investitionen tätigen kann, ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen. Rund um die Kläranlage ist einiges geplant.

 Ein neuer Bauhof, die Ertüchtigung der Kläranlage und der Trinkwasserversorgung sowie die Erschließung des neuen Gewerbegebiets „In der Au“ stehen für dieses Jahr ganz oben auf der Agenda der Gemeinde Egling. Darüber informiert Bürgermeister Ferdinand Holzer im Rahmen der Beratungen für den Gemeindehaushalt dieses Jahres. Dazu kommen weitere Investitionen im Bereich des Friedhofs, für den Straßen- und Wegebau, zur Sanierung des Abwasserkanals sowie für den Neubau der Brücke über die Paar bei Hattenhofen. Sollten alle geplanten Maßnahmen realisiert werden, so stehen für die Gemeinde investive Ausgaben von bis zu 2,7 Millionen Euro an.

Dass dies alles ohne Kreditaufnahme gestemmt werden kann, ist laut dem Bürgermeister der Entwicklung im vergangenen Jahr zu verdanken. So konnte vorwiegend durch Grundstücksverkäufe eine Rücklage von gut 1,7 Millionen Euro aufgebaut werden. Dazu wurden aus dem laufenden Betrieb der Gemeinde, abgebildet im Verwaltungshaushalt, über 300.000 Euro erwirtschaftet. So stehen für das laufende Jahr sozusagen als Startkapital für Investitionen (zu finden im Vermögenshaushalt) gut zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Insgesamt summiert sich das Haushaltsvolumen auf etwa 6,7 Millionen Euro und liegt damit gute eine halbe Million Euro unter dem Ansatz des vergangenen Jahres. Den aktuellen Schuldenstand der Gemeinde bezifferte Holzer auf 2,3 Millionen Euro. 680.000 Euro sind für den Neubau des Bauhofs eingestellt, der im Bereich der Kläranlage im Norden von Heinrichshofen errichtet werden soll. Das Bauleitplanverfahren ist bereits eröffnet worden. Holzer hofft, dass nach den Ausschreibungen noch in diesem Jahr mit dem Neubau begonnen werden kann.

Egling hat zwei Millionen Euro Startkapital für 2020

Im nächsten Jahr soll der Bauhof dann vom Bierweg in Egling nach Heinrichshofen umziehen. Der alte Bauhof in den Garagen neben dem Feuerwehrhaus entspricht laut Holzer nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften. Mangelnde Lagerkapazitäten und fehlende Büro-, Sozial- und Sanitärräume für das Personal sowie notwendige Werkstatträume zur Wartung und Pflege des Fuhrparks seien die Gründe für den Neubau des Bauhofs. In den alten Räumen am Bierweg könnten künftig die Schützen eine neue Heimat finden. Zur Diskussion stehe aber auch ein Abriss und der Neubau eines Schützenheims. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

Die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses und die Ausschreibung für Maßnahmen zur Ertüchtigung der Kläranlage soll noch in diesem Frühjahr in Angriff genommen werden. „Wir wollen heuer noch eine Sandfang- und Rechenanlage installieren“, so Holzer, zudem solle der Kanal von der bisherigen Pumpstation bis hin zur Kläranlage gebaut werden. 640.000 Euro sind dafür im laufenden Haushalt eingestellt.

Um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, ist vorgesehen, den Hochbehälter bei Hattenhofen zu sanieren und einen Stromanschluss herzustellen. Der Brunnen zwei im Obereglinger Holz, über den zurzeit das Leitungsnetz der Gemeinde gespeist wird, soll abgesichert werden. Zusätzlich erhofft man sich durch Pegelbohrungen im Heinrichshofer Holz einen neuen Trinkwasserbrunnen erschließen zu können.

Zur Erschließung des Gewerbegebiets „In der Au“ sollen Straße, Kanal und Wasserleitungen gebaut werden. Zur Deckung der kalkulierten Kosten sind im Haushalt 400.000 Euro vorgesehen. Das Bauleitplanverfahren läuft.

Der im vergangenen Jahr begonnene Wegebau im Friedhof wird laut Bürgermeister Holzer weitergeführt. Und obwohl die Gemeinde bereits über eine Urnengrabanlage verfüge, wolle man auch im Bereich aufgelöster Einzelgräber die Möglichkeit für Urnenbestattungen schaffen. Für die weitere Zukunft richtet der Rathauschef den Blick auf die Liegenschaften der Gemeinde. In einem ersten Schritt soll das Rathaus neue Fenster erhalten, ebenso soll die Fassade saniert werden. Für das Gemeindehaus an der Hauptstraße 33 werden Abriss und Neubau geplant. Dies soll nach den Vorstellungen Holzers parallel zum Bau des Wohn- und Pflegeheims für Senioren, wo man mit der Stiftung Liebenau einen Kooperationspartner habe, realisiert werden.

Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt ebenso einstimmig wie den Finanzplan bis ins Jahr 2023.

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