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Stelzer

20.12.2013

Ein besonderes Jahr

Darstellerin Inés Zahmoul bei ihrem letzten Auftritt in Taiwan.
Foto: Wolfgang Hauck

Weihnachten und Silvester in Taiwan. Internationale Auftritte

Landsberg Das Jahr 2014 wird ein ganz besonderes sein für das Landsberger Theaterensemble „Die Stelzer“: Unter diesem Namen feiert das Theater im kommenden Jahr 20-jähriges Jubiläum. 1994 ist der Name erstmals als neue Bezeichnung verwendet worden. Es beendet die Vorgänger-Formation, die als „Lechwehrtheater“ tätig war, so eine Pressemitteilung von Andrea Schmelzle, die bei der Gruppe für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Die Stelzer“ hatten sich damals unter der Leitung von Wolfgang Tietze, Peter Pruchniewitz und Wolfgang Hauck gegründet, um noch intensiver die Theatertätigkeit zu entwickeln.

Nach einer Umfirmierung im Jahr 1999 werden „Die Stelzer“ von Peter Pruchniewitz und Wolfgang Hauck als GbR geführt und sind weit über die Stadt Landsberg hinaus aktiv. Reisen gehöre zum Theateralltag. Derzeit packen fünf Darsteller aus dem Ensemble mal wieder ihre Koffer und werden Weihnachten und den Jahreswechsel in Taiwan verbringen.

Landwirtschaft, Natur und Umwelt

Bereits zum dritten Mal haben „Die Stelzer“ ein Engagement auf der westpazifischen Insel vor dem chinesischen Festland – dieses Mal als Hauptprogramm mit elf Tagen und zwei neuen Bühnenprogrammen. Diese werden auf der „Yunlin International Agriculture Expo“ präsentiert. Das ist die größte Landwirtschaftliche Messe in Huwei Township, die vom 25. Dezember bis 6. März stattfindet und vergleichbar mit einer Bundesgartenschau sei. In Taiwan dominiert die Landwirtschaft, und Yunlin ist die größte landwirtschaftliche Grafschaft Taiwans. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die kreative Kultur und die Landwirtschaft Yunlins und dient darüber hinaus als Plattform für den weltweiten Austausch zum Thema Landwirtschaft, Natur und Umwelt.

Die fünf Schauspieler aus dem Stelzer-Ensemble haben noch im Dezember die beiden Bühnenprogramme intensiv einstudiert. „Die barbusigen Donaunixen werden jedoch nicht wie ursprünglich geplant mit im Programm sein: Das vollbusige Erscheinungsbild war für die Taiwanesen doch etwas verwirrend“, erzählt Theaterleiter Wolfgang Hauck lachend.

Kostüme, die bei den Auftritten in Yunlin im Einsatz sind, werden zum Teil erst vor Ort hergestellt. „Momentan sind wir dabei, die Dinge, die dazu benötigt werden, wie etwa eine Lochzange, einen Schraubenzieher oder einen Kabelbinder, zu fotografieren – zum Zwecke der Verständigung.

Mit Englisch kommt man dort kaum weiter. Und für uns ist es einfacher, Bilder von diesen Dingen zu machen als die chinesischen Wörter dafür zu lernen,“ berichtet Darstellerin Inés Zahmoul aus Berlin, die auch schon im Sommer diesen Jahres mit den Stelzern in Taiwan war. Sie weiß, wovon sie spricht. Im Sommer hat sie bereits als Musicalsängerin einen chinesischen Text einstudiert.

„Für uns ist dieser Auftritt über Weihnachten und den Jahreswechsel schon ein Ausblick für 2014 - ein Jahr, in dem wir sehr viele Auftritte im Ausland haben werden“, sagt Wolfgang Hauck. Schon Ende Januar reisen „Die Stelzer“ im Auftrag des Goethe-Instituts jeweils eine Woche nach Istanbul und Zypern. Im Sommer werden sie wie schon 2013 auf dem Yilan International Lohas Festival in Taiwan auftreten. Zudem sind Workshops im Kosovo und in Moskau geplant.

„Neben unserem internationalen Engagement wird es auch noch größere Produktionen geben, die wir wieder mit unserem jugendlichen Nachwuchs in Landsberg gestalten. Das wird im österreichischen Bad Hofgastein ein „SommerNachtsTraumTheater“ sein. Das ist zwar auch im Ausland, aber noch gut erreichbar“, meint Wolfgang Hauck.

Für Auftritte in Landsberg bleibt im nächsten Jahr wenig Zeit. Jedoch wird 2015 im Rahmen des Ruethenfestes wieder mit dem Freilichttheater „Licca Line – Eine lange Fahrt ins sagenhafte Damasia“ eine besonders große Produktion im Mittelpunkt stehen. (lt)

Im Internet

www.die-stelzer.de

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