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Bayern1

23.05.2019

Ein Weltstar spielt im Haus von Valerie Jäger

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Ein Konzert im eigenen Wohnzimmer, und das mit einem Weltstar: Das erlebt man nicht alle Tage. Valerie Jäger und ihre Gäste freuten sich über den Besuch von Nik Kershaw.

Der Sänger Nik Kershaw war in Erpfting zu Gast und gab ein Wohnzimmerkonzert. Natürlich durfte dabei auch „The Riddle“ nicht fehlen. Das kam auch bei ihren Freundinnen gut an

Diesen Tag wird Valerie Jäger wohl immer in Erinnerung behalten: Der Musiker Nik Kershaw, der mehrere Welthits geschrieben hat, hat in ihrem Wohnzimmer in Erpfting ein Konzert für sie und rund 50 Freunde und Nachbarn gegeben. Zu verdanken hat die Erpftingerin das ihrem Mann Arne und den Töchter Nele und Nike. Sie hatten Valerie Jäger bei einem Gewinnspiel von Bayern 1 angemeldet.

Vor dem Konzert wirkt Valerie Jäger relativ gelassen. „Gestern war ich aufgeregter, aber die Mitarbeiter vom BR haben mir die Sorge genommen, dass etwas nicht passt.“ Seit 11 Uhr ist der Radiosender mit Crew vor Ort. Das Konzert selbst beginnt um 19 Uhr. Es sind Kleinigkeiten, die vermuten lassen, dass sie doch aufgeregt ist: So richtet sie unmittelbar vor dem einstündigen Konzert das Bild noch einmal aus, das im Durchgang zum Wohnzimmer hängt, und räumt ein Kissen aufs Sofa zurück.

Nik Kershaw ist zu dem Zeitpunkt noch eine Etage höher im Gästezimmer und freundet sich mit der Gitarre an, die ihm der Bayerische Rundfunk für das Konzert bereitgestellt hat. Dann kommt der britische Sänger die Treppe herunter und wird mit Applaus empfangen. Er läuft an den Bierbänken vorbei, die im Wohnzimmer der Familie aufgestellt worden sin,d und spielt sein erstes Lied: „Oh You Beautiful Thing“. Andächtig lauschen die Gäste dem Künstler. Valerie Jäger sieht sehr zufrieden aus und lächelt ein wenig. Kershaw versucht direkt eine Beziehung zu den Zuhörern aufzubauen: „Ihr könnt gerne mitsingen“. Als er dann das Lied „The Boxer“ von Simon & Garfunkel anstimmt, hat er das Publikum so weit. Die Besucher singen mit und klatschen im Takt. Richtig gut wird die Stimmung als Nik Kershaw seine großen Hits aus den 80er-Jahren spielt wie „Wouldn’t It Be Good“. Lieder, die fast jeder schon mal gehört hat und bei denen der Text sofort wieder präsent ist. Kein Halten gibt es bei den Gästen mehr, als er zum Abschluss seines Konzertes „I Won’t Let The Sun Go Down“ singt. BR-Moderatorin Ulla Müller aus Schwifting muss ihren Versuch, einen O-Ton von Kershaw zu bekommen, abbrechen, weil ihre Fragen unter der lautstarken Rufen nach einer Zugabe nicht mehr zu verstehen sind. Was als letztes gespielt wird, darf Valerie Jäger entscheiden. „The Riddle“ solle er noch einmal singen, bittet sie Kershaw, den sie im Jahr 1984 gemeinsam mit ihrem Vater live erlebt hat. Es war ihr erster Konzertbesuch.

Nach der Zugabe kommen Freundinnen zu ihr und umarmen sie. „Danke, das war so toll“, jubelt eine von ihnen. Auch die Gewinnerin des Wohnzimmerkonzertes ist begeistert. „Das war ein erhebendes Erlebnis.“ Auch Kershaw, der noch etwa 30 Konzerte im Jahr spielt, ist danach angetan. Auch für den 61-Jährigen war es der erste Auftritt in einem solchen Rahmen. „Es hat Spaß gemacht. Es war eine Erfahrung, so nah am Publikum dran zu sein.“ Nach dem Konzert nahm sich der Musiker noch Zeit, um Fragen zu beantworten. So verriet er unter anderem, dass er für manche Welthits nur wenige Minuten brauchte, bis der Text fertig war. Bei „Riddle“ sei das beispielsweise so gewesen. Valerie Jäger war anschließend beeindruckt, wie gut das Konzert nur mit einer Gitarre funktionierte, schließlich sei der Synthesizer ein Instrument gewesen, ohne dass es in den 80er-Jahren eigentlich nicht ging. „Man muss sich schon überlegen, welche Lieder auf der Gitarre funktionieren“, antwortet Kershaw, der der Gastgeberin auch noch einen Herzenswunsch erfüllt: ein gemeinsames Foto.

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