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Landsberg

19.06.2018

Ein Lumpiger Donnerstag ohne Umzug?

Wie geht es mit dem Landsberger Faschingsumzug am Lumpigen Donnerstag weiter?
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Die Zukunft des Faschings in Landsberg ist derzeit offen. Bei einem ersten Treffen werden Ideen geschmiedet. Die Schulen könnten auch wieder eine Rolle spielen.

Klein(er), aber fein – so könnte das Motto des Landsberger Faschingsumzugs 2019 lauten. Nachdem der derzeitige Faschingsverein Auflösungserscheinungen aufweist, hatte die Stadt zu einer Ideenfindung, wie es weitergehen soll, geladen. Eine Reihe von Landsberger Gastronomen und einige Bürger waren am Montagabend in den Sitzungssaal des Historischen Rathauses gekommen, um sich auszutauschen.

Oberbürgermeister Mathias Neuner ging zurück in die Historie des Faschingsumzugs am Lumpigen Donnerstag, der Jahrzehnte von den Schulen getragen worden war. In selbst gebastelten Kostümen bildeten Schülergruppen den Gaudiwurm. Vor sechs Jahren wollten die Schulen jedoch laut Neuner die Verantwortung für den Umzug, der auch immer stärker von hohem Alkoholkonsum bei Jugendlichen geprägt war, nicht mehr übernehmen.

Die Stadt will nicht mehr die Chefin sein

Ein Faschingsverein gründete sich, Faschingsgruppen aus dem Umland wurden geladen und der Umzug entwickelte sich mit den großen Wagen samt Musikanlangen mit großer Power zu einer Art Loveparade, wie Neuner es nannte. 2018 sprang die Stadt kurzfristig ein, da der Verein die Veranstaltung nicht mehr übernahm. Neuner erläuterte, dass es jedoch keine kommunale Aufgabe sei, einen Faschingsumzug zu organisieren.

Hier geht‘s zu Bildergalerie vom Umzug 2018.

Es soll familiärer werden

Die Stadt will zwar beratend und unterstützend dabei sein, „es muss aber ausgehen von einer privaten Initiative“. Der Tenor der rund 20 Anwesenden war, dass diese Traditionsveranstaltung beibehalten werden soll und sie sich einbringen wollen. Einigkeit herrschte auch darüber, dass künftig der Landsberger Fasching wieder zu einer Familienveranstaltung werden soll. Anton Sirch vom Veranstaltungsreferat der Stadt erläuterte, dass auch nicht zwingend jedes Mal ein Umzug stattfinden müsse. In der Chronik sei beispielsweise davon berichtet, dass 1920 nur ein Faschingstreiben ohne Zug stattgefunden habe.

Ein Gespräch mit den Schulleitern

Der allgemeine Wunsch war auch, dass sich die Schulen wieder einbringen. Neuner will die Schulleiter zu einer zeitnahen Zusammenkunft einladen und Sirch wird auch die Regularien für eine Vereinsgründung erarbeiten. Über die genaue Definition, wie der Landsberger Fasching künftig aussehen soll, muss dann im Zusammenhang mit der Satzung gesprochen werden.

Axel Ludwig, Stammtischmitglied beim Süßbräu und Mitglied der Faschingsgruppe „die Lechschiffer“, und Ariane Wegener vom alten Faschingsverein wollen sich in die Vereinsgründung miteinbringen. Ansprechpartner bei der Stadt wird Anton Sirch sein. Ein Name ist übrigens auch schon in Diskussion: Licaria, so wie der Verein, der in den 1950er-Jahren den Landsberger Fasching prägte, könnte die künftige Organisation heißen.

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