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Igling

18.04.2017

Ein Container für die Kinder

Der Bedarf steigt, der Platz ist nicht vorhanden. Deswegen sollen vorübergehend Container für die Kindertagesstätte aufgestellt werden.

In der Iglinger Tagesstätte herrscht Platznot und Eltern machen Druck. Jetzt muss eine schnelle Lösung her.

Es ist nichts Neues im Landkreis: So ziemlich alle Kommunen haben steigenden Bedarf an Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen. In Igling ist das nicht anders, der Gemeinderat beschäftigte sich jetzt ebenfalls mit der Thematik. Als schnelle, aber vorübergehende Lösung genehmigte das Gremium bei zwei Gegenstimmen die Aufstellung von Containern für die Kindertagesstätte.

Der dafür notwendige Bauantrag wird so schnell wie möglich eingereicht. Platz für die Räume wird auf der Wiese gegenüber der Kinderkrippe in der Schulstraße in Oberigling geschaffen; Peter Heiland wurde die Aufgabe übertragen, sich um die Erschließung der Fläche zu kümmern.

Derzeit seien zehn Iglinger Kinder ohne Platz, erläuterte Bürgermeister Günter Först vor der Abstimmung. Dazu kommen zwei Anmeldungen aus anderen Gemeinden. Von einem Elternteil der Wartelisten-Kinder sei er mittlerweile schon mit der Androhung von Klage konfrontiert worden, so Först. „Wir müssen unbedingt Plätze schaffen.“

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Die Container werden gemietet, unter anderem Peter Heiland möchte, dass die Verwaltung die Kosten zwischen mieten und kaufen der Baulichkeiten rechnet und vergleicht. Först sieht dabei Schwierigkeiten, da die Container nicht in allem den Vorschriften für Kindergärten entsprechen, die Regierung deshalb nur eine Nutzungsdauer von zwei, höchstens drei Jahren genehmige. Der Bürgermeister rechnet für die zwei Jahre mit Kosten von etwa 150000 Euro. Dazu kommen Personalkosten, „für eine Erzieherin werden dafür rund 100000 Euro pro Jahr fällig“.

Zu Fördermitteln gebe es noch keine konkreten Aussagen, so Först auf Nachfrage. „Möglicherweise werden die Mietkosten teilweise übernommen.“ Er sehe das alles sehr kritisch, betonte Thomas Höfler. „Hier werden hohe Kosten auf die Gemeinden abgewälzt“, so der Gemeinderat. „Wenn alle auf ihr Recht pochen, dann ist das nicht mehr bezahlbar.“ Höfler dachte dabei auch an die Eltern, die ihre Kinder daheim lassen. Ein Kind koste 30000 Euro im Jahr, rechnete Josef Gayer vor, das sei entschieden zu viel. Dominique Graf von Maldeghem sieht die Entwicklung ebenfalls sehr kritisch. „Wir müssen aber etwas tun. Wir sollten für Kindergarten und Kinderkrippe ein Gesamtkonzept entwickeln.“

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