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Fuchstal

17.09.2018

Ein Prosit auf die Energiewende

Feierstimmung in Fuchstal (von links): Bürgermeister Erwin Karg, Staatssekretär Florian Pronold, Franziska Welz, Gerhard Schmid und Martin Brennauer stoßen auf die Finanzspritze des Bundesumweltministeriums für die Gemeinde Fuchstal an.
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Feierstimmung in Fuchstal (von links): Bürgermeister Erwin Karg, Staatssekretär Florian Pronold, Franziska Welz, Gerhard Schmid und Martin Brennauer stoßen auf die Finanzspritze des Bundesumweltministeriums für die Gemeinde Fuchstal an.
Bild: Thorsten Jordan

Frohe Nachrichten für die Gemeinde Fuchstal: Staatssekretär Florian Pronold hat am Montag einen Förderbescheid in Millionenhöhe übergeben.

Die drei Bürgermeister und der Geschäftsstellenleiter in Tracht, eine Flasche Sekt und ein Parlamentarischer Staatssekretär aus Berlin: Im Fuchstaler Rathaus gab es am Montag Grund zu feiern. Und der Gast aus Berlin machte auch deutlich, dass er einen Förderbescheid über 3,85 Millionen Euro nicht jeden Tag überbringen darf. Die Summe erhielt die Gemeinde von Florian Pronold für zwei Projekte: einen 10.000 Kubikmeter fassenden Wärmetopf für das Fernwärmenetz und eine Drei-Megawatt-Batterie, mit der der Strom der vier Fuchstaler Windräder gespeichert wird.

Es ist ein Vorhaben mit Modellcharakter, das im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert wird (Wie der Windkraft-Strom gespeichert werden soll). Die Batterie wird an den Windkraftanlagen aufgestellt. Dort kann Strom in den Spitzen gespeichert und in windarmen Zeiten ins Netz eingespeist werden. Der Wärmetopf, der mit einem überdimensionalen Tauchsieder vergleichbar ist, wird in der Nähe der Weiche der Fernwärmeleitung nach Asch weitgehend in den Boden versenkt. Das warme Wasser soll in das Fernwärmenetz eingespeist werden.

Das Fuchstaler Wärmenetz kann ausgebaut werden

Der zugesagte Förderbetrag in Höhe von 3,85 Millionen deckt etwa 75 Prozent der kalkulierten Kosten, sodass der Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 1,3 Millionen Euro bleibt. Wie Bürgermeister Erwin Karg und Geschäftsstellenleiter Gerhard Schmid sagen, gewährleistet der Bau des Wärmetopfs, dass das Fuchstaler Fernwärmenetz in den nächsten Jahren weiter ausgebaut wird.

Ein Prosit auf die Energiewende

Die Laune beim Bürgermeister und seinen Stellvertretern Martin Brennauer und Franziska Welz war am Montag bestens. In die Bewerbung habe man viel Zeit, Arbeit und Herzblut gesteckt, sagte Erwin Karg. Ziel sei es gewesen, mit möglichst geringen finanziellen Mitteln eine hohe Einsparung an Kohlenstoffdioxid zu erzielen. Mit den richtigen Beratern im Boot sei das gelungen. Die Kritiker, der der Gemeinde vorgeworfen hätten, Windstrom lasse sich nicht speichern, habe man eines Besseren belehrt.

Ende 2019 sollen die Arbeiten beginnen

Florian Pronold, der ehemalige Landesvorsitzende der SPD in Bayern, ist mittlerweile Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Er sei persönlich ins Fuchstal gekommen, um das Engagement der Gemeinde zu würdigen. „Sie zeigen anderen Kommunen, dass es geht und wie es geht“, sagte er. Schließlich kommen Städten und Gemeinden eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zu. In Fuchstal sei man sich dessen bewusst, sagte Geschäftsstellenleiter Schmid. „Wir leben das.“

Der Förderbescheid ist da, jetzt gilt es laut Schmid, das Projekt umzusetzen. Er rechnet damit, dass Ende 2019 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Der Standort für den Wärmetopf zwischen Schulgelände und dem Gewerbegebiet im Osten stehe mittlerweile auch schon fest.

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