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Scheuring

14.06.2018

Ein Dorf lässt es krachen

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Die Krieger- und Reservistenkameradschaft feiert ihr 50-jähriges Bestehen.
Bild: Franz Dilger

Die Edelweiß-Schützen und der Krieger- und Reservistenverein in Scheuring feiern ihr 50-jähriges Bestehen gemeinsam. An den fünf Tagen ist einiges geboten.

Die Edelweiß-Schützen und die Krieger- und Reservistenkameradschaft aus Scheuring feiern gemeinsam ihr jeweils 50-jähriges Bestehen. „z Scheuring krachts“ haben die beiden Vereine als Motto ausgegeben, wenn sie am Jubiläumswochenende von Donnerstag bis Montag, 21. bis 25. Juni, Gäste aus der Region begrüßen und im Programm einen „Kracher“ nach dem anderen präsentieren.

Und das Krachen ist durchaus wörtlich zu nehmen, können doch die Böllerschützen als Teil der Reservistenkameradschaft ihr 25-jähriges Bestehen feiern. „Beiden Vereinen ist es zu verdanken, dass ein wertvoller Teil unserer Tradition und Kultur, die Liebe zur Heimat gepflegt und erhalten bleibt“, zollt Bürgermeister Manfred Menhard beiden Vereinen gleichermaßen Anerkennung und möchte sie als festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft und Förderer des gesellschaftlichen Lebens nicht mehr missen.

Das Gauschießen organisiert

Bereits im vergangenen Jahr haben die Edelweiß-Schützen mit der Organisation des Gauschießens eine sportliche Großveranstaltung erfolgreich organisiert. In diesem Jahr wollen sie nun den gesellschaftlichen Gedanken mit dem traditionellen Schützenumzug in den Vordergrund stellen. Ein Blick in die Vereinschronik verrät, dass der Schießsport in Scheuring seine Wurzeln in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat. Bis Anfang der 1950er-Jahre existierten zwei konkurrierende Schützenvereine, die sich aber beide auflösten.

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Erst im Jahre 1967 haben einige Idealisten den heutigen Schützenverein „Edelweiß“ aus der Taufe gehoben. Anfangs haben die Schützen ihren Sport mit provisorischen Schießständen im Gasthaus Klarer betrieben. Später dann hat die Vereinswirtin ein Nebengebäude zur Verfügung gestellt, das mit viel Eigenleistung und mit sieben Schießständen zum Schützenheim umgebaut wurde. Damit hatte der Verein 1972 die Grundlage geschaffen, um auch sportlich den Anschluss an andere Vereine des Gaues Landsberg zu schaffen.

Heute betreiben die Schützen ihren Sport an 15 elektronischen Schießständen in der Lechrainhalle. Und sportlich brachte es die die Pistolenmannschaft im vergangenen Jahr gar bis in die Erste Bundesliga. „Ein toller Erfolg, der aber auch großen Aufwand mit sich brachte“, sagt Schützenmeister Franz Berghofer. Er legt Wert auf die Feststellung, dass bei den Edelweiß-Schützen auch mit dem Gewehr und in allen Altersklassen auf hohem Niveau geschossen wird.

Vereinigung im Jahr 1996

Zukunftssicherung war für die Krieger- und Reservistenkameradschaft (KRK) Scheuring von jeher ein Thema. Als die Reservistenkameradschaft Scheuring und Umgebung 1969 gegründet wurde, gab es im Ort noch den Krieger- und Soldatenverein. Als bei den Veteranen die Mitgliederzahlen sanken wurde der Wunsch nach einer Verschmelzung immer lauter. Da beide Vereinigungen von jeher gut harmonierten wurde 1996 die Fusion zum KRK Scheuring vollzogen. Auf einem gemeindlichen Grundstück wurde 1974 mit viel Eigenleistung ein Vereinsheim erbaut, das vor knapp zehn Jahren komplett modernisiert wurde.

Als Mitglied im Verband der Reservisten der Bundeswehr wird durch die Teilnahme an Militärpatrouillen, nationalen und internationalen Militärschießen die Verbundenheit zu den deutschen Streitkräften bezeugt. Die Verbundenheit zur Gemeinde und die Pflege traditioneller Werte dokumentiert die KRK Scheuring beispielsweise durch die Gestaltung des Volkstrauertages und die Präsenz bei Maiandachten mit der Militärseelsorge.

Auch Ilse Aigner kommt

Durch die Ausrichtung des siebten Oberbayerischen Böllerschützentreffens, das in das Festwochenende integriert ist, trägt die KRK den Namen Scheurings weit über die Grenzen des Landkreises hinaus. „Wir erwarten dazu Böllerschützen aus Oberbayern, Schwaben, Baden Württemberg und auch Delegationen aus dem Hochsauerland und Hessen“, sagt KRK-Vorsitzender Uwe Voigt. Das Platzschießen der Böllerschützen mit dem Festumzug am Samstag, 23. Juni, sowie der Festumzug der Schützenvereine am Sonntag, 24. Juni, bilden den Mittelpunkt des Festwochenendes, das mit geselliger Unterhaltung, Kabarett und politischer Prominenz (am Montag, 25. Juni, ist Staatsministerin Ilse Aigner zu Gast) eine Reihe an Höhepunkten biete.

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